Gesamtwertung83%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Er ist wieder da! Er sieht gut aus, ist charmant, hat immer einen lockeren Spruch auf Lager und kriegt generell jede Frau ins Bett. Die Rede ist von James Bond, dem MI6-Spitzenagent des britischen Geheimdienstes. Der Mann, der seine Drinks stets geschüttelt und nicht gerührt zu sich nimmt und immer eine Walther PPK im Säckel hat, ist nunmehr seit 43 Jahren im Dienste Ihrer Majestät tätig. Sein neuster Konsolen-Einsatz ist an den Spielfilm Liebesgrüße aus Moskau angelehnt, der hierzulande seine Deutschlandpremiere bereits 1964 feierte. Ob Electronic Arts mit der Videospielumsetzung an die Erfolge des Films heranreichen kann, klärt unser Test.
Um dem Filmpendant treu zu bleiben, schlüpft ihr während der insgesamt 18 im Spiel vorkommenden Einsätze in das Polygongewand von Sean Connery. Hier haben die Entwickler ganze Arbeit geleistet, denn der virtuelle Bond sieht dem damals noch jungen Connery sehr ähnlich. Nicht nur auf Gesicht und Mimik wurde geachtet, man hat sich zudem auch der Körperhaltung des Schauspielers angenommen und diese hervorragend für die Konsolen umgesetzt. Im edlen Smoking seid ihr während der abwechslungsreichen Missionen entweder zu Fuß, per Aston Martin Sportwagen oder hoch in den Lüften mit dem Jetpack unterwegs. Leider seid ihr im Spiel stets auf linearen Pfaden unterwegs, was sich allerdings aufgrund der abwechslungsreichen Levels und der erweiterten Filmgeschichte als nicht wirklich störend erweist. Die einzelnen Aufträge unterscheiden sich dabei voneinander. Manche sind beispielsweise mit einem Zeitlimit versehen, in anderen zahlt es sich aus, langsam und leise zu agieren. Genau wie Genrekollege Sam Fisher könnt ihr die Gegner von hinten überraschen und mit einem einzigen Hieb ausschalten. Wer es lieber rüpelhafter hat, der kann sich den Kontrahenten selbstverständlich auch im Nahkampf entgegenstellen. Wer dabei schnell genug die eingeblendeten Tasten drückt, der wird mit nützlichen Skill-Punkten belohnt. Diese können hinterher im Optionsmenü gegen Konzeptzeichnungen, Videos oder Mehrspielerfiguren eingetauscht werden, die im zur Verfügung stehenden Mehrspielermodus mit bis zu vier Spielern via Splitscreen, gleichzeitig eingesetzt werden können.
Egal ob ihr gerade mit dem Orientexpress über Jugoslawien nach Triest reist, Geiseln aus der Gefangenschaft befreit, Bomben entschärft, euch eine heiße Autoverfolgungsjagd oder einen heftigen Kampf mit einem im Gebäude schwirrenden Helikopter liefert, hier ist immer Action angesagt.
Da wird mit Qs Laseruhr durch gepanzertes Glas geschossen, mit dem Raketenrucksack durch die unterirdischen Wasserkanäle Istanbuls geflogen oder mit den Betäubungsmanschetten gleich mehrere Feinde auf einmal ins Land der Träume geschickt. Apropos Land der Träume: Dank der neuen, gezielt einsetzbaren Fokus-Funktion im Spiel, könnt ihr die einzelnen Trefferzonen der Gegner sichtbar machen und so beispielsweise eine Handgranate vom gegnerischen Gürtel pusten. Das sieht nicht nur verdammt cool aus, sondern spielt sich dank der eingängigen Steuerung auch ziemlich leicht. Tja, ein Geheimagent muss eben nicht nur Frauen beglücken und Drinks Schlürfen, sondern es auch mit zahlreichen russischen Soldaten gleichzeitig aufnehmen können. Dass James Bond dabei eigentlich immer eine gute Figur macht, liegt allerdings nicht nur an seinem Können und den technischen Gimmicks von Q, sondern eindeutig auch an der guten grafischen Umsetzung.
Mach Dir einen Namen im Dark Orbit. Allein oder mit Verbündeten wagst Du Dich in weit entfernte Sternen- systeme vor und kämpfst um 10.000 € zum Spiel...
007: Liebesgrüße aus Moskau im Test.
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