Gesamtwertung89%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungGut |
Wenngleich Nintendo den hauseigenen Klempnerhelden Mario in puncto Neuveröffentlichungen auch stiefmütterlich behandelt - um gute JumpnRun-Kost für seinen aktuellen Handheld braucht der Branchenriese nicht zu bangen. Mit Sonic Advance 3 schickt Ex-Konkurrent Sega einen neuen Anwärter auf den Genre-Thron einmal mehr in den Kampf gegen Oberschurke Dr. Robotnik und setzt dabei auf alte Tugenden: Tempo, Tempo, Tempo! Ob das bewährte Konzept auch im dritten GBA-Exklusiv-Auftritt aufgeht, erfahrt ihr in unserem Review!
Er ist der Anti-Mario. Seines Zeichens blau und nicht rot, dafür blitzschnell und kein Stück gemächlich. Und im Gameplay ebenso konträr, wie in der Veröffentlichungspolitik: Marios letzte Neuerscheinung auf dem GameBoy liegt mehr als eine Dekade zurück, Sonic Advance 2 gerade mal ein knappes Jahr. Dementsprechend erfindet Sega mit dem dritten GBA-Auftritt des Firmenmaskottchens das JumpnRun-Rad nicht neu. Sonic rast noch immer in konkurrenzloser Geschwindigkeit durch ausgetüftelte Level, die jedem Flipperspieler und Achterbahnbegeisterten Tränen der Freude in die Augen treiben. Und Hauptziel ist es auch weiterhin, den fiesen Dr. Robotnik in die Schranken zu weisen. Der nämlich verfolgt mal wieder seinen alten Traum der Weltherrschaft und verwandelt im Zuge dessen allerlei putziges Getier zu bösartigen Robotern, die unserem Helden keine Ruh' lassen.
Wie sein Vorgänger, bietet auch Sonic Advance 3 fünf spielbare Charaktere, von denen Anfangs nur Sonic und Tails anwählbar sind. Erst mit entsprechendem Fortschritt im Spiel gesellen sich die neueren Sidekicks Knuckles, Amy und Cream dazu. In der Tradition der 16-Bit-Episode Sonic 2 spielt man dabei immer zwei Charaktere gleichzeitig. Der computergesteuerte Kompagnon hilft stets aus, indem er verlorene Ringe wieder einsammelt oder nervige Gegner ausschaltet. Seinen Part kann im Link-Modus auch ein Mitspieler übernehmen. Je nach Charakterwahl bieten sich verschiedenste Möglichkeiten, die Level zu bezwingen. Während Sonic auf pure Geschwindigkeit setzt, kann der Fuchs Tails etwa fliegen und Knuckles Widersacher durch Faust- und Flugattacken aus dem Weg räumen oder Wände hochklettern - zusammen vollführen die Protagonisten je nach Charakterkombination auch Team-Moves.
Die sieben Zonen des Spiels werden nun durch Oberwelten repräsentiert, von denen aus man in die je drei Level sowie Bonuswelten der Zone einsteigen kann. Hier werden auch Charakterwahl und bislang gesammelte Chaos 'verwaltet'. Chaos sind jene putzigen Wesen, die sich in den einzelnen Leveln verstecken und allesamt darauf warten aufgespürt werden - zu Sammelwahn neigende Spieler werden hieran ihre helle Freude haben. Am Ende jeder Zone wartet Dr. Robotnik mit seinem fiesem Handlanger darauf, dem Helden den Garaus zu machen.
Grafisch gibt sich Sonic Advance 3 trotz traditionellem 2D-Gameplay erstklassig. Die thematisch unterschiedlichen Zonen sind überaus detailliert, bunt und abwechslungsreich gestaltet. Auch dank cooler Charaktersprites und -Artworks, flüssigen Animationen und netten Zwischensequenzen kann sich der Titel optisch locker mit anderen 2D-Größen auf Nintendos Handheld messen.
Die musikalische Untermalung bedient sich aufpolierter, altbekannter Melodien aus früheren Sonic-Episoden sowie passender Neukompositionen. Sprachsamples und allerlei klassische Soundeffekte unterstreichen den sehr positiven Eindruck der akustischen Präsentation. Zum bereits recht umfang- und abwechslungsreichen Einzelspieler-Modus gesellt sich ein überaus spaßiger Multiplayer-Modus. Gegen- oder Miteinander, sowohl mit einem, als auch mit mehreren Modulen, können hier zwei bis vier Spieler antreten.
Mach Dir einen Namen im Dark Orbit. Allein oder mit Verbündeten wagst Du Dich in weit entfernte Sternen- systeme vor und kämpfst um 10.000 € zum Spiel...
Sonic Advance 3 im Test.
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