Gesamtwertung80 %/10 |
Grafik8 Sound7 |
Lanzeitspaß8 Spieleinstieg8 |
Bedienung7 |
Schon auf dem ersten Blick fällt die auffällig ähnliche Grafik zu Animal Crossing auf. Die Charaktere treten wieder in Form von Tieren oder Gegenständen auf (so ist der Schuldirektor zum Beispiel eine Sonne), die mit riesigen Köpfen und kleinen Körperchen durch die Welt stapfen. Lauft Ihr mit Eurem eigenen Charakter durch Wälder, die Stadt oder durch Höhlen, so bewegt sich die Welt unter Euch wie eine Erdkugel weg. Auch das ist bereits aus Animal Crossing: Wild World bekannt. Darüber hinaus ist die gesamte Spielwelt sehr bunt gehalten worden und lädt zum Durchstöbern der großen Flächen ein. Eine Stadtkarte bestätigt uns, dass die Umgebung in Enchanted Folk and the School of Wizardry wesentlich größer ist von der Fläche betrachtet. Wirklich viel mehr zu sehen als in Animal Crossing gibt es dennoch nicht, da sich einfach alle Häuser und Einrichtungen in der Fantasiewelt weiter verstreuen. Sollten an einigen Plätzen, wie in der Stadt oder auf dem Schulhof mehrere Charaktere stehen und gleichzeitig mehrere Häuser dargestellt werden müssen, ruckelt das Geschehen kurzzeitig vor sich hin. Allerdings ist der Grafikchip des Nintendo DS mit der 3D-Welt auch sicher gut beschäftigt.
Da Enchanted Folk and the School of Wizardry ohnehin sehr auf niedlich getrimmt ist, ist auch der Soundtrack des Spiels sehr fröhlich und begleitet Eure Unternehmungen im Spiel beschwingt. Auch die merkwürdige Sprachausgabe aus Animal Crossing wurde hier nachgeahmt. Eure Schulkollegen brabbeln in einer unverständlichen Fantasiesprache vor sich hin, so dass man nicht nur das Gefühl hat, immer nur lange Textboxen zu lesen. Die Stimmen können aber auch schnell auf die Nerven gehen. Wer Gebrabbel à la Okami oder Animal Crossing nicht aushalten kann, wird nicht darum herum kommen den Sound auszustellen.
Ihr könnt wahlweise mit den Buttons oder mit dem Touchscreen des Nintendo DS steuern. Das läuft auch soweit völlig ohne Probleme ab. Von Anfang an habt Ihr Zugriff auf viele Menüunterpunkte, die Euch zu Beginn des Spiels nicht viel bringen und eher Verwirrung stiften. Aber keine Sorge, später wird in Ihnen alles sehr ausführlich aufgelistet, wie zum Beispiel die einzelnen Zaubersprüche oder Partner mit denen Ihr die Welt zusammen unsicher machen könnt. Wollt Ihr mal eine Shoppingtour machen, müsst Ihr allerdings teilweise sehr lange Laufwege auf Euch nehmen und häufige Ladezeiten bei Szenenwechseln machen diesen Umstand nicht gerade besser.
Ihr beginnt das Spiel in einer selbst benannten Schule. Hier geht Ihr in den Unterricht um Magie zu erlernen, denn in Enchanted Folk and the School of Wizardry ist es das A und O seine Zauberkünste zu verbessern. Euer Zauberstab verwandelt sich sogar je nach dem in eine Schaufel, Angel oder einen Insektenkercher. Richtige Beschwörungen werden spätestens dann nötig, wenn Ihr neue Areale in Eurer Umgebung finden wollt. Wie in seinem großen Vorbild ist die Uhrzeit in Eurer Stadt genau an die Uhrzeit ausgerichtet, die Euer Nintendo DS eingestellt hat. Ihr könnt Euch den Unterricht auf verschiedene Uhrzeiten legen, damit Ihr Euren eigenen Zeitplan nicht nach dem Spiel richten müsst. Auch sind nur begrenzt viele Unterrichtsstunden am Tag möglich, was auch dringend nötig ist, damit man nicht nach einem Tag alle Lektionen gelernt hat. Die Motivation längere Zeit täglich Enchanted Folk and the School of Wizardry zu spielen, wird also aufrecht erhalten. Je mehr Zauber Ihr erlernt, umso umständlicher wirkt aber leider die Benutzung dieser über das Menüsystem. Für jeden Zauber muss man verschiedene Symbole hintereinander anwählen und immer längere Ketten basteln. Das ist nicht nur zeitraubend, sondern muss auch noch jedes mal von vorne gestartet werden, wenn man sich bei der Eingabe vertan hat. Bedenkt man, dass dieser Animal Crossing-Klon eher mal was für zwischendurch ist, denn andernfalls werden die Tätigkeiten einfach langweilig, so hätte das Magiesystem wesentlich anwendungsfreundlicher ausfallen müssen.
Enchanted Folk and the School of Wizardry richtet sich spielerisch vor allem an Kinder oder Fans von Animal Crossing. Alles wird Schritt für Schritt gezeigt und erklärt, die Unterrichtseinheiten dienen nicht nur als Tutorial, sondern sind auch sehr unterhaltsame Momente, wo Ihr Euch die Anerkennung Eurer Mitschüler und Lehrer erarbeiten könnt. Fast alle anderen Gameplayelemente sind ansonsten schon aus dem Vorbild bekannt und erfordern wenig Einarbeitung.
Auch beim Multiplayer-Modus gibt sich Konami große Mühe Animal Crossing in nichts nach zu stehen. Über die Freundescodes könnt Ihr Euch mit Freunden in einer anderen Stadt treffen - und das sowohl online als auch im Ad-Hoc-Modus. Mit einem Partner lassen sich einige kleine Rätsel leichter lösen und massig Gegenstände eintauschen, die Ihr bislang nicht in Eurer Welt getroffen habt. Sogar Austauschschüler halten danach schon einmal Einzug in den Städten jener, die sich Online getroffen haben um anschließend an Ihrem Wohnort Neues aus der anderen Stadt zu erzählen.
Das größte Lob an Nintendo ist wohl, wenn selbst große Namen wie Konami sich Ihrer mittlerweile ausgelutschten Spielkonzepte bedienen. Erstaunlich ist in solchen Momenten aber vor allem, dass Nintendo nicht einmal den Zeigefinger gegenüber diesem dreisten Animal Crossing-Klon erhebt. Hut ab für Nintendos Gleichgültigkeit und Konamis Mumm einen leicht verbesserten Klon eines Nintendo-Verkaufsschlagers auf eben einem Handheld von Big N zu veröffentlichen. Und tatsächlich bietet Enchanted Folk and the School of Wizardry mit seinen kleinen Neuerungen gegenüber Animal Crossing den Anreiz für Fans der Lebenssimulationen, den sie in Animal Crossing seit den Tagen des Gamecubes vermisst haben. In den Unterricht gehen und Zaubern lernen, neue Areale mit dem Paar-Feature untersuchen, seine Studentenbude neu einrichten und in der Stadt shoppen gehen. Das macht wieder viel Spaß, bis Ihr dann letztendlich alle 1000 Gegenstände und Zauber gefunden habt. Aber bis dahin dauert es eine ganze Weile.
Mach Dir einen Namen im Dark Orbit. Allein oder mit Verbündeten wagst Du Dich in weit entfernte Sternen- systeme vor und kämpfst um 10.000 € zum Spiel...
Enchanted Folk and the School of Wizardry im Test.
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