Gesamtwertung87%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Mit The Legend of Zelda: A Link to the Past erschien am 28. März ein Spiel, das ursprünglich auf dem Super Nintendo veröffentlicht und nun auf den Gameboy Advance portiert wurde. Doch wollte man es nicht bei einer simplen Konvertierung belassen, sondern spendierte den Fans zudem eine furiose Mehrspieleroption namens The Four Swords, welches aufgrund seines enormen Umfangs locker als eigenständiges Spiel durchgeht. Wir haben in unserem Test beide Spiele unter die Lupe genommen.
The Legend of Zelda: A Link to Past
Der Untertitel des Spiels könnte kaum passender sein da The Legend of Zelda: A Link to the Past ein Action-Adventure ist, das bereits im Jahre 1993 in nahezu unveränderter Form auf dem damals vorherrschenden Super Nintendo erschienen ist und bis heute als eines der besten Spiele auf diesem System gilt.
In der Neuauflage für den Gameboy Advance hat sich Nintendo mit Neuerungen sehr zurückgehalten, bis auf einige winzige Veränderungen gleicht der aktuelle Titel der originalen SNES-Version wie ein Ei dem anderen, Kenner des Originals werden sich also sofort heimisch fühlen. Da The Legend of Zelda: A Link to the Past bereits vor knapp zehn Jahren begeistern konnte und unter vielen Fans als der bisher beste Teil der Zelda-Chronologie gilt, muss eine direkte Konvertierung allerdings nicht unbedingt Negatives verheißen, da zumindest die jüngeren Spieler so die Möglichkeit erhalten, einen absoluten Klassiker wieder aufleben zu lassen. Dieses Mal verschlägt es den jungen Elfen Link wieder in das mystische Königreich Hyrule, wo er einmal mehr die Prinzessin Zelda retten muss.
Der böse Zauberer Agahnim hat die Macht im Königreich an sich gerissen, indem er den König in ein dunkles Verlies gesperrt und einen magischen Fluch über das Land gelegt hat. Links Aufgabe besteht nun darin, diesen Bann mit dem legendären Masterschwert zu brechen und Frieden über das Land zu bringen. Wer The Legend of Zelda kennt, der weiß, dass die Geschichte im Laufe des Spiels noch weit größere Ausmaße annimmt.
Wir wollen die Spannung jedoch nicht verderben und dieses Vergnügen den Spielern selbst überlassen Die Welt von Hyrule ist unterteilt in mehrere Gegenden, die sich von Klima und Einwohnerschaft stark unterscheiden und somit einiges an Abwechslung zu bieten haben. Link reist im Laufe des Spiels durch die einzelnen Landschaften des Königreichs, um das nötige Wissen und die Kraft für den Kampf gegen Agahnim zu erlangen.
Schwerpunkt auf seinem Abenteuer stellen die zahlreichen Dungeons dar, welche auf der ganzen Weltkarte verstreut sind. Diese folgen einem altbekannten Gameplay, so muss Link wie gehabt Rätsel lösen, Boxen verschieben und Schalter betätigen und langsam durch die einzelnen Spielebenen vordringen, bis er sich nach zahlreichen Kampfeinlagen mit fiesen Gegnern dem finalen Boss eines Dungeons gegenüberstellen kann. Auch wenn einzelne Herausforderungen dem Spieler einiges an Geschick abverlangen und nicht gerade durch einen niedrigen Schwierigkeitsgrad auffallen, so ist das Gameplay von The Legend of Zelda: A Link to the Past aufgrund seines sehr gut ausbalancierten Designs, einer spannenden Hintergrundgeschichte und dem unvergleichlichen Charme der Zelda-Serie immer äußerst spaßig und zudem die ganze Zeit über motivierend. Gepaart mit einer langen Durchspielzeit ergibt sich ein Erlebnis, das auch nach zehn Jahren kaum etwas an seiner Faszination verloren hat und sowohl alt und jung begeistern dürfte. Lediglich Kenner des Originals werden sich aufgrund mangelnder Innovationen fragen, ob sich ein Kauf wirklich rechtfertigt.
Damit jedoch auch die Veteranen unter uns zufrieden gestellt werden, hat sich Nintendo etwas ziemlich Einmaliges einfallen lassen, das den Spielspass auf dem Gameboy Advance in neue Höhen treiben dürfte. The Legend of Zelda: The Four Swords ist ein komplett eigenständiges Spiel mit neuer Geschichte, das allerdings bis zu vier Spieler gleichzeitig in die märchenhafte Welt von Hyrule sendet und somit Möglichkeiten für eine ganz neue Erfahrung offenbart. Die Story von The Four Swords spielt zeitlich in etwa parallel zu dem am 3. Mai auf dem Nintendo GameCube erscheinenden Spiel The Legend of Zelda: The Wind Waker.
