Gesamtwertung83%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Die Wikinger sind bei Justgamers los! Wir haben mittlerweile die GameBoy Advance-Version erfolgreich durchgespielt und hierzu einen ausführlichen Testartikel verfasst. Ob Olaf, Erik und Baleog die fiesen Rätsel und Hüpfaktionen bewältigt haben? Wir decken auf. Wenn der Name Blizzard fällt, denken eingefleischte PC-Zocker sofort an Spielhits wie Warcraft III, Starcraft oder Diablo II. Doch vor all diesen Titeln hatte Blizzard auch ein paar Spiele für das SNES entwickelt. Diese älteren Titel erscheinen wieder als Classic Arcade Games für den Gamboy Advance. Das erste Spiel dieser Reihe, das neu aufgelegt wurde heißt The Lost Vikings. Ob Blizzard es geschafft hat, den Spielwitz des Klassikers auf Nintendos Handheld zu zaubern, erfahrt Ihr in den folgenden Zeilen.
Intergalaktischer Zoo
Ein ganz bestimmter Tag im Jahr ist etwas ganz besonders für die Einwohner eines kleinen Wikingerdorfes. Das jährliche Erntedankfest wird gebührlich durch Wettkämpfe, Spiele und reichliche Festessen gefeiert. Neben den ganzen Spielen war die Jagd das wichtigste für große und starke Wikinger am ganzen Tag. Ein Wettstreit begann, wer wohl das meiste Wild für das nächtliche Festmahl fangen würde? Als die Jagd begann stürzten sich alle in den Wald, auf der Suche nach einer guten Beute, außer drei Wikinger Namens Olaf, Baleog und Erik. Da sie etwas außerhalb des Dorfes wohnen, stießen sie später hinzu und haben schließlich die Jagd gewonnen, was abends gebührlich gefeiert wurde. Währendessen steuerte ein Raumschiff des intergalaktischen Zoobesitzers Tomator auf die Erde zu, der auf der Suche nach ein paar neue Exemplare für seinen Zoo war. Nach kurzer Zeit fielen ihm drei Wikinger auf, die besonders stark sind und die perfekt in seine Sammlung passen würden. Nachts, als sie schliefen, teleportierte er sie aus ihren Betten und versuchte sie auf sein Schiff zu hohlen.
Doch wegen eines Kurzschlusses materialisierten sie sich irgendwo in den Gängen seines Schiffes wieder. Jetzt versuchen sie einen Weg durch die verzwickten Irrwege des Schiffes nach Hause zu finden.
In The Lost Vikings hat der Spieler die Aufgabe die drei entführten Wikinger in einem strategisch angehauchtem Jump´n Run nach Hause zu bringen. Der Spieler kommt nur am Levelende an, wenn er die Fähigkeiten der Wikinger kombiniert und vereint einsetzt. Erik der Flinke ist wie der Name schon sagt der Sprinter in der Truppe und kann sehr schnell laufen und als einziger Springen, um so höhergelegene Schlüssel oder andere Gegenstände einzusammeln.
Nach einem längeren Spurt kann er seinen betonharten Schädel dazu verwenden um durch Mauern zu brechen. Leider hat er keine Möglichkeit sich zu verteidigen oder anzugreifen. Das ist ganz anders bei Baleog der Schreckliche, denn dieser Typ übernimmt die Rolle des beinharten Knochenbrecher, der kurzen Prozess mit allen Gegnern macht. Neben seinem Schwert, das hervorragend für den Nahkampf geeignet ist, hat er noch einen Bogen zur Verfügung der Gegnern auf Distanz den Gar ausmacht.
Schließlich gibt es dann noch Olaf der Starke, der ein Art Obelixtyp ist. Er ist etwas rundlich und verfressen und trägt ein großes Schild, mit dem er feindlichen Beschuss ablocken kann, um so seine Kameraden zu beschützen. Zusätzlich kann er sein Schild als eine Art Gleitschirm einsetzen, um größere Abgründe überwinden zu können. Auch Erik zieht Vorteile aus Olafs Schild, da er als zusätzliche Plattform dient um auf höhere Ebenen zu gelangen, die er von alleine nicht erreichen könnte. Jeder Charakter hat auch ein Inventar in dem er Gegenstände aufbewahren kann, die die Gesundheit verbessern oder zum Weiterkommen im Level dienen.
Wie es sich für einen starken Wikinger gehört, sterben sie nicht, sobald sie von einem Gegner getroffen werden, sondern besitzen eine Energieleiste, die man sich im Inventar anschauen kann. Ist einer Eurer Wikinger mal verletzt, geht es im nach einer Tomate oder ähnlichen Frucht gleich wieder besser. Ohne Teamwork läuft in The Lost Vikings gar nichts. Das heißt, Ihr startet zu Beginn jedes Levels mit allen drei Wikingern zwischen denen Ihr mit einem Druck auf die L- oder R-Taste wechseln könnt.
Verliert Ihr einen Eurer Mannen, so könnt Ihr das Level nicht mehr beenden, da alle das Levelende erreichen müssen. So bleibt euch nur noch die Neustartfunktion. Dies ist besonders ärgerlich wenn Ihr euch kurz vor einem Ausgang befindet und für einen kurzen Moment nicht aufpasst und einer der Wikinger in einen Abgrund stürzt. Da die späteren Levels sehr kniffelig und langatmig sind, sorgt dies für den einen oder anderen Frustanfall, der Euch dazu verleitet, in Euren GBA zu beißen.
Ihr müsst sehr bedacht vorgehen und nicht den Fehler machen mit einem Charakter losziehen zu wollen und dann die anderen nachzuhohlen. Baleog ist zwar sehr gut für den Kampf geeignet, kann aber feindlichen Schüssen oder Angriffen nicht ausweichen. Dann ist es praktisch, wenn man Olaf an seiner Seite hat, der die Angriffe mit seinem Schild abwehrt und Baleog sicher aus der Deckung heraus feuern kann.
Neben all diesen Fertigkeiten ist es auch möglich spezielle Items einzusammeln, die die Lebensenergie verlängern oder eine Superbombe, die sämtliche Gegner auf dem Bildschirm beseitigt. Insgesamt stehen dem Spieler 41 Levels, die es zu erkunden gibt, zur Verfügung. Grafisch sieht The Lost Vikings solide aus, wurde aber technisch nicht überholt. Trotzdem sehen die Wikinger detailliert aus, die nicht ganz zu den faden Hintergründen passen. Die bunten Welten unterstützen die witzige Jump´n Run Atmosphäre. Früher sah das Spiel noch sehr gut aus, kann aber nicht mehr ganz mit aktuellen Titeln mithalten. Das kunterbunte Hüpfspektakel wird durch einen groovigen Sound und passende Soundeffekte unterstützt.
The Lost Vikings im Test.
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