Gesamtwertung80 %/10 |
Grafik7 Sound7 |
Lanzeitspaß8 SpieleinstiegUngenügend |
BedienungUngenügend |
Wer kennt sie nicht: Phineas und Ferb. Kaum sind die Sommerferien da, haben sie nur Unsinn im Kopf. Ihr Plan: die coolsten Attraktionen im eigenen Garten zu bauen. In der Nachbarschaft geht es auf die Suche nach allerlei Teilen für Fahrzeug und Rennstrecke. Dafür wühlt ihr mit dem Touchpen im Dreck, öffnet Kisten und erklimmt mit Koop-Manövern neue Areale. Sind alle Teile gefunden, baut ihr sie in kleinen Minispielen zusammen. Ist auch dies geschafft, schwingt ihr euch hinter das Steuer der Fahrzeuge und geht auf die Jagd nach Bestzeiten. Neben der Achterbahn errichtet ihr später unter anderem eine Monstertruckstrecke oder eine Wasserrutsche. Einziger Gegner ist Schwester Candace, die euch bei Mutter verpetzen möchte. Ist die Candace-Anzeige voll - steigt kontinuierlich, etwas stärker bei Koop-Manövern - müsst ihr in einem kleinen Pac-Man-ähnlichem Minispiel gegen sie antreten.
Die Verknüpfung von Touchscreen und Tastensteuerung ist nur teilweise gelungen. Ohne Touchscreen könnt ihr weder mit Leuten quatschen, noch mit Gegenständen interagieren. Sobald ihr also irgendetwas anstellen wollt, müsst ihr umständlich umgreifen. Dafür gibt es sogar eine kleine Mikrofonunterstützung und allerhand Minispiele, die sich mit Bravour steuern lassen.
Selten sind Anleitungen so übersichtlich wie bei Phineas and Ferb. Immerhin gibt es ein ausführliches Tutorial, dass euch Schritt für Schritt bis zur ersten Achterbahn begleitet. Etwas mehr Text in irgendeiner Form zum Nachlesen wären dennoch schön gewesen, um nach längeren Spielpausen das Gedächtnis auffrischen zu können.
Als 3D-Sidescroller mit vielen Kameraschwenks sieht Phineas and Ferb richtig gut aus. Der Stil erinnert hat einen Touch von Cel-Shading, bleibt der TV-Serie aber stets treu. Erfrischend ist der kunterbunte Look, der auf den kleinen Bildschirmen blendend funktioniert. Auffällig ist einzig ein allgegenwärtiges Flimmern, das den Gesamteindruck trübt, den jungen Spielern aber ziemlich egal sein dürfte. Technisch sauber ist es aber nicht.
Sprachausgabe gibt es nur sporadisch, die Hintergrundmelodien zwar variantenreich, aber insgesamt zu ähnlich, um nicht monoton zu klingen. Zudem müssen die kleinen Spieler so allerhand Text über sich ergehen lassen. Entschädigung bringen die Soundeffekte. Nah an der Serie scheint es einen riesigen Pool zu geben, aus dem die Entwickler schöpften. Sogar kleine Gimmicks à la veränderter Laufgeräusche nach dem Upgrade eurer Treter sind vorhanden.
Ich kannte Phineas and Ferb nur flüchtig, war aber gleich vom Spiel begeistert. Oft bekommen TV-Adaptionen lieblose Umsetzungen, selten so ausgereifte wie in diesem Falle. Die Kombination der Gameplayelemente ist gelungen und wird die jungen Spiele eine ganze Weile vor den NDS fesseln. Technisch gefiel vor allem die Farbenvielfalt nebst anständiger 3D-Engine plus hervorragende Soundeffekte. Dass sich einige Elemente recht bald wiederholen, fällt kaum auf, zumal immer mit einem Auge auf die Zielgruppe geschielt werden sollte. Für Fans eine deutliche Empfehlung.
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Phineas und Ferb im Test.
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