Gesamtwertung88%/10 |
GrafikBefriedigend SoundSehr gut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Ja, so lang ists her. Elf Jahre, das sind zwei Jahre mehr als die Playstation als ist und vier Jahre vor Marios ersten Sprüngen in der dritten Dimension. Anfang der Neunziger, als der Mensch noch Brontosaurier mit Speeren erlegte und das Super Nintendo seine ersten Worte sprach, während Segas MegaDrive freilich schon laufen konnte. Warum also erscheinen innerhalb von sieben Jahren mehr als ein halbes Dutzend Pokémon-Spiele, aber in elf Jahren kein einziger neuer Mario-Titel? Ja, die Freunde des bärtigen Klempners hatten es nicht leicht in letzter Zeit. Doch nun setzt Nintendo der Update-Politik gezwungenermaßen selbst ein Ende, alles adäquat konvertierbare hat seinen Weg auf den GameBoy Advance gefunden, und wie so üblich kommt das Beste zuletzt. Mit Super Mario Bros. 3 wird eines der meistverkauften und beliebtesten Spiele aller Zeiten neu herausgebracht, zum dritten mal zieht es Mario also in die Pilz-Welt um die verwandelten Könige in sieben Welten zu retten und in nunmehr 80 Leveln Bowsers fiese Brut wortwörtlich zu plätten.
Storytechnisch hat sich weder zum Original noch zu den anderen Episoden wirklich etwas geändert. Bowser ist böse, die Gebrüder Mario herzensgut und Prinzessin Peach ist mal wieder die ewig faltenfreie Schönheit der Pilz-Welt. Auch 20 Jahre nach dem ersten Abenteuer der Klempner aus Leidenschaft bleibt eben alles beim Alten.
Super Mario Bros. 3 bietet für jede Welt eine Karte, auf der zehn Level und zwei Festungen verzeichnet sind - eine Burg mit Zwischengegner und ein Schloss in dem der König auf Rettung harrt.
Ab und an lassen sich alternative Pfade einschlagen und somit kann der Spieler manch unliebsames Level umgehen. Auf der Karte finden sich auch verschiedene Bonusspielchen, wie der Kampf gegen die altbekannten Hammer-Brüder. Besiegt Mario sie duch einen gezielten Sprung, so wartet ein Item auf ihn, dass er auf der Landkarte oder zum Start eines jeden Levels einsetzen kann. 13 verschiedene Items gibt es insgesamt auf der Karte zu finden und einzusetzen, innerhalb der Level begegnen dem Italiener in blauer Latzhose in der Regel jedoch nur drei: Der klassische Pilz, die Feuerblume und das Super-Blatt, dass Mario in Waschbär-Mario verwandelt. Dieser kann begrenzt weit fliegen und eine Schwanz-Attacke vollführen.
Die Level der 8 Welten gestalten sich recht abwechslungsreich und überzeugen durch ihr geniales Design. Zwar sind manche Passagen beim ersten Versuch kaum zu schaffen, aber unmotivierend oder unfair ist das Spiel selten. Von Wüstenleveln bis Eis-Welten ist nahezu alles zwischen Himmel und Hölle Erdenkliche vertreten und selbst mysteriöse fliegende Schiffe sind mit von der Partie. Die enorme Abwechslung, das ausgereifte Gameplay und der große Umfang von 80 Leveln sind die Gründe, warum Super Mario Bros. 3 bis heute als eines der besten Jump and Runs aller Zeiten gilt.
Ist Super Mario Bros. 3 spielerisch fast perfekt, fällt es technisch jedoch wenig spektakulär aus. Die zweckmäßige und wenig detaillierte Grafik lässt sich als knapp überdurchschnittlich bezeichnen und gleicht dem SNES-Remake aus Super Mario All-Stars fast wie ein Ei dem anderen. Die meisten Sprites scheinen 1:1 übernommen worden zu sein.
Von der soundtechnischen Warte gibt es hingegen kaum etwas zu bemängeln. Die Musik ist übernommen und immer noch hervorragend, technisch ist sie sogar etwas besser und klarer als die Super Nintendo-Variante. Besonders auffällig sind die hervorragenden neuen Sprach-Samples. Immer wenn Mario oder Luigi Items aufnehmen, in einen Abgrund stürzen oder ähnlich Erwähnenswertes geschieht, geben sie Sprüche in gebrochenem Englisch wieder, herrlich.
Neben Super Mario Bros. 3 packte Nintendo auch wieder die aufpolierte Version von Mario Bros. Classic auf die Cartridge. Diese fand schon in den anderen Portierungen Verwendung. Hier können sich bis zu vier Spieler gleichzeitig mit nur einem Modul! um Münzen und Schildkröten zanken. Der zeitlose Klassiker bietet leider nichts Neues und ist daher nur im Multiplayer-Modus interessant. Solo-Spieler befassen sich mit dem titelgebenden Super Mario Bros. 3. Auch dieses bietet, wie das Original, einen netten Mehrspieler-Modus. Abwechselnd können Spieler an einem GameBoy Advance die Level spielen - der eine mit Mario, der andere mit Luigi. Auf langen Zugfahrten ideal.
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