Dieses Mal muss Link die Prinzessin Zelda aus den Händen des bösen Windmagiers Vaati befreien, allerdings scheint er dieser Aufgabe in diesem Abenteuer nicht allein gewachsen zu sein. Daher wird er durch die Kraft der vier Schwerter dupliziert, so dass nun bis zu vier Spieler gleichzeitig Kontrolle über einen Charakter in Form eines farbigen Link erlangen können.
Als Voraussetzung benötigt man lediglich ein paar Freunde mit einem Gameboy Advance und einem entsprechenden Spielmodul, und mittels eines Linkkabels kann das Abenteuer sofort beginnen. Intelligenterweise unterscheidet die CPU, wie viele Spieler denn nun gerade aktiv an einem Spiel beteiligt sind und passt das Spielgeschehen und die Aufgaben auf dem Bildschirm daran an.
Die vier verschiedenen Landschaften von The Four Swords folgen dem bekannten Zelda-Schema, man darf sich also auf reichlich Dungeons und entsprechendes Gameplay mit einem Mix aus Rätseln und Kampfsequenzen freuen. Dieses Mal benötigt man allerdings die Unterstützung seiner Freunde, um die meisten Herausforderungen bewältigen zu können.
So können viele Rätsel und Feinde nur durch gute Teamarbeit bezwungen werden, was den Spielspass merklich erhöht. Neue Items und die Tatsache, dass jeder Spieler nur einen Gegenstand tragen kann, machen eine Zusammenarbeit unerlässlich, da der Erfolg des einzelnen Spielers von dem Wohlwollen seiner Kollegen abhängt.
Jeder ist also von dem anderen abhängig, was mit den richtigen Freunden natürlich zu vielen lustigen Situationen führen kann.
Doch damit ist noch nicht genug, neben dem absolut spaßigen Gameplay von The Four Swords können im Mehrspielermodus einige Boni und Zusatzdungeons für den Einzelspielermodus in A Link to the Past frei geschaltet werden, umgekehrt verhält es sich ähnlich. Zudem soll die Cartridge Gebrauch von einer GameCube-GBA Linkfunktion machen, welche Auswirkungen dies haben wird, werden wir euch Anfang Mai in unserem Test von The Legend of Zelda: The Wind Waker berichten.
Am deutlichsten bemerkt man den Unterschied zwischen den beiden Spielen anhand der Grafik, da sich diese aufgrund des enormen Altersunterschiedes bei beiden Titeln anders präsentiert. Während A Link to the Past eine direkte Konvertierung des SNES-Originals darstellt und somit keine grafischen Verbesserungen enthält, wurde The Four Swords von Grund auf neu programmiert und an die technischen Fähigkeiten des Gameboy Advance angepasst. Zwar sieht der zehn Jahre ältere Titel für Handheldverhältnisse immer noch sehr respektabel aus, das aktuelle Multiplayerspiel kann jedoch durch bessere Sprites, kräftigere Farben und mehr Details stärker überzeugen und zählt sicher zu den grafischen Highlights des Gameboy Advance.
Soundtechnisch präsentieren sich beide Spiele im typischen Zelda-Stil, den meisten dürften die Melodien jedenfalls aus anderen Teilen der Serie bekannt vorkommen. Deren Kompositionen zählten schon immer zu den besten existierenden Soundtracks, dementsprechend können die einzelnen Stücke der Spiele auch auf dem Gameboy Advance überzeugen, zumal dessen Soundprozessor die wunderschönen Melodien des Originals authentisch wieder gibt.
The Legend of Zelda: The Four Swords setzt dem Ganzen noch die Krone auf, denn dieses Spiel stellt der eigentliche Kaufgrund für das Modul dar. Durch ein perfekt gestaltetes Gameplay macht es unheimlich Spaß, mit bis zu vier Spielern durch die Welten von Hyrule zu ziehen und das Böse zu bekämpfen. Wer Freunde kennt, die auch einen GBA und das Game besitzen, sollte unbedingt zugreifen, da sich so ein fantastisches und absolut lustiges Spielgefühl erleben lässt, das bereits alleine einen Kauf rechtfertigen würde.
The Legend of Zelda: A Link to the Past im Test.
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