Batman: Rise of Sin Tzu

Review
Plattform
Vertrieb
Ubi Soft
Entwickler
Ubi Soft
Erscheinungsdatum
-
Genre
Abenteuer
USK
6
Batman: Rise of Sin Tzu [NGC , Justgamers]

Gesamtwertung

74%/10

Grafik

Befriedigend

Sound

Befriedigend

Lanzeitspaß

Ausreichend

Spieleinstieg

Befriedigend

Bedienung

Gut

Batman: Rise of Sin Tzu

Gewohntes Bild in Gotham City, der Himmel ist Dunkel und der Ärger liegt in der Luft. Während unser Hauptdarsteller noch Blumen für seine verstorbenen Eltern auf den Boden legt, brechen im Stonegategefängnis und im Arkham Asylum alle Häftlinge aus. Wie ist das nur möglich? Hinter alledem steht Sin Tzu, ein Batman noch unbekannter Feind,welcher die Möglichkeit besitzt, mittels seiner Mehta-Sua-Energie den Körper und den Geist anderer Personen zu kontrollieren. Grundvoraussetzung für einen Plan, in dem unser Konterfei mit seinen schon längst besiegten Feinden konfrontiert wird. Daraus resultierend müsst ihr euch in 12 unterschiedlichen Abschnitten gegen große Scharen von Ex-Häftlingen wehren.

Erstmals ist es in „Batman: Rise of Sin Tzu“ möglich, mit Hilfe eines Kumpanen im Missions- oder Challengemodus auf Verbrecherjagd zu gehen. Nach der Spielmodi- und Teilnehmerwahl müsst