Gesamtwertung70 %/10 |
GrafikUngenügend Sound7 |
LanzeitspaßUngenügend Spieleinstieg8 |
Bedienung8 |
Dieses Jahr wird das Spiel The Legend of Kage tatsächlich schon ein Vierteljahrundert alt. Der Nachfolger lehnt sich optisch immer noch an das Original an. Die Grafik ist also komplett in 2D gehalten worden und Ihr bewegt die Helden von links nach rechts durch die Stages. Die Zwischensequenzen finden in Ingame-Grafik statt, werden aber zusätzlich durch kleine Animebilder unterstützt. Das symphatische Charakterdesign der Helden trägt zu einem insgesamt noch befriedigenden Gesamteindruck bei, auch wenn die Level sich monoton gestalten und die Sprites ziemlich klein geraten sind. Das erinnert noch an 8Bit-Konsolenzeiten. Ein Felsen hier, ein Baum dort und eine kleine Schlucht zu Füßen der flinken Protagonisten. Die sehr linearen Wege bieten jedenfalls kaum Abwechslung. Das passt zwar alles noch zum ersten Teil von The Legend of Kage, ist heute aber einfach nicht mehr zeitgemäß.
Da das Sequel The Legend of Kage 2 wieder in Asien stattfindet, umspielen auch asiatische Klänge Eure Ohren. Die verschiedenen Musikstücke der Stages passen gut zur Atmosphäre der Spielwelt und treiben Euch regelrecht dazu an alle Genger zu besiegen und durch die verschiedenen Ebenen zu schnetzeln. Die gelungenen Soundeffekte sind ebenso positiv hervorzuheben, was man nicht gerade von den Sequenzen behaupten kann. Während sich auf dem Top-Screen die Standbilder der Charaktere befinden, fehlt es einfach an einer ordentlichen Präsentation der Dialoge. Die Treffen zwischen Held und Bösewicht sind nicht einmal lang ausgefallen, da hätte man problemlos zumindest Teile der Dialoge mit Sprachausgabe unterlegen können, wie es auch bei Castleania: Order of Ecclesia gemacht wurde.
Der Automatenklassiker von Taito kam seinerzeit mit einem Steuerkreuz und zwei bis drei Buttons aus. Mit ähnlichen Gegebenheiten würde auch The Legend of Kage 2 auskommen. Der Touchscreen wird außer im Menü nie gebraucht, während im Kampf gegen feindliche Ninjas Schwerter und Shuriken mit B und X eingesetzt werden. Ein Tastendruck auf A führt zu einem immens hohen Sprung des Hauptcharakters, mit dem Ihr auch manchmal gleich einen ganzen Berg hochspringt. Reicht Eure Sprungkapazität nicht aus, was zwar schwer vorstellbar ist, aber durchaus vorkommt, so kann der Held auch Wände mit Walljumps hochklettern. In den simplen Optionen findet Ihr Euch schnell zurecht, da auf verschachtelte Menüs vezichtet wurde und die deutschen Texte einfach gehalten sind.
Der erste Teil von The Legend of Kage lässt sich am besten mit den alten Shinobi-Spielen vergleichen. Diese waren im Gegensatz zu Taitos 2D-Plattformer in Europa auch sehr beliebt, was Square-Enix nicht davon abhalten kann das Sequel der alten Serie The Legend of Kage auch hierzulande auf den Markt zu bringen. Die Story spielt nach dem ersten Teil und Ihr übernehmt die Rolle von Kage, Diener seines Königreiches, der als Mission die Prinzessin des Landes schützen soll. Natürlich läuft dieser Auftrag nicht wie geplant ab und die holde Maid wird, wie schon im ersten Teil so oft, entführt. Ihr müsst nun herausfinden wer hinter diesem Verbrechen steckt und die Prinzessin befreien. In klassischer Manier springt Ihr durch die Levels und tötet feindliche Ninjas mit Shuriken oder Eurem Schwert. Die Gegner ergeben sich natürlich nicht kampflos und tauchen in großer Anzahl vor Euch auf. Um gegen diese Scharen von Feinden anzukommen, findet Ihr in den Stages auch häufiger Steine, die Ihr später für den Einsatz von Ninjutsu gebrauchen könnt. Zwischen jedem Level dürft Ihr im Menü neue Magieangriffe kreieren, indem Ihr die Steine zu Dreiecken anordnet. Jede Elementarkombination ergibt anschließend einen neuen Angriff, der Euch im Kampf gut helfen kann. Die Gegner sind aber in den meisten Fällen direkt mit einem Schlag tot. Das Problem besteht eher in der schieren Menge an Angreifern, die ständig respawnen. Am Ende der sehr linearen und monotonen Stages erwarten Euch Endgegner, die es zu Durchschauen gilt. Diese sind noch das größte Highlight von The Legend of Kage 2, denn die bösen Charaktere sind nicht gerade ohne und nur mit einer bestimmten Strategie zu besiegen. Habt Ihr das gerade einmal dreizehn kurze Levels umfassende Spiel beendet, könnt Ihr auch noch auf einen zweiten weiblichen Charakter zurückgreifen um The Legend of Kage 2 noch einmal zu erleben. Leider ändert sich dadurch aber nicht viel und die beiden Spielcharaktere spielen sich viel zu ähnlich.
2D-Action-Spiele wie The Legend of Kage 2 funktionieren auf dem Nintendo DS wunderbar. Gerade Fans von Shinobi oder eben dem ersten Teil dieses Spiels werden Ihre Freude mit dem Sequel haben. Dennoch können auch Neulinge des Genres mit Taitos Klassiker gut einsteigen. Der Schwierigkeitsgrad ist jederzeit ausgewogen und im ersten Durchlauf auch für jeden schaffbar. Wer The Legend of Kage 2 mehrmals durchspielen will, bekommt weitere Schwierigkeitsgrade zur Auswahl gestellt. Bevor es im Spiel aber richtig zur Sache geht, werden kurz die wichtigsten Manöver erklärt, wobei man bei den simplen Aktionen wie Springen und Wurfsterne werfen nicht all zu viel falsch machen kann.
Wer hätte schon erwartet, dass nach knapp 25 Jahren tatsächlich noch ein Nachfolger von Taitos The Legend of Kage erscheint. Der etwas vernachlässigte 2D-Action-Klassiker bekommt eine würdige Fortsetzung, die ähnliche Stärken und Schwächen besitzt wie das Original. So kann das Leveldesign einfach nicht mit einem Shinobi mithalten, die neuen Ninjutsu sind aber eine gute Erweiterung für das leider recht langweilige Gameplay. Neben der guten Sounduntermalung motivieren eigentlich fast nur die Endgegner zum Durchspielen. Die normalen Stages sind zu linear und monoton und bieten nur wenig Abwechslung bei den Gegnern. Die Bossfights am Ende jedes Levels hingegen sind abwechslungsreich und erfordern jederzeit eine Taktik. Selbst wenn Ihr diese durchblickt habt, sind die Kämpfe immernoch sehr anspruchsvoll. Ihr könnt anfangs auch statt des Charakters Kage eine junge Frau auswählen und mit Ihr spielen. Das ist eine reine Geschmacksfrage und verändert das Gameplay nicht, holt aber etwas mehr Spielzeit aus dem nur etwa vier bis fünf Stunden andauerndem Spiel heraus. Wer gerne einen Einblick in Action-Spiele vergangener Retro-Tage bekommen möchte, kann einen Blick nach The Legend of Kage 2 riskieren, unter anderem auch da es derzeit für etwa 20 Euro im Handel erhältlich ist.
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The Legend of Kage 2 im Test.
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