Gesamtwertung78 %/10 |
GrafikUngenügend Sound8 |
LanzeitspaßUngenügend SpieleinstiegUngenügend |
Bedienung7 |
Metal Slug 7 kann den großen Erwartungen nicht gerecht werden. Ohne Neuerungen - von der Combat School einmal abgesehen - scheinen die Entwickler an allen Ecken und Kanten wenig Fortschritte gemacht zu haben. Das Gameplay ist klassisch geblieben. Sechs Charaktere, sieben Level, drei Schwierigkeitsgrade, ein Haufen Continues und gegnerischen Feuer wohin ihr blickt. Durch die 2D-Areale ballert ihr euch durch unzählige Gegner, die sich ebenso fleißig wehren und euch mit jedem Treffer ins Nirvana schicken. Soweit so gut. Vergessen hat Entwickler Ignition, den namengebenen Slugs - stark bewaffnete Walker, Panzer, Mechs und Co. - ein neues Gesicht zu geben. Sie sind vorhanden, aber wenn das spannendste ein großer Walker im AT-ST-Style ist, können Fans nur enttäuscht sein. Fast schon fahrlässig ist der Verzicht auf einen Multiplayerpart. So zieht Metal Slug 7 seine Motivation ausschließlich aus Highscorejagd und der neuen Combat School, in der ihr 80+ (noch schwerere) Einzelaufgaben à la finde alle Items ohne zu sterben erfüllen dürft.
Der Stylus kommt praktisch nicht zum Einsatz - nur beim Scrollen der kleinen Übersichtskarte ist er von Nutzen. Ansonsten scheucht ihr die Metal Slug-Crew mit wenigen Tastendrücken über den Schirm, wechselt die Waffen, werft Handgranaten und führt die Spezialangriffe der Charaktere aus. Überaus wertvoll ist die Dauerfeuer-Option. Ansonsten haben weder die Tasten des DS noch eure Finger Spaß am Spiel.
Trotz einem herben Schwierigkeitsgrad ist Metal Slug 7 dank unzähliger Continues selbst für Anfänger geeignet. Habt ihr einen Level geschafft, dürft ihr jederzeit (auch nach eurem Ableben) danach mit dem nächsten wieder weitermachen. Die Combat School ist nichts für Weicheier, aber das war die Serie noch nie. Schade, dass auf eine Art Tutorial verzichtet wurde. Alle Infos zieht ihr aus der Anleitung oder aus eurer Übung.
Die kunterbunte Grafik zeigt nach wenigen Spielminuten ihre Schwäche. Übersichtsprobleme heißt das Stichwort und die sind bei einem Spiel, bei dem es auf jeden Pixel und jede gegnerische Pistolenkugel ankommt, ein Genickbruch. Wenn neben euch ein viertel Dutzend Feinde zu Boden geht, über euch zwei Hubschrauber kreisen und in den Ecken noch Soldaten mit Jetpacks ihre Raketen loswerden, ist es zwar beeindruckend, Übersicht bleibt aber keine, was nicht selten im Tod endet. Zudem kämpft Metal Slug 7 mit heftigen Slowdowns bei stärkerem Gegneraufkommen.
Viel Geballer, ein paar Explosionen, wieder Geballer, einige Schreie, erneute Explosionen... Ansonsten typisch nichtssagendes Hintergrundgebimmel im Japanstyle. Zu besonderen Anlässen gibt es als Sahnehäubchen ein paar Sprachsamples.
Metal Slug 7 ist nicht schlecht, lässt aber alte/frische Ideen vermissen. Nach zwei Stunden (dank vieler Continues) hat selbst der größte Anfänger das Ende gesehen und kann von nun an nur noch auf Highscore-Jagd gehen oder sich den Masochismus hingeben. Das (für die Serie) beinahe schon prüde Gameplay ohne Gimmicks und einfallsreicher Slugs wird nur die wenigstens Fans richtig zufrieden stellen. Dass ein Multiplayerpart fehlt, ist praktisch unverzeihlich. Es wäre so, als würde es ein "Single Player only"-FIFA geben. Hinzu kommen Probleme bei der Übersicht, die den Spieler öfter ins Gras beißen lassen, als ihm lieb sein kann. Schade, denn so bleibt Metal Slug 7 nur eine durchschnittliche Wertung.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
Metal Slug 7 im Test.
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