Gesamtwertung45 %/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßGut Spieleinstieg7 |
Bedienung7 |
Warum vermeintlich schlechte Spiele letztlich auch immer schlecht sind, bleibt wohl ein Geheimnis der Entwickler. Fakt ist, dass Mein Make-Up (bekannt aus der TV-Werbung) für knapp 29 Euro schlicht überteuert ist. Ihr erstellt aus vorgefertigten Bauteilen ein mehr oder minder hübsches Gesicht, mit dem ihr fortan viel Spaß haben sollt. Spielerisch wird wenig geboten. Macht eurem Püppchen ein Make-Up durch auswählen einer Gesichtspartie, Farbe und Pinsel und malt drauf los. "Verwöhnt" euren virtuellen Charakter mit einer Gesichtsmaske (Funktioniert wie das Make-Up-Auftragen) oder verschönert sie mit einem Facepainting. Zumindest etwas wie Interaktionen bringen virtuelle Freunde ins Spiel. Von ihnen kriegt ihr Nachrichten à la "Schmink mich bitte wie ein Vampir", was ihr auch prompt machen dürft. Wer noch andere Freundinnen findet, die das Spiel haben, darf kabellos ein Avatar inklusive virtueller Fotos tauschen.
Beim Lehrgang bringt euch ein Text aus dem Off die Steuerung bei und erklärt die Funktionen der Malpalette. Da ihr keinen Stress habt, keinen Leistungsdruck und sich die Möglichkeiten im rahmen halten, dürfen selbst ganz ganz (ganz) kleine Prinzessinnen munter losspielen.
Die Bedienung über den Touchscreen ist gar nicht so schlecht - wobei es auch eine Kunst gewesen wäre, hier einen Fehler einzubauen. Große Schaltflächen, freihändiges Malen mit viel Freude und übersichtliche Paletten nebst Menüs sind brauchbar und in Ordnung.
Auf Musik wurde gleich ganz verzichtet. Die Zahl der Soundeffekte lässt sich an einer Hand abzählen, wobei das spektakulärste noch das Geräusch eines feuchten Knutschers ist. Irgendwann habt ihr aber selbst davon genug.
Das zarte, allgegenwärtige Rosa ist für kleine Mädchen mit Sicherheit der Hingucker. Irgendwo hin müssen ihre Blicke aber auch schweifen, denn die grafische Güte der Gesichter, die ihr schminken dürft, ist überaus bescheiden. Keine Animationen, starr dreinblickende Pseudoschönheiten und wundervolle "Ich habe das Bild mit Photoshop irgendwo rausgeschnitten"-Kanten, die selbst Käufer dieses Spieles nicht verdient haben. Prädikat: Mehr Sorgfalt bitte!
Natürlich lässt sich von "so einem" Spiel nicht viel erwarten, aber warum können die Entwickler nicht wenigstens mal versuchen, ein gutes Spiel zu machen? Die Idee, einen digitalen Schminkkasten zu entwerfen, ist ja nicht schlecht, aber wenn spielerisch einfach nichts geboten wird, was in irgendeiner Form interessant ist, dann sind 29 Euro zum Fenster rausgeworfen. Warum keine Story? Warum keine alternativen Spielmodi? Schönheitswettbewerbe? Accessoires für den Kopf zum Kauf? Eine kleine Stadt, in der man ein paar Minispiele spielen kann? Es wäre so einfach, so viel mehr aus dem Titel zu machen. Mein Make-Up sollten wirklich nur kleine rosa Mädchen mit rosa Brillen kaufen.
Mach Dir einen Namen im Dark Orbit. Allein oder mit Verbündeten wagst Du Dich in weit entfernte Sternen- systeme vor und kämpfst um 10.000 € zum Spiel...
Mein Make-Up im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von Oxygen Interactive?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.