Lange erwartet, jetzt ist es da. Was Sie bei Grand Theft Auto IV erwartet und ob es wirklich so gut ist, wie alle hoffen lesen Sie in unserem Spieletest.
Das hier ist wirklich GTA, aber nicht wie wir es kennen. Das Erzähltempo ist langsamer, der Realismus erhöht. In einem Wort: Gefährlich: Gefahr begegnet uns, wenn wir in der Rolle des Niko Detective McReary begegnen, der uns mit den Worten warnt „Du tust mir Gefallen, nicht umgekehrt!“. Gefahr umgibt uns, wenn wir in die Kanzlei Goldberg, Ligner, Shyster spazieren, um uns mit einem der „Senior Partner“ zu treffen. Und sogar die Chuzpe haben, an der Rezeption nach ihm zu fragen. Gefahr schlägt uns ins Gesicht, wenn die Hölle losbricht, nachdem wir dem Typen dann aus nächster Nähe erschossen haben. Manchmal müssen wir eben tun, was wir tun müssen.
Inzwischen dürfte jeder GTA Fan im Bilde sein, wie der Plot des aktuellen Spiels aussieht. Wir schlüpfen in die Rolle von Niko Belic, einem kürzlich in Liberty City angekommenen Immigranten. Ihm wurde der amerikanische Traum versprochen, aber nachdem die Versprechen sich in Luft auflösen, kehrt auch er unfreiwillig zu seinen halbseidenen Wurzeln zurück. Sein Cousin Roman hat ihn angelogen, damit er Niko ins Land bekommt. Denn Roman ist hoch verschuldet und benutzt sein Taxi-Unternehmen, um seinen „Freunden“ „Gefallen“ zu erweisen. Und jetzt steckt Niko mittendrin.
Auch im vierten Teil spielt Gewalt wieder eine zentrale Rolle, aber diesmal wurde sie kunstvoll in den Spielzusammenhang verwoben. GTA IV wirkt, trotz der vielen Anspielungen und Wortwitzen, erwachsener. Trotz der oberflächlichen Gangsterattitüde, wenn Niko seinen Waffenhändler aufsucht, oder Kofferaum-Geschäfte erledigt, wird klar, dass er diesem Lebenstil höchst unwillig gegenüber steht.
Die früheren Trailer haben schon einen kleinen Eindruck davon gegeben, wie gut GTA IV ausschaut. Wir können inzwischen bestätigen, dass das nicht nur in den Videos der Fall ist. Liberty City fühlt sich lebendig an, enorm, wie eine millionenschwere Hollywoodproduktion. Und in dieser gegenwärtigen Version von Pseudo-New York nutzt Niko genau dieselbe Technologie und Transportmittel auf die wir auch im Alltag vertrauen. Seine alltägliche Routine organisiert er über sein Handy – er kann Telefonate ignorieren oder auch nicht, zurückrufen, wenn es ihm in den Kram passt oder einfach nur Fotos machen und in seinem Kalender Meetings speichern. Im Multiplayer-Modus soll dem Handy eine zentrale Rolle zufallen – allerdings gibt Rockstar dafür noch keine Details raus. Das Transportmittel der Wahl ist das Taxi, in dem er seltene Momente der Ruhe genießen kann.