Gesamtwertung63%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Manager gibt es auf der ganzen Welt, in jedem Bereich, in allen möglichen Branchen. Ihnen wird vertraut und sie haben viel Verantwortung zu tragen. Doch was hat diese Aufzählung mit unserem aktuellen Test zu tun? Eine berechtigte Frage. In dtps aktuellen Game-Boy-Advance-Spiel Pferd & Pony: Mein Pferdehof übernehmt ihr die Rolle eines solchen Managers. Ob das Spiel nur für Pferdefans interessant ist, oder ob es doch eher ein Massenpublikum anspricht, erfahrt ihr hier...
Die Geschichte des Spiels im eigentlichen Sinne ist schnell erzählt. Ihr habt euren Großeltern jahrelang geholfen, diese wollen ihren langersehnten Traum einer Weltreise nun endlich verwirklichen. Da ihr euch am Hof auskennt wie in eurer Westentasche, bekommt ihr die ehrenvolle Aufgabe den Hof zu leiten. Um den Start ein wenig zu vereinfachen bekommt ihr eine kleine Starthilfe in Form von Geld.
Euer Ziel ist es nun den Hof so weit auszubauen, dass er überall bekannt wird. Mit eurem Startbudget stehen euch nun alle Türen der Pferdewelt offen.
Euer Areal setzt sich aus den folgenden Bereichen zusammen: Das Büro ist das Heim des Managers; in diesem werden Investitionen genau geplant, Personal eingestellt und gegebenenfalls wieder entlassen. Damit der Hof bekannt wird, gehört natürlich auch Werbung dazu, diese kann mittels billigen Plakaten getätigt werden.
Wenn dann einmal richtig viel Geld in der Kasse ist, kann sogar über das Fernsehen Reklame geschaltet werden. Um den Pferden eine schöne Unterkunft zu bieten, gibt es den Stall in welchem man bis zu fünf Tiere unterbringen kann. Auch hier erwarten den interessierten Spieler viele unterschiedliche Funktionen, so kann man mittels Pferdebuch den Zustand seines Lieblings einsehen und gegebenenfalls sofort handeln.
Außerdem wird im Stall das Pferd gefüttert und bekommt einen kräftigen Schluck klaren Wassers geboten. Die nötige Ausrüstung um einen flotten Ausritt hinzulegen, findet man ebenfalls hier. Für das nötige Kleingeld braucht man Besucher, diese werden im Gasthaus untergebracht und die nötige Parkfläche wird auf dem anliegenden Parkplatz geboten.
Sollte dem Pferd mal nicht danach sein, sein Stroh zu fressen so kann man es ohne Probleme auf die naheliegende Koppel schicken.
Dort bekommt es frisches Gras, wodurch man teures Futter spart. Schickt ihr einen Hengst und eine Stute auf die Zuchtweide, könnt ihr euch später über ein kleines Fohlen freuen.
Wie schon angesprochen, dreht sich alles um den Ruhm und die Ehre des Hofes. Um das zu erreichen, muss man Investitionen tätigen. Das Büro wie man es am Anfang vorfindet, gleicht einem kleinen Raum der nicht mit Professionalität glänzen kann. Im Laufe des Spieles kann man es aber immer weiter ausbauen, so dürfen Chef-Sessel und PC nicht fehlen.
Beim Stall kann man immer mehr Pferde unterbringen und auch das Innenleben des Stalls verändert sich. Der Parcours kann verlängert werden und bietet neue Hindernisse.
Bis hierhin hört sich das alles ja nicht schlecht an, doch leider gibt es große Schwächen im Gameplay. So ähneln sich die Durchgänge. Man betritt den Stall, guckt sich das Pferdebuch an, geht die vier Seiten des Buches durch und schaut ob jeder Faktor auf 100 ist, falls dies nicht der Fall sein sollte, macht man halt etwas dagegen oder nicht. Entweder man füttert das Tier, streichelt es oder man mistet den Stall aus.
Leider kann man das Areal nicht verlassen, wie es zum Beispiel bei Harvest Moon der Fall war, auch eine andere Stadt oder ein nahe gelegenes Dorf sucht ihr vergebens. Es gibt auch kein Turnier, wo das herangezüchtete Tier zeigen könnte, was ihn ihm steckt.
Immerhin: Der ganze Hof wächst einem langsam aber doch ans Herz.
Wenn das Pferd erkrankt, sucht man sofort den Doktor auf und lässt eine Diagnose stellen und pflegt das Pferd dann bis es wieder gesund ist. Falls man aber dennoch vom Managerleben einmal die Nase voll hat, kann man im Startmenü den Punkt Ins Gelände auswählen und einfach drauf los reiten. So stehen drei Geländetypen zur Verfügung: das Land, der Strand und der Wald.
Kommen wir nun noch zu Grafik und Sound.. Die Grafik ist liebevoll und detailreich gestaltet, vor allem im Karrieremodus haben die Entwickler nicht an Details gespart. So kann man bei den Ausbauten die Neuerungen schön erkennen, sowohl von außen als auch von innen.
Die Pferde jedoch wirken wie eine billige Bitmap-Animation. Hat man sich dann einmal entschieden einen Ausritt zu wagen erkennt man auch hier kleine Details wie am Meer fahrende Schiffe. Man hätte optisch auf jeden Fall mehr herausholen können.
Der Sound ist eher nervig ausgefallen, hier wären Mitsumm-Melodien der Auflockerung zuträglich gewesen.
Im großen und ganzen bleibt es ein Spiel, das sehr viel Potential hatte, dieses aber nicht nutzen konnte. Falls ein Nachfolger erscheinen sollte, dann wünsche ich mir einfach mehr Abwechslung.
Mach Dir einen Namen im Dark Orbit. Allein oder mit Verbündeten wagst Du Dich in weit entfernte Sternen- systeme vor und kämpfst um 10.000 € zum Spiel...
Pferd & Pony: Mein Pferdehof im Test.
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