Gesamtwertung89 %/10 |
Grafik8 SoundUngenügend |
Lanzeitspaß9 Spieleinstieg9 |
Bedienung9 |
Saint-Mystère ist prinzipiell in einzelne Bildschirme aufgeteilt, auf denen ihr munter drauf losklicken dürft. So sprecht ihr mit Charakteren oder findet in auffälligen Objekten (beispielsweise der Turmuhr) versteckte Rätsel, Hinweismünzen oder andere witzige Objekte, mit denen sich die Dauerrätsel im Menü (aus gefundenen Sachen einen Roboterhund zusammensetzen bzw. ein Gemälde vervollständigen) angehen lassen. Die Bedienung der Rätsel ist logisch und perfekt zu handeln. Die Handschriftenerkennungen funktioniert wunderbar und sollten zum Lösen der Aufgaben einmal Notizen nötig sein, dürft ihr sie auf den unteren Bildschirm kritzeln.
Mit Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf hat Level 5 ein Paradebeispiel in Sachen "Simpel aber super" geschaffen. Eingeladen von dem Reinhold Clan ins beschauliche Dörfchen Saint-Mystère, macht sich Prof. Layton samt Sidekick Luke auf, das Rätsel um das Testament des kürzlich verstorbenen Barons zu lösen. Von Schauplatz zu Schauplatz klickt ihr euch in bester Adventure-Manier über den Touchscreen, sprecht skurrile Charaktere an und bekommt so insgesamt 135 Rätsel gestellt. Die Breite der gestellten Aufgaben variiert dabei so stark, dass es niemals langweilig wird. Von einfachen Logikaufgaben à la "Lege zwei Streichhölzer so um, dass aus den fünf Quadraten vier werden", über Kistenschieberätsel, bis hin zu richtig kniffligen Denkaufgaben der Sorte "Setze die fünf verschieden alte Personen so an einen Tisch, sodass die Nachbarn stets mindestens zwei Jahre auseinander liegen". Kommt ihr einmal nicht weiter, könnt ihr für Hinweismünzen bis zu drei Tipps kaufen. Überaus nett ist die Möglichkeit, sich jede Woche ein neues Rätsel per WiFi herunterladen zu können.
Richtig zum Tragen kommt der wunderhübsche Zeichentricklook natürlich in den hochaufgelösten Zwischensequenzen. Im Spiel dann machen die (teilweise animierten) Standbilder aber keine viel schlechtere Figur und entführen euch ein stimmungsvolles Dörfchen. Qualitätsmängel gibt es nur in einigen Rätsel, bei denen Bilder beispielsweise schlecht kopiert aussehen oder Ausschnittkanten zu sehen sind.
In der Selbstdarstellung beschreibt sich der Sound als "herrliche Musik", was durchaus nicht zu viel versprochen ist. Schmeichelnde Klänge, ruhig und wohltuend für die Ohren. Mit einem kleinen Manko, das sich Dauerschleife nennt. Habt ihr zum ersten Mal acht Minuten auf ein Rätsel gestarrt und dabei die Musik genossen, entscheidet ihr euch besser für die tonlose Variante. Bei Stille rätselt es sich einfach entspannter. Lob verdient die Sprachausgabe im besten britischen Englisch - leider nur während der Cutscenes!
Was die Navigation durch das idyllische Fleckchen Erde angeht, helfen ausführliche Erklärungen über die ersten Minuten hinweg. Die Schwierigkeit der Rätsel variiert naturgemäß stark von Fall zu Fall. Nicht bei allen sind die Erklärungen zur Vorgehensweise eindeutig dargelegt, was per se aber schon zum Rätsel gehört - aufmerksames Lesen ist eine Grundvoraussetzung zum Lösen der Aufgaben. Umso komfortabler ist aber die Speicherfunktion: natürlich kann jederzeit gespeichert, zudem bekommt ihr aber auch beim erneuten Anschalten des NDS die bis dahin relevanten Ereignisse im Kapitel noch einmal präsentiert. Auf verlorenen Posten, was es als nächstes zu tun gibt, steht ihr nie.
Nach der unüberschaubaren Flut an Gedächtnistrainern in allen erdenklichen Kombinationen bringt Level 5 mit Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf endlich wieder frischen Schwung in die grauen Gehirnzellen. Das Knobeln vor der charmanten Hintergrundgeschichte macht süchtig und hält euch stundenlang vor dem Nintendo DS - genau das richtige, wenn es draußen kräftig schneit! Wie gut jeder mit den Rätseln zurecht kommt, lässt sich nicht pauschalisieren, zumal viele Leute ein Teil der Rätsel bestimmt kennen - nur ob das auch auf die Lösung zutrifft, ist eine andere Frage. Mit den Hinweismünzen in rauer Menge (beim dritten Tipp wird die Lösung praktisch verraten) dürfte es aber jeder mit etwas Grips schaffen. Der größte Schwachpunkt, der sich bei Professor Layton findet, wurde bisher aber noch nicht angesprochen: Selbst bei einem Neustart bleiben die Rätsel stets die gleichen. Zufällige Variationen gibt es nicht! Damit ist der Wiederspielwert nach 130 Rätsel leider Null. In diese Bresche springt WiFi-Funktion, die hoffentlich über viele viele Monate fleißig neue Rätsel liefert.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf im Test.
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