Gesamtwertung35 %/10 |
GrafikBefriedigend SoundAusreichend |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegAusreichend |
BedienungGut |
Im Grunde hegt man bei einem Strategie-Spiel nie die Hoffnung, dass der Titel mit seiner Grafik an Fotorealismus nahe heran kommt. Und insbesondere auf dem schwachbrüstigen Handheld Nintendo DS drückt man gerne beide Augen zu, obwohl man bereits wunderschöne Titel wie Anno: Erschaffe eine neue Welt zu sehen bekommen hat. Aber die grafische Darstellung von Great Empires Rome ist schon als dreist zu bezeichnen. Winzige Symbole zieren den Touchscreen, so dass man nur mit einigem Fingerspitzengefühl eine Stadt anwählen kann. Die pixelige Umgebung ist für unsere Augen ein Grauen, die Animationen der Kämpfer in den Echtzeitkämpfen ein schlechter Witz und dazu kommen in den Gefechten auch noch Ruckler, wenn Ihr über den Kampfschauplatz scrollen wollt.
Ähnlich wenig Mühe hat man sich bei der gesamten Gestaltung des Soundtracks gegeben. Meistens gibt es schlichtweg gar keine Musik. Nämlich während Ihr Gebäude baut, über die Weltkarte spaziert oder Truppen zusammenstellt. Einzigartige Stille, abgesehen von ein paar wenigen Soundeffekten und nervigen Sprachsamples, die kein Mensch der Welt richtig verstehen kann. So gestalten sich die Aktivitäten im Spiel noch dröger als sie im Endeffekt schon sind. Ob die Lieder in den Kämpfen dann Dynamik in Great Empires Rome bringen sollen? Wir wissen nur so viel: Da Ihr ohnehin keinerlei Eingriffe in die Kämpfe vornehmen könnt, freut Euch nicht zu früh über die kulturell angehauchte Sounduntermalung.
Wer auch immer für dieses Teufelswerk verantwortlich war, hat vermutlich noch nie ein gutes Strategiespiel gespielt. Anders kann man sich die umständliche Handhabe nicht erklären. Für die simpelsten Informationen muss man sich erst einmal in die Tiefen der Menüs hinein finden. Gut, dass Great Empires Rome ein Rundenstrategie-Spiel ist, sonst könntet Ihr Euch nicht halb so lange in den Menüs verkriechen, wie Ihr müsstet, ohne vom Gegner nieder gewalzt zu werden. Durch die pixelige Grafik, verklickt Ihr Euch auch ständig beim Versuch eine Eurer Städte zu betreten. Sobald es später um größere Gebiete geht, in denen Ihr Reiche einnehmt, scrollt Ihr unentwegt über die Karte, ohne einen der Pixelhaufen von einem anderen unterscheiden zu können.
Das Spielprinzip von Great Empires Rome unterscheidet sich keineswegs von dem jeglicher anderer Strategiespiele. Ziel ist die Eroberung der Welt. Dazu startet ihr eine von sechs Kampagnen, in denen Ihr die Konkurrenz versucht auszuschalten. Wie Ihr dabei vorgeht, bleibt im Grunde Euch überlassen, wirklich häufig die Wahl lässt Euch dieser DS-Titel aber nicht, da die Möglichkeiten recht eingeschränkt sind. Ihr startet mit einer ersten eigenen Stadt, in der Ihr Ressourcen benötigt um Soldaten und Vermögen zu produzieren. Die einzigen Ressourcen sind allerdings Holz, Erze und Nahrung. Eine Wirtschaftssimulation kommt also unter Garantie nicht auf. Ihr arbeitet Euch nun mit aufgestellten Truppen immer weiter vor zu anderen Reichen, greift deren Stadt an oder bietet Ihnen durch Allianzen die Zusammenarbeit an. Dann könnt Ihr die fremden Städte zwar nicht direkt erobern, habt aber auch keinen Feind, der Euch im Weg steht. Erobert Ihr mit einem starken Heer den Feind, ist er ausgelöscht und Ihr gewinnt zudem auch jegliche Ressourcen, die Euren Gegner am Leben erhalten haben. Gestärkt könnt Ihr zu weiteren Kämpfen ziehen. Die Schlachten gestalten sich allerdings reichlich monoton. So führt Ihr die Heere nicht persönlich an, sondern könnt höchstens die Gruppenzusammenstellung und die Formierung beeinflussen. Natürlich müsst Ihr vorher die Stärken und Schwächen jeder Gruppeneinheit bedenken. Bauern haben zum Beispiel keine Chance gegen starke gegnerische Legionäre. Ihr zieht Euch also durch Eure Ressourcen am besten erst einmal starke Soldaten heran. Im Kampf lehnt Ihr Euch letzten Endes einfach nur zurück und schaut zu, da Ihr wie bereits erwähnt, keinerlei Einfluss mehr auf die Leistungen Eurer Recken habt.
Great Empires Rome ist eines dieser Spiele, in denen Anfänger schnell überfordert sind. Das Tutorial klärt zwar über Kleinigkeiten auf, verschont Euch aber nicht davor, lange Texte zu wälzen und anschließend ohne Beispiel im Regen stehen gelassen zu werden. Die ersten Gefechte sind anstrengend, weil man sich noch durch massig Menüs suchen muss. Die Anleitung ist hierbei leider auch kaum eine Hilfe, weil man in ellenlangen Texten nach Hinweisen suchen muss, wie man nun bestimmte Probleme löst. Bilder sind auch hier größtenteils Fehlanzeige. Spätestens wenn man dann in den richtigen Kampagnen den pikanten Schwierigkeitsgrad serviert bekommt, verlässt Euch jegliche Motivation sich in dieses Rundenstrategiespiel wirklich mehr zu vertiefen.
Die Vielfalt im Genre "Echtzeitstrategie" ist auf dem Nintendo DS stark eingeschränkt, dennoch kann ich wohl mit Sicherheit behaupten, dass ich bisher kein schlechteres Spiel dieser Art auf dem Handheld spielen durfte. Danke, Black Bean, für eine neue Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Aber jetzt wüsste ich gerne, wie man solchen Unfug programmieren kann. Durch die verwirrende Menüführung mit zig verschiedenen undurchschaubaren Symbolen, wird Euch schon einmal ein einfacher Einstieg verwehrt. Dann schlagen die Gegner auch noch knüppeldick zurück, wenn Ihr sie angreift. Taktik ist hier Fehl am Platz. Quantität vor Qualität lautet die Devise. Und das haben sich die Entwickler bei dem Spiel gleichermaßen gedacht. Viele Kampagnen, kleine Minispielchen, viel Gewusel auf dem Kampffeld... aber das ist eben leider nicht alles was benötigt wird um ein gutes Rundenstrategiespiel zu programmieren.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
Great Empires Rome im Test.
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