Gesamtwertung81 %/10 |
GrafikUngenügend Sound8 |
Lanzeitspaß7 Spieleinstieg7 |
Bedienung8 |
Bleach: Dark Souls ist mehr als ein normales Beat'em Up. Es beginnt bei der Möglichkeit, in den 2D-Arenen vom Vordergrund in den Hintergrund zu wechseln, um so beispielsweise vor gegnerischen Angriffen zu fliehen. Neben allerhand Kombos spielen die so genannten Geisterkarten eine große Rolle. Ihr stellt euch vor dem Kampf aus Deck aus zehn Karten zusammen - finden sich nach vielen Kämpfen - und kriegt anschließend jeweils vier auf dem Touchscreen angezeigt. Aktiviert ihr sie, löst ihr verschiedene Effekte aus: HP-Regeneration, erhöhte Abwehr oder auch stärkere Angriffe. Natürlich ist und bleibt Bleach dabei im Kern ein rassiger Prügler. Darum gruppiert sich jedoch eine saftige Mischung der unterschiedlichsten Variationen. Es beginnt bei der wirklich gut erzählten Story, die zwischen den ersten beiden Seasons der Animeserie spielt. Anstatt stumpf zehn Kämpfe nacheinander auszufechten und dann das Ende zu sehen, bewegt ihr euch auf einer kleiner Karte von Kampf zu Kampf und wählt selbst, wie es wo weiter geht. Natürlich gibt es auch hier Schlüsselkämpfe, aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel. Neben normalen VS.-Kämpfen tretet ihr öfter mal - trotzdem immer in den Arenen - gegen eine Überzahl (schwächerer Monster) an, sammelt von oben herab fallende Gegenstände oder spielt Fangen mit einem ziemlich flinken Charakter.
Standardmäßig steht der Schwierigkeitsgrad auf "normal", was für blutige Anfänger eine ziemliche Herausforderung darstellen dürfte - anspruchsvoll, aber immer fair! Einfacher wird es da eine Schwierigkeit drunter, mit der auch junge Kämpfer schnell an Erfolge kommen. Ziemlich praktisch ist die halbautomatische Steuerung, bei der die CPU das Blocken übernimmt. Dadurch könnt ihr zwar einige der Spezialmanöver nicht mehr ausführen, was im Gegenzug aber zum Training motiviert.
Drei Angriffstasten, zwei zum Ausweichen und Ebenenwechsel, sowie eine Block-Funktion. Wer auf klassische Beat'em Up-Action steht, darf auf den Touchscreen komplett verzichten. Wem das "oben, unten, zwei mal links und dann X" für einen Spezialangriff nicht so liegt, für den ist der Touchscreen interessant. Hier kriegt ihr acht Icons für die Zusatzangriffe angezeigt, die ihr bequem per "touch" aktivieren könnt. Ausschließlich über den unteren Bildschirm können die Geisterkarten benutzt werden.
Bleach bietet im Multitplayermodus für jeden etwas. Vier Spieler können jeweils mit einem eigenen DS inklusive Modul im vollen Funktionsumfang gegeneinander spielen. Ist nur ein Modul vorhanden, dürfen die anderen drei per Downloadfunktion dennoch spielen. Lediglich die Optionen sind hier ein wenig begrenzt und der Verbindungsaufbau dauert etwas länger. Über Wi-Fi Connection habt ihr die gleichen Möglichkeiten, wobei sogar schon Spieler online zu finden sind. Die Verbindungsgeschwindigkeit ist jedoch sehr durchschnittlich und nagt stellenweise arg an der Spielgeschwindigkeit.
Die Animesprites in den Dialogen stechen heraus und stehen der Serie in nichts nach. Alle Charaktere sind anständig animiert, haben mehr als eine Hand voll Animationsphasen, kämpfen aber mit dem NDS-typischen Pixelchen. Gleiches gilt für die Arenen, die einfach nicht so recht über dem Durchschnitt rutschen wollen. Spezialangriffe sind nett in Szene gesetzt, auch wenn sie beispielsweise bei den Naruto-Titeln eine Ecke spektakulärer aussehen.
Ein cooler rockiger Kampfscore und ordentlich eingespielte Sprachausgabenschnipsel sind das, was Prügelfans sich unter einer Soundkulisse vorstellen dürfen. Stets dominieren die Soundeffekte, die Melodien nicht-störend im Hintergrund. So stöhnen die Kontrahenten vor sich hin, Monster hauchen quiekend ihr Leben aus und jeder Schwertstreich schneidet hörbar die Luft.
Selbst als Nicht-Kenner bietet Bleach: Dark Souls eine Menge Spaß. Natürlich taucht man nicht einmal ansatzweise so tief in die Geschichte ein, wie es Fans der Serie vermutlich tun, aber dank "Vorspulbutton" und jeder Menge cooler Kämpfer ist das kein Hindernis. Gerade die Variationen der Aufgaben und das tiefgehende Gameplay lassen viel Platz für ordentlich "Skilltraining". Hat man genug vom Einerlei des Singleplayermodus, darf gemütlich über Wi-Fi getobt werden. Spielerisch ist es sehr anspruchsvoll und bis ich mich einigermaßen geübt nennen durfte, vergingen viele Stunden Mankos? Wenige. Größtes ist wohl die durchschnittliche Optik. Hier hat man auf dem NDS schon besseres gesehen. Diese Titel können an allen anderen Ecken mit Bleach aber (wenn überhaupt) gerade so mithalten.
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Bleach: Dark Souls im Test.
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