Gesamtwertung46 %/10 |
GrafikMangelhaft SoundBefriedigend |
LanzeitspaßMangelhaft SpieleinstiegMangelhaft |
BedienungUngenügend |
Hello Kitty: Big City Dreams richtet sich allein schon vom Look her eher an Kinder und Fans der Franchise. Die Grafik ist detailarm, kommt aber immerhin in 3D daher, obwohl die Knuddelkatze häufig behäbig ruckelnd über den Display läuft. Dabei ist die Umgebung nur dermaßen begrenzt begehbar, dass man sich fragt, warum das Spiel solche Probleme mit der Framerate hat. Die Minispiele laufen flüssig und ohne Probleme, aber zu welchem Preis? Hier wurde nämlich fast ausnahmslos auf 2D-Grafik gesetzt, die auf GBA-Niveau daherkommt. Fans stört das nicht, da Hello Kitty: Big City Dreams sich vom Grafikstil sehr nah an der Original-Serie orientiert und Kinder werden die bunte Stadt lieben.
Was sollen wir Euch über die Musik eines Spiels sagen, die einfach nur nervig und unkoordiniert vor sich hin läuft? Genau, schaltet sie ab! Die Soundeffekte, die für manche Minispiele sinnvoll sind, wollen wir aber gerne behalten. Leider geht das nicht, da Hello Kitty: Big City Dreams kein Optionsmenü hat und lediglich am Nintendo DS selbst der Ton geregelt werden kann. Der Spieler muss hier in den sauren Apfel beißen und entweder die qualvollen Düdelmelodien im Endlos-Loop ertragen oder gar ganz auf den Sound verzichten. Wir entscheiden uns für letzteres.
Kitty bekommt von Ihren Eltern eine Wohnung in der Großstadt. Mit dem Zug reist Ihr zu Eurem neuen Wohnort und bezieht ein kleines Zimmer. Der Katze gefällt das Penthouse im dritten Stock vom ersten Moment an aber viel besser und somit ist es an uns das nötige Kleingeld, in Form von Freundschaftspunkten, für Kitty zu sammeln. Diese Punkte erhalten wir durch 15 Minispiele, die in der Welt von Hello Kitty: Big City Dreams verteilt sind. Ihr müsst Euren Freunden bei allerlei Tätigkeiten helfen. Zum Beispiel putzt Ihr Autos, macht Fotos auf dem Ententeich oder helft im Restaurant aus. Die Minispiele sind in ihrer Form alle schon aus anderen Spielen bekannt und überzeugen zwar durch Abwechslungsreichtum, werden aber mit der Zeit doch etwas langweilig. 15 Minigames sind etwas wenig und die offene Stadt eignet sich durch ihre abgesteckten Pfade nicht für längere Erkundungstouren. Der Preis für die Penthouse-Suite ist so niedrig, dass dieses Spielziel nach einer Stunde erreicht wurde und danach eigentlich nur noch einige Sammelgegenstände, wie Kleidung und neue Einrichtungen, motivieren das Modul in den DS zu schieben. Auf einen Mehrspielermodus hat Empire Interactive verzichtet.
Nach erfolgreicher Wahl der Sprache, befindet Ihr Euch auch schon mehr oder weniger im Spiel. Ein nettes kurzes Intro erklärt die Umstände dieser Minispiele-Sammlung. Andere Figuren aus Hello Kitty, wie Chococat, Cinnamoroll oder My Melody zeigen Euch die wichtigsten Orte. Die Minispiele selbst werden aber nicht alle vorher erklärt, was das ein oder andere Mal bei nicht ganz eindeutigen Spielen für Verwirrung sorgt. Meistert Ihr die kurzen Aufgaben nicht auf Anhieb, bekommt Ihr trotzdem direkt eine weitere Chance und könnt jedes Minispiel so häufig starten wie Ihr wollt. Da fließen die Freundschaftspunkte nur so, vor allem da der Schwierigkeitsgrad so niedrig ist, dass Ihr die vorgegebenen Highscores schnell knackt. Erwachsene Spieler sind von Anfang an unterfordert und selbst die Kinder haben jedes Minispiel nach wenigen Minuten durchschaut.
Selbst für die ganz kleinen Spieler ist der Anspruch bei der Steuerung gleich null. Außer das Steuerkreuz und der A- oder B-Taste benötigt Ihr keine Buttons um Hello Kitty: Big City Dreams heil zu überstehen. Der Touchscreen-Einsatz empfiehlt sich für ein paar Minispiele, da so wesentlich bessere Highscores aufgestellt werden können. Andererseits steuern sich zum Beispiel die Tiere in dem Spiel "Rattenrennen" wesentlich einfacher mit dem Steuerkreuz, da Berührungen mit dem Stylus etwas verzögert angenommen und umgesetzt werden. Die Menüs in Big City Dreams fallen sehr einfach aus, was auch kein Wunder ist, denn es gibt so gut wie keine Menüs. Das Speichermenü ist neben Eurem Briefkasten wohl das einzige Menü, was Ihr größtenteils erblicken könnt.
Es stimmt bedenklich, dass Hello Kitty: Big City Dreams mit dem Vollpreis von 39,95 Euro im Laden steht. Zugegeben, jüngere Kinder haben mit der simplen Minispiele-Sammlung ihren Spaß. Aber alle Spieler, die älter als zehn Jahre oder nicht gerade absolute Hardcore-Fans der Franchise sind, dürften schnell merken, dass der Umfang ziemlich dürftig ist und Ihr eigentlich eine Art Animal Crossing mit Hello Kitty-Charakteren bekommt. 15 Minispiele sind auf die Dauer etwas langweilig, da Ihr ein paar der Minispiele erst freischalten müsst und das Spielziel von Big City Dreams viel zu schnell erreicht wird. Die Grafik ist eher zweckmäßig, wird Kinder oder Fans der japanischen Katze aber mit Sicherheit ansprechen, da das Design getreu der Vorlage gehalten wurde. Der Sound ist allerdings so limitiert, dass Ohrenstöpsel angebracht sind. Das hätte auch der GBA besser hinbekommen. Darüber hinaus ist es schade, dass die Minispiele alle wenig Gebrauch von den Fähigkeiten des DS machen.
Mach Dir einen Namen im Dark Orbit. Allein oder mit Verbündeten wagst Du Dich in weit entfernte Sternen- systeme vor und kämpfst um 10.000 € zum Spiel...
Hello Kitty: Big City Dreams im Test.
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