Gesamtwertung72 %/10 |
GrafikUngenügend SoundUngenügend |
Lanzeitspaß7 SpieleinstiegUngenügend |
BedienungUngenügend |
Abgesehen von EA Sports Fight Night sind Boxspiele heutzutage rar gesät. Don King Boxing lechzt nun nach einem Stück vom großen Verkaufskuchen und dürfte zumindest eine kleine Ecke abkriegen. Im standardmäßigen Editor erstellt ihr einen eigenen Boxer und schickt ihn gegen knapp 30 lizenzierte Kämpfer in 21 Arenen in den Kampf. Neben der Karriere gibt es ein schnelles Spiel und einen lustigen Trainingsmodus, der euch mit vier Minispielen unterhält. Aus der Ego-Perspektive vollführt ihr über de Touchscreen Jabs, Uppercuts und Haken. Entscheidend sind Timing und Angriffstakt, was ohne Übung etwas schwer fällt. Geht ihr K.O., wird der Bildschirm rot und ihr müsst ihn mit dem Touchscreen frei wischen.
Durch den Ring tänzelt ihr mit dem Steuerkreuz, geblockt wird mit der L-Taste. Alle anderen Aktionen werden mit dem Stylus durchgeführt. Der Bildschirm ist virtuell in vier Bereiche geteilt. Tippt ihr nach oben recht, gibt es einen Jab zu dieser Seite. Zieht ihr den Stylus auf der linken Seite von unten nach oben, folgt ein Uppercut. Wird der Stift von links nach rechts gezogen, erfolgt je nach Höhe - Kopf oder Unterkörper - ein Haken zum entsprechenden Körperteil. Gleiches gilt für den Block, dessen Position mit dem Stylus bestimmt. Ähnlich ist bei jeder Variante, dass eine recht hohe Präzision erforderlich ist. Gerade beim Blocken muss ihr die Schlagrichtung korrekt vorausahnen, um nicht doch getroffen zu werden.
Die Steuerung mag auf den ersten Blick sehr eingängig wirken, ohne das richtige Timing und ein geübtes Auge ist gegen die CPU kein Sieg zu holen. Nach der ein oder anderen Sparringsrunde und interaktiven Erklärungen kloppt ihr aber munter auf euren Kontrahenten ein.
Keine Überraschungen gibt es im Multiplayermodus. Drahtloses Multikartenspiel für zwei Spieler wird unterstützt mit den üblichen Optionen. Onlineuntersützung sucht ihr vergebens, was angesichts des ansonsten recht spaßigen Gameplays nebst Mitspielermangels schade ist.
Ein guter Musikscore im Menü - vorneweg Eye of the Tiger - und eine mittelmäßige englische Sprachausgabe sind in Ordnung. Die Soundeffekte während der Kämpfe beschränken sich auf Schläge und die Rufe der Zuschauer, wobei die Atmosphäre insgesamt etwas zu steril bleibt.
So etwas wie prachtvoll sind allein die Gegner und eure beiden Arme. Der passende Körper dazu wird gar nicht animiert, sodass sie in der Luft schweben, wenn ihr schlagt. Zuschauer und Umgebungen sind ziemlich detailarm und wirken antiquitiert. Dafür sind die Schlaganimationen und Bewegungen des Gegners in Ordnung.
Einfach ist Don King Boxing nicht. Bis die Reaktionszeit stimmt und die krampfhafte Haltung des Nintendo DS mit einer Hand in Fleisch und Blut übergegangen sind, vergehen einige Knockdowns. Spaßig ist es aber auf jeden Fall, zumal die Auswahl mit weit über 20 Kämpfern und knappen zwei Dutzend Arenen ansehnlich ist. Der allgegenwärtige "Ghetto-Style" muss einem als virtueller Boxer dabei einfach gefallen. Wer auf dem NDS einen anständigen Boxer sucht, macht mit Don King Boxing nichts falsch.
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Don King Boxing im Test.
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