Gesamtwertung90%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
1995 bescherte uns Nintendo, knapp fünf Jahre nachdem Super Mario World den Siegeszug des SNES einläutete, ein neues Abenteuer des beliebten, italienischen Klempners: Yoshis Island. Heute, sieben Jahre später, hat der Titel noch immer nichts von seiner Faszination und Spielbarkeit verloren und erscheint nun auf dem GBA. Warum dem so ist, erfahrt Ihr in unserem Review.
Yoshi in einer tragenden Rolle
Anders, wie in den bisherigen Mario-Spielen, hat Mario bei Yoshis Island eine untergeordnete Rolle, denn die Hauptrolle übernimmt Yoshi. Als der Storch die beiden Babies Mario und Luigi zu deren Eltern bringen möchte, entführt der böse Zauberer Kamek Luigi. Dabei stürzt der kleine Mario und eine Karte in die Tiefe auf Yoshis Island und landet direkt auf dem Rücken eines Yoshis. Freundlicherweise nehmen die sich des kleinen Mario an und beschließen diesen, in einer Art Staffellauf, von Level zu Level zu seinem Bruder Luigi zu bringen und dem Bösewicht das Handwerk zu legen.
Eure Aufgabe ist es nun Klein-Mario auf dem Rücken der Yoshis durch die zahlreichen, gefährlichen Levels zu bringen. Insgesamt führt Euch das Abenteuer durch sechs Welten von denen jede aus acht Levels, einem Bonusraum und einem Zusatz-Stage besteht. Jeweils am Ende des vierten und achten Levels, erwartet Euch ein Endgegner, der meistens größer wie der Bildschirm ist.
Die Level betritt man über eine Karte, ähnlich wie bei Super Mario World Super Mario Advance 2 und kann somit bereits besuchte Level noch einmal spielen. Das wird auch nötig sein, wenn man in jedem Level die Höchstpunktzahl von 100 Punkten erreichen möchte, die sich aus drei Faktoren zusammensetzt. In jedem Level kann man fünf Blumen, 20 rote Münzen und 30 Sterne sammeln. Hat man dies erfüllt, hat der Spieler die 100 Punkte erreicht. Schafft man das in allen acht Levels einer Welt, so erscheinen auf der Karte die Zusatz-Stage und der Bonusraum. Die Sterne haben aber nicht nur eine Bedeutung für die Punktzahl, sondern stellen auch noch die Lebensenergie dar. Wenn Yoshi von einem Gegner berührt wird, verliert er Mario, der dann in einer Blase schwebt und herzzerreißend schreit.
Das tut er solange, bis er wieder von Yoshi berührt wird und auf dessen Rücken sitzt. Seid Ihr jedoch nicht schnell genug, verliert Ihr pro Sekunde ohne Mario, einen Eurer gesammelten Sterne. Somit habt Ihr bestenfalls 30 Sekunden Zeit Mario wieder einzufangen, denn schafft Ihr das nicht in der vorgegebenen Zeit, wird Mario von Kameks Schergen entführt und Ihr verliert ein Leben. Zum Glück gibt es in jedem Level einen Ring aus Sternen, der es Euch ermöglicht, nachdem Ihr diesen durchquert habt, an genau dieser Stelle weiterzuspielen, solltet Ihr ein Leben verlieren.
Schafft Ihr ein Level, wird Euer Fortschritt automatisch auf einem der drei Spielstände gespeichert. Allerdings seit Ihr nicht total wehrlos, denn Ihr könnt den Gegnern nicht nur mit simplem Draufspringen und Stampfattacken zu Leibe rücken, sondern mit Hilfe von Yoshis Zunge lassen sich die Gegner auch fressen und wahlweise ausspucken oder als Ei wieder ausscheiden. Maximal sechs Eier könnt Ihr gleichzeitig bei Euch tragen, welche sich als Geschosse verwenden lassen, um Gegner zu besiegen. Darüber hinaus kann Yoshi auch Melonen fressen, die ihm ermöglichen, je nach Farbe, Feuer, Eis oder Melonenkerne zu spucken.
Diese Extras sind meistens in Kisten oder Fragezeichen-Wölkchen versteckt, die sich durch Eier aufschießen lassen. An manchen Stellen kann sich Yoshi auch verwandeln, um dann als Helikopter, Auto, Eisenbahn, Maulwurf oder U-Boot an schwer erreichbare Stellen zu kommen. Mario kann sich ebenfalls verwandeln. Mit Hilfe eines blinkenden Sterns wird er zu Super-Mario, mit dem Ihr sämtliche Gegner wegräumt, Wände hochlaufen, schweben und von Euch selbstgesteuert werden kann.
Allein von der Grafik her betrachtet, mag einem das Motto 'Kindisch' vielleicht in den Sinn kommen, allerdings passt gerade dieser Wachsmalkreidenstil zu dem Spiel, wie die Faust aufs Auge und man sollte sich nicht davon abschrecken lassen, nur weil mal kein Blut fließt oder dem Spielerauge keine Gedärme entgegenfliegen.
Apropos Gedärme: das Spiel bietet Euch Unmengen an einfallsreichen Ideen und unterschiedlichen Umgebungen, wie zum Beispiel ein Level, bei dem Ihr im Magen eines Frosches seid und Euch die Magensäure zu schaffen macht. Genauso viel Spaß, wie im Magen des Frosches herumzuhüpfen, macht es auch in der Eiswelt, wo Ihr oft am Herumschliddern seid oder mit Skiern einen Berg hinunterdüst...
Wie gesagt, Yoshis Island bietet Euch eine Menge Abwechslung und super Jump & Run Kost, bei der auch erfahrene Spieler ins Schwitzen kommen werden; gerade bei der Jagd nach den 100 Punkten in jedem Level oder in den Zusatzlevels. Grafisch gehört Yoshis Island mit der bonbonfarbenen Grafik und den riesigen Endgegnern jedenfalls mit zum Besten, was der GBA zu bieten hat und auch der Sound lässt keine Wünsche übrig.
Ebenso hat die Steuerung ein Lob verdient, denn wenn man einmal ein Leben verliert, liegt es nicht an einer hakeligen Steuerung, sondern am eigenen Unvermögen, denn alle Kommandos werden präzise ausgeführt und man hat zu keiner Zeit des Spiels das Gefühl, nicht mehr Herr der Lage zu sein.
Deswegen hat es auch ganz klar den Award verdient. Natürlich bietet der Titel für Diejenigen, die das Spiel schon auf dem SNES haben / hatten nichts neues, da es sich hierbei um eine 1:1 Umsetzung handelt und der Klassiker Super Mario Bros wohl kaum einen Anreiz zum Kauf darstellt, wie auch schon bei Super Mario Advance 1 & 2. Aber für alle Spieler, die, aus welchem Grund auch immer, Yoshis Island noch nie gespielt haben, ist es definitiv ein Must-Have für den GBA. Selbst Jump & Run Gegner und Mario-Hasser, schließlich spielt Mario hier nur eine kleine Rolle, sollten mal einen Blick auf diese Perle werfen! Allen Anderen kann ich nur raten: Kaufen, kaufen, kaufen!
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Super Mario Advance 3 - Yoshi's Island im Test.
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