Gesamtwertung63 %/10 |
GrafikUngenügend SoundMangelhaft |
LanzeitspaßMangelhaft SpieleinstiegUngenügend |
BedienungUngenügend |
Geschichte und Gameplay von Naruto: Ninja Council 2 lassen sich schnell auf einen Punkt bringen. Belanglos und unfair. Die Story um Orochimaru und das Oto-Quartett wird so oberflächlich erzählt, dass sie Serienfans immer fremd bleiben wird - und wer die Serie kennt, hätte vielleicht Spaß an was Neuem gehabt. Zu Beginn wählt ihr einen aus fünf steuerbaren Charakteren, den ihr fortan durch die 2D-Level scheuchen dürft, nebst zwei inaktiven, die euer Dreierteam vervollständigen. Diese sind gespickt mit vielen, teilweise wieder auftauchenden Feinden, Fallen, die ihr erst viel zu spät entdeckt, und Löchern, für die dasselbe gilt. Die Aircontrol ist miserabel, sodass ihr öfter mal neben eine Plattform hüpft. Trifft euch ein Gegner, werdet ihr zurück geschleudert und erlangt erst wieder Kontrolle, wenn ihr irgendwo aufkommt - was dazwischen passiert, ist den Entwicklern egal gewesen. Bei Levelhalbzeit gilt es ein kleines Minispiel zu absolvieren. Am Ende trefft ihr dann auf einen Endgegner, der euch, solltet ihr besiegt werden, wieder ganz zum Anfang schickt.
Lässt man die unbrauchbare Kollisionsabfrage und die fehlende Aircontrol einmal außen vor, ist die Steuerung gar nicht so schlecht. Aber da es nur einen Sprung, einen Schlag- und einen Knopf für Wurfgeschosse gibt, wäre alles andere auch peinlich gewesen. Spezialattacken der beiden inaktiven Teammitglieder aktiviert ihr über den Touchscreen.
Die Warnung "Nur für Hartgesottene" würde viel Frust ersparen. Erklärungen zur Steuerung gibt es nur rudimentär. Über die Schwächen im Gameplay tröstet das auf keinen Fall hinweg - gerade das nicht vorhandene Continue-System ist der Todesstoß für die Motivation junger Spieler und im Jahre 2008 nicht mehr zeitgemäß.
Das Up-Speed-Gedudel nervt auf Dauer etwas. Die Soundeffekte sind typisch für ein Beat em Up und wiederholen sich auf Dauer ständig. Warum nicht mal etwas Abwechslung? Eine Sprachausgabe gibt es nicht - nicht einmal während der Cutscenes. Schade, denn so bleiben die bissigen Dialoge der Serie auf der Strecke.
Die Animationen der Charaktere und die bildschirmfüllenden Spezialattacken sind im Gegensatz zum Rest ein echter Hingucker. Flüssig, rund und perfekt animiert tretet ihr den Gegnern in die Magengegend und hüpft durch die Gegend. Beim Leveldesign geht alles Lob aber gleich wieder flöten. Trist, öde und ohne Abwechslung sieht irgendwie alles gleich aus.
Freigegeben ab sechs Jahren? Wenn die Entwickler ein so unfaires und kurzes Spiel wirklich an 6jährige verkaufen möchten, dann verliere ich den Glauben an das Gute im Menschen. Immerhin ist es für knapp 23 Euro zu haben, besser wird es dadurch aber nicht. Das ständige Springen ins Ungewisse, das verdammte Rückprallen von Gegnern (ebenfalls ins Ungewisse) und die unfairen Endgegnerkämpfe sind nicht zu entschuldigen. Würde es nicht Naruto sein, könnte man meinen, Tomy hätte ein 2D-Jump&Run für alte Zockerprofis gemacht, die wieder einmal über ihren Frust triumphieren wollen. Aber so? Kaufempfehlung: Nein, danke.
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Naruto: Ninja Council 2 im Test.
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