Kong: King of Atlantis

Review
Plattform
Nintendo Game Boy Advance
Vertrieb
THQ
Entwickler
Skyworks
Erscheinungsdatum
01/2006
Genre
Andere
Kong: King of Atlantis [GBA , Mag64]

Gesamtwertung

25%/10

Grafik

52%

Sound

55%

Mehrspieler

-

Kong: King of Atlantis


Einleitung....

Spricht man in der aktuellen Zeit vom Charakter Kong, denken wohl die meisten Spieler an die Filmumsetzungen auf den diversen Plattformen. Allerdings ist das nicht das einzige Spiel um den großen Affen das zur Zeit sein Unwesen treibt. Mit Kong: King of Atlantis steuert nun auch THQ als Publisher einen Titel dazu bei. Allerdings inhaltlich wie der Name schon sagt nicht mit Skull Island in Verbindung zu bringen. Entwickelt von der US Schmiede Skyworks wollen wir schauen was Kong & Co in diesem Spiel leisten.

Menus und die Story....


Den Entwickler Namen Skyworks sollten sich GBA Spieler durchaus mal einprägen. Aktuell einiges von den Jungs im Test zeigt man vielfach wie sehr schlechte Spiele aussehen und Vorurteile sind hier sehr schnell aufgebaut. Der schlechte Eindruck zeigt sich schon bei den Rahmenbedingungen. Zunächst wird das Spiel nur komplett Englisch präsentiert, eine Batterie sucht man hier vergebens und Paßwörter sind mal wieder an der Tagesordnung. Für einen Spieler gemacht ist die Story wie schon erwähnt etwas anders gestrickt, als der geneigte King Kong Fan zunächst vermutet. Kong ist ein Riesen-Affe, dessen Tod bislang eine Legende war und dessen Wiedergeburt ein wohlbehütetes Geheimnis ist. Durch die Verwendung von Kongs DNA konnte ein identischer Riesen-Affe erzeugt werden, der die gleichen gigantischen Kräfte besitzt. Aber nun wird eine uralte Prophezeiung wahr und die versunkene Stadt Atlantis taucht wieder aus dem Meer auf! Sie wird von der bösen Königin Reptilla beherrscht, die Kong zum König von Atlantis machen will, um ihn zu versklaven und für ihre Zwecke zu benutzen. Einer der Helden des Spiels, Jason, versucht Kong von der Boshaftigkeit Reptillas zu überzeugen, um Atlantis und Kong zu retten, doch die Vorstellung König zu sein, ist für Kong sehr verlockend …

Das Hauptmenu des Spiels bietet euch nur wenige Punkte. Neben den Credits, dem Paßwort Screen und dem Spielstart warten die Optionen auf einen Besuch. Allerdings findet man hier neben den Soundeinstellungen nur eine Helligkeitseinstellung. Sinnvoll für Spieler die immer noch auf dem alten GBA spielen. Ansonsten kann man das ganze schnell überspringen und sich dem eigentlichen Hauptspiel widmen.

Technik und Gameplay....


Wählt man das Hauptspiel an wird dem Spieler das ganze mit einer Eröffnungssequenz näher gebracht. Kleine Standbilder mit Text unterlegt, werden diese das Spiel über immer wieder zu sehen sein, ohne atmosphärisch etwas zu bringen. Dabei warten nun knapp 15 Stages auf den Spieler, in denen es darum geht Atlantis und auch Kong zu retten. Das Spiel ist zunächst ein reiner 2D Scroll Jumper wie man sie zu Anfangszeiten des GBA in Hülle und Fülle erlebt hat. Eingeteilt ist das ganze dabei in 3 Gameplayteile wenn man so will. Zwar alle in der gleichen Präsentation übernehmt Ihr im Spiel die Steuerung gleich 3er Charaktere. Alles beginnt mit dem Helden Jason und reicht danach über die zarte Lua bis hin zu Kong. Dabei ist das Spiel im groben ein reiner Jumper der seine Zugaben in Form von Prügeleinlagen erhält. Startet eine Stage sieht man seine Charakter, den man nun von links nach rechts bewegt und sehr selten nur mal verzweigt. Im Screen ist dabei immer die aktuelle Energieleiste zu sehen und die Anzahl der Leben. Das Ziel ist es nun innerhalb der Stages einen Endpunkt zu erreichen und sich vorher diverser Gegner zu entledigen und ab und zu kleine Schalterrätsel zu lösen. Dabei zeigt sich die Steuerung in diesem Spiel von einer sehr zähen und teilweise frustrierenden Seite für den Spieler. Will man positive Aspekte finden, so dürften dazu die Steuerungsunterschiede zwischen den 3 Charakteren zählen. Denn um im Spiel die Stages zu lösen besitzen alle 3 Moves die eben nur sie können. Auf der anderen Seite nichts was einem Spieler Kopfzerbrechen bereiten muß. Denn der Charakter den Ihr steuert gibt man euch vor. Großartig überlegen muß man hier also nicht.

