Prince of Persia: The Fallen King

Review
Plattform
Vertrieb
Ubisoft
Entwickler
Ubisoft
Erscheinungsdatum
-
Genre
Action
USK
6
Prince of Persia: The Fallen King

Gesamtwertung

73 %/10

Grafik

8

Sound

Ungenügend

Lanzeitspaß

7

Spieleinstieg

7

Bedienung

8

Prince of Persia: The Fallen King

Schön anzuschauen

Die Grafik ist auf den ersten Blick sehr schön gelungen, was vor allem an dem schönen 2,5D-Stil liegt. Die Modelle sind in 3D gehalten, während Ihr Euch immer nur auf 2D-Pfaden durch die recht linearen Levels bewegt. Mit der Grafik der "großen" Konsolen-Versionen hat Prince of Persia: The Fallen King nicht mehr viel zu tun, hat man doch die Optik für das Handheld-Format zurecht gestutzt. Geblieben ist die Comic-ähnliche bunte Optik, die den Prinzen in knuffigen Posen auf den Bildschirm zaubert. Die Animationen sind ähnlich sauber gelungen wie beim damaligen Original für den Dos-Rechner, wirken aber insgesamt wesentlich niedlicher auf Euch, weil der Held des Spiels sehr tollpatschig und süß durch die Levels hüpft. Nur ein paar wenige Clippingfehler stören beim Anbetracht der ansonsten ausgezeichneten Animationen.

Exotisch, aber kaum abwechslungsreich

Die orientalischen Klänge dürfen bei solch einem Wüsten-Setting natürlich nicht fehlen. Insgesamt vermissen wir allerdings die Abwechslung zwischen den Stücken. Nur in wenigen Levels unterscheiden sich die Lieder voneinander. Ein wenig inspiriertere Lieder würden zu einer besseren Atmosphäre der vielen Höhlen und Wüsten-Levels beitragen. In den meist recht kurzen Stages mag daher nicht die richtige Stimmung aufkommen.

Displayfolien bewähren sich

Auffällig ist die Steuerung bei Prince of Persia: The Fallen King, welche nämlich komplett über den Touchscreen funktioniert. In den 2D-Levels tippt Ihr vor den Prinzen, damit dieser den Weg entlang rennt. Was auch immer Ihr gerade machen wollt, tippt Ihr meistens irgendwo auf den Bildschirm. Displayfolien sind für dieses Spiel auf jeden Fall anzuraten, weil jede Aktion durch Antippen ausgeführt wird. Der Bildausschnitt ist immer groß genug um Fallen in den Levels vorzeitig zu entdecken und bis auf ein paar hektische Situationen habt Ihr mit der recht eintönigen Touchscreen-Steuerung keine Probleme, auch wenn die Steuerung auf Zuschauer merkwürdig wirken wird. Ihr wollt einen Gegner vermöbeln? Tippt ihn an. Ihr wollt unter einem Felsen hinwegrollen? Ein Tipper auf das Display und der kleine Prinz rollt über den staubigen Boden. Sprünge sind da ebenso keine Ausnahme.

Was Helden eben so tun

Der Gott Ahriman hat scheinbar nichts besseres zu tun, als die Welt, wie so viele andere Bösewichte auch, in die Dunkelheit zu stürzen. Unser Prinz von Persien kann da natürlich nicht tatenlos zusehen und geht dem Übel auf dem Grund. Ein Magier namens Zal begleitet Euch durch das Abenteuer und unterstützt Euch durch seine Magie um Objekte, größtenteils hüpft Ihr aber in traditioneller Jump 'n' Run-Manier durch enge Gänge und manipuliert Plattformen zu Euren Gunsten. Eine dunkle Substanz zieht sich durch die Spielwelt und Zal vermag diese zu Pattformen zu verzaubern, so dass Ihr auch entlegene Orte auf der Weltkarte erreichen könnt. Die Kämpfe sind dagegen eher einfallslos geraten. Klotzige Gegner stellen sich Euch in den Weg und werden durch weiteres Antippen mit dem Schwert bearbeitet. In den Levels gibt es auch einige Münzen zu sammeln, die Ihr benötigt um Eintritt zu manchen Stages zu erlangen. Habt Ihr einen Level geschafft, betretet Ihr über eine Oberweltkarte und könnt auch mal an Abzweigungen einen alternativen Weg betreten um zum Ziel zu gelangen. Das bedeutet konkret fantasievollen Endgegnern entgegen zu treten, die aber alle nur wenig Strategie benötigen, da die K.I. nicht gerade schlau ist.

Helfende Hand

Bei Prince of Persia: The Fallen King fühlt man sich anfangs etwas zu sehr ins Getümmel geschmissen. Der Schwierigkeitsgrad ist zwar durchweg niedrig, aber eine gute Einführung zur Story gibt es nicht und die meisten Textsequenzen sind schwer zu verstehen. Nicht, dass die Story für ein Jump'n'Run essentiell wichtig wäre, so fühlt man sich aber dennoch nie wirklich zugehörig zur Welt des Prinzen. In den ersten Levels wird Euch die Steuerung des Spiels allerdings gut vermittelt, so dass kaum Fragen offen bleiben und vieles klärt sich auch durch Eure eigenen Experimente mit der Umgebung. Erfahrene Jump'n'Run-Spieler werden aber nur wenige Neuerungen vorfinden, die sie an Ihre Grenzen treiben, da das Gameplay alles in allem wenig hergibt.

Fazit

Wenn die PS3 und Xbox 360 schon mit Prince of Persia versorgt wurden, fehlt halt noch ein angemessener Handheld-Teil, den Ubisoft uns nun mit Prince of Persia: The Fallen King liefert. Gemeinsamkeiten dürft Ihr nicht erwarten, denn bis auf die ähnliche grobe Rahmenhandlung, werdet Ihr natürlich nicht viel wiedererkennen. Spielerisch bekommen wir es mit einem Jump'n'Run zu tun, das sich gänzlich auf den Touchscreen verlässt. Das funktioniert recht gut, auch wenn es schnell eintönig wird. Verbringt Ihr einige Zeit mit diesem Handheld-Spiel, ist die Meinung letztendlich zwiespältig. Die Jump'n'Run-Einlagen sind gut gelungen, die Technik überzeugt so an sich auch. Dennoch vermisst Ihr wirklich gute Neuerungen und das Spiel verkommt zur Belanglosigkeit. Regelmäßig mal ein Ründchen mit dem Prinzen auszugehen, macht aber dennoch Spaß. Nur auf die Dauer kann das Abenteuer leider nicht motivieren.

Prince of Persia: The Fallen King

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