Gesamtwertung85 %/10 |
Grafik8 Sound9 |
Lanzeitspaß7 Spieleinstieg7 |
Bedienung9 |
Wenn sogar Beyoncé Knowles ihren DS aus der Handtasche kramt, dann hat Nintendo wieder einmal ein glückliches Händchen bewiesen. Rhythm Paradise heißt das kleine neueste Wunderwerk für Gelegenheitsspieler. In über fünfzig Rhythmusspielen gilt es Gefühl zu zeigen und im richtigen Moment auf den Touchscreen zu tippen oder zu "schnippen" (einmal mit dem Stift über den Touchscreen fahren). So betankt ihr Roboter im Takt, beschießt Alieninvasoren, spielt Tischtennis, singt im Chor oder klatscht mit einer Affenbande im Takt. Was einfach klingt ist schwer zu meistern und dermaßen eingängig, dass Nintendos Touch! Generation begeistert in die Luft springt. Für herausragende Leistungen sammelt ihr Medaillen, mit denen ihr Songs für ein Gitarrenminispiel in der Bonussektion frei schalten könnt.
Gehalten wir der DS wir ein Buch. Gespielt wird ausschließlich über den Touchscreen, wobei ihr meistens eine Mischung aus "tippen" und "schnippen" benutzt. Auf ein bestimmtes Zeichen - meistens eine Änderung im Takt - gilt es eine vorher festgelegte Bewegung zu machen. Ähnlichkeiten zu Wario Ware sind nicht von der Hand zu weisen, wobei Rhythm Paradies den Schwerpunkt viel deutlicher auf die Verknüpfung von Musik und Touchpenbenutzung setzt, zumal es vom selben Entwicklerteam kommt.
Entweder Rhythm Paradise links liegen lassen oder üben, üben und immer wieder üben. Vor jedem Minispiel könnt ihr optional an einem Tutoral teilnehmen, in der ihr ohne Zeitdruck und unter fachmännischer Anleitung an die Aufgabenstellung heran geführt werdet. So ganz klar wird durch die Erklärungen in Textform zwar nicht immer, was zu tun ist, aber böse Blicke von den anderen Affen, die mit euch klatschen sollen, bei jedem falschen Tippen und ein klein bisschen Gehör für die Eigenart der Musik helfen Wunder.
Stilsicherheit herrscht allerorts, sei es nun bei den Chorknaben in Strichmännchenoptik oder dem Minimal-3D beim Tischtennis. Egal ob knallig psychedelisch oder ruhig mit wenigen Farben. Da aber der Takt ausschließlich über die Musik wieder gegeben wird, solltet ihr euch nicht verwirren lassen. Dass Wario Ware hier irgendwo Pate stand, ist unverkennbar, wobei Rhythm Paradise noch einmal eine ganze Ecke "abgedrehter" daher kommt.
Japano-Pop-Sternchen Mitsuo Terada alias Tsunku hat zu Rhythm Paradise die beeindruckend pfiffig flotte Soundkulisse geschaffen. "Addictive and catchy" nennen sie die Entwickler und süchtig machen ist in diesem Falle wörtlich zu nehmen. Was bei Space Channel 5 oder Gitaroo Man von dem "normalen" Spieler noch müde belächelt wurde, ist mit Rhythm Paradise plötzlich massentauglich. Was hier an Effekten, Taktvarianten und Melodien aufgefahren wird, reicht locker aus, um das Gameplay zu tragen. Lobenswert: alle Sprachsamples wurden für die deutsche Version übersetzt!
*tipp* *schnipp* *tipp* Rhythm Paradise wird die Gemüter spalten. Für die eine Hälfte tödlich langweilig und höchstens ein kleiner Happen für die Mittagspause, lockt Nintendo wieder einmal die Leute vor den Nintendo DS, die Mario für den Pizzaboten um die Ecke halten. Der Hype, der um solche Spiele gemacht wird, mag unverständlich sein. Es ist ohne Frage ein ziemlich gutes Spiel. Es ist aber genauso wenig perfekt. Kein Multiplayer, kaum Abwechslung, ein fragwürdiger Widerspielwert. Da aber mit Nintendos Touch! Generation eine Zielgruppe anvisiert wird, die sich um solche Dinge schlicht nicht schert, wird der Hype weniger mystisch. Rhythm Paradise ist eine kleine Perle unter den Casualgames.
Du bist Gladiator, der Held der Spiele im Kolosseum. Besiege Deine Gegner und erkämpfe Dir die Cance auf 10.000 €. zum Spiel...
Rhythm Paradise im Test.
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