Jason ist im Spiel der erste spielbare Charakter, anhand dessen Steuerung man die Kritikpunkte schnell zusammenzählen kann. Per Kreuz wird wie gewohnt nach links und rechts gelaufen, während die B-Taste dem Sprung dient. Dabei wird unterschieden zwischen dem kurzen Hüpfer wenn man die B-Taste antippt und dem langen Sprung beim gedrückt halten. Mag der kurze Sprung noch funktionieren und vom Spieler gut kontrolliert ausführbar sein ist die lange Variante ein einziger Krampf. Jason springt zum einen sehr weit, aber dafür nicht steuerbar in der Luft. Vor allem wenn es über Abgründe und Schluchten auf kleine Plattformen geht verzweifelt man als Spieler immer und immer wieder. Er springt einfach viel zu ungenau und oft wenn man in der Luft denkt, man müßte noch etwas nachkorrigieren darf man oft ein Lebenverlust begutachten. Was das ganze dann zusätzlich noch verschärft ist die Tatsache das die Level keine Rücksetzpunkte bieten. Selbst wenn man durch fast das ganze Level fehlerfrei kommt und dann am Ende per Sprung an einer Plattform vorbeispringt ist der Frustschrei vorprogrammiert. Das ganze ist weit weg von gut spielbar. Dazu kommen nun die Kampfaktionen auf seinem Weg. Auch hier gibt es leider mehr als genug Kritik. Zunächst dient die A-Taste zum Ausführen eines Schlages, den man in Verbindung mit der L und R-Taste noch zu 3 Specials aufwerten kann. Allerdings und das gefällt mir hier garnicht ist die Kollisionsabfrage bei Gegnern oftmals sehr schlecht. Man steht eigentlich in Reichweite für einen Fußfeger, trifft den Gegner aber einfach nicht. Also muß man nah an den Gegner heran. Zwar trifft man ihn nun, was in kurzem Aufblitzen des Gegners auch zu sehen ist, nur sind deren Attacken teils stärker als eure. Da es keine Schutzfunktion wie einen Block gibt kann man sich schnell ausmalen wer den kürzeren zieht. Problem ist das man ein paar Gegner vielleicht überlebt. Nur irgendwann ist die Gegneranzahl einfach zu hoch und Items in Form vom Med Kits sind sehr selten mal zu finden.

Das paßt einfach nicht zusammen und nimmt dem Spiel in vielen Situationen einfach den Spaß. Steuert man Kong oder Lua geht das teilweise. Was daran liegt das Kong stärkere Attacken bietet und Lua etwas weiter mit ihren Aktionen kommt. Ansonsten ist das Gameplay auf diese Teile beschränkt und man sucht spielerische Abwechslung fast schon vergebens. Da nützt auch die Gegnervielzahl und manch akzeptables Level Design trotz einfacher Links Rechts Bewegungen nichts. Immer wenn man denkt jetzt kommt man doch gut durch ein Level kommt wieder eine Aktion oder ein Ort der einen verzweifeln läßt. Das ist oftmals einfach nur Krampf und so eigentlich kein Gameplay anno 2006. Selbst zu GBA Anfangszeiten gab es Action Jumper die ein anderes Kaliber darstellten und wesentlich mehr Spaß machten. Das dazu Elemente wie Rücksetz oder Speicherpunkte komplett fehlen, die manch Stelle im Spiel entschärft hätten fügt sich da negativ mit ein. Dabei vergessen manche Entwickler zudem auch was gerade der GBA in diesem Genre an Spielen und damit weit besser gelungenen Alternativen bietet. Wer Spielspaß sucht wird hier alles andere als fündig.

Grafik & Sound....


Das schlechte Bild des Spiels zeigt sich auch beim Thema Grafik. Zwar ist das Scrolling im großen und ganzen recht sauber, aber auch nichts was den GBA nun zu großen Höchstleistungen auffordert. Die Grafik ist einfach gehalten und bietet wenig detaillierte Umgebungen. Einfache Effekte und Animationen wie man sie fast schon auf dem NES begutachten konnte. Zwar keine grottige Grafik ist das ganze aber auch nichts für ein GBA Spiel 2006. Will man dem Spiel noch etwas gutes abgewinnen ist das der Sound. Hier bietet man euch melodische Stücke samt diversen Effekten der Umgebung und Aktionen. Aber auch hier nichts ohne Kritik. Hat man alle Charaktere mal gespielt kennt man auch die Soundstücke im Spiel. Denn viele sind es nicht, die euch mit der Zeit immer und immer wieder in's Ohr säuseln.

Fazit....


Kong: King of Atlantis ist ein Spiel das vor einigen Jahren noch begrenzt wohlwollend betrachtet worden wäre. Für ein GBA Spiel im Jahr 2006 bietet man dem Spieler hier eigentlich nichts was den Kauf rechtfertigt. Selbst der günstige Preis ist hier alles andere als ein Kaufgrund. Fast schon altertümliches Gameplay mit einer schlechten Steuerung und einer oft verhunzten Kollisionsabfrage bei Sprüngen und vor allem Gegner Kontakten. Keinerlei Rücksetzpunkte und das ganze mündet oft nur noch im Frust. Ob sich THQ mit den Majesco/Skyworks Titeln einen Gefallen getan hat glaube ich nicht. Denn die letzten Titel dieser Art und von dieser Softwareschmiede sind das leider nicht. King Kong Fans sollten keinen Gedanken verschwenden. GBA Spieler mit einem Hang zu Action Jumpern schon gleich garnicht. (matthias engert, mag64.de)

Pro
+ Mehrere Charaktere

Contra
- Schlechte Steuerung
- Kollisionabfrage
- Frustrierendes Gameplay
- Keine Rücksetzpunkte
- Wenig Heilitems

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