Gesamtwertung65 %/10 |
Grafik7 SoundUngenügend |
LanzeitspaßUngenügend SpieleinstiegUngenügend |
BedienungUngenügend |
Als angehender Kerkermeister ist es eure Aufgabe, einen kuscheligen Dungeon für allerlei Monster zu bauen, damit sie sich wohl fühlen und euch mit ihrer Anwesenheit beglücken. Die Dungeonfläche selbst ist in Quadrate eingeteilt, die ihr je nach Belieben zu Wegen umgestaltet oder mit Räumen bestückt. Letztere nennen sich Möbel, locken jeweils eine besondere Monstersorte an und lassen sich im Dorf kaufen. Nervig ist, dass ihr nur zwei Hand voll Aktionen in einem Rutsch machen dürft. Dann ist eure MP leer und ihr müsst wieder an die Oberfläche zu eurem Haus und schlafen. Ihr müsst zwar nicht laufen, da das Dorf nur aus Symbolen besteht, auf die ihr klicken müsst, aber das ewige Bauen/Schlafen/Bauen stört den Spielfluss ungemein. Erfahrungspunkte gibt es nicht. Stattdessen sammelt ihr Rezeptzutaten, mit denen sich einzelne Attribute steigern lassen.
Den Stylus benötigt ihr nicht. Gespielt wird nur über die Tasten. Das Spielgeschehen läuft dabei auf dem oberen Screen ab. Der untere dient zur Anzeige von Statusinformationen, der Dungeonkarte und beispielsweise den Hitpoints der Gegner.
Dungeon Maker macht als Rollenspiel das falsch, was eigentlich verboten gehört. Die Kämpfe gegen die normalen Gegner sind anspruchslos, viel zu einfach und stellen keine Herausforderung dar. Tiefgang besteht nur in der Wahl zwischen normalen Angriff, Magieangriff oder einigen Itemzaubern, die ihr im Laden kaufen dürft. Außer Essenszutaten und vermeintlich doofen Items gibt es zudem nichts zu gewinnen, was die Kampfmoral in den Keller schickt. Dann angekommen beim ersten Endgegner wendet sich das Blatt: nach zwei bis drei Schlägen ist es aus für euch, während ihr selbst gefühlte 50 Treffer landen müsst. Ausbalanciert sieht anders aus. Dungeon Maker ist nur etwas für echte Rollenspielfans.
Im Ruinenkerker dürft ihr selbst gebastelte Dungeons mit einem Freund teilen. Direkt zusammen spielen könnt ihr dabei nicht. Es werden lediglich die Daten des Kerkers getauscht, durch den ihr dann stapfen dürft. Leider klappt das ganze nicht per WiFi-Verbindung. Es muss jemand mit einem zweiten Spiel in der Nähe sein.
Die schnörkellose Aufmachung steht Dungeon Maker ganz gut. Klare Linien und Strukturen, klassische dunkle Kerker und Charaktersprites während der Gespräche im Animelook. Der Blick von oben auf das Geschehen ist in Ordnung und lässt noch genügend - soweit vorhanden - Details erahnen. Die Kämpfe sind etwas zu eintönig geraten und lassen Farbe und Effekte vermissen. Ihr seht nur die Gegner vor euch und betrachtet das Geschehen aus den Augen des Helden. So fehlen leider richtige Charakteranimationen, während sich die Animationen der Gegner bei jedem Schlag wiederholen.
Klassische, ruhige Rollenspielmelodien mit Dudelcharakter begleiten euch vom Dorfplatz aus in die Geschäfte, bis hin zum Dungeon und zurück. Soundeffekte werden spärlich eingesetzt. Ihnen fehlt es gerade in den Kämpfen an Präsenz. Bedeckt im Hintergrund ist der Sound so ganz in Ordnung.
Dungeon Maker ist ein sehr oberflächliches Rollenspiel mit einer guten Idee und einer schwachen Umsetzung. Die Kämpfe sind so dynamisch wie ein Spanferkel am Spieß, das nervige rauf/runter/rauf/runter wurde nicht zu Ende gedacht und das Sammeln von Kochzutaten anstatt Erfahrungspunkten ist irgendwie auch nicht das Gelbe vom Ei. Wer sich hardcoremäßig auf alle Rollenspiele stürzt, die es auf dem NDS so gibt, der kann mit Dungeon Maker einige Stunden Spielspaß erwarten und wird vielleicht sogar glücklich damit. Alle anderen schauen sich lieber mal die Konkurrenz an.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
Dungeon Maker im Test.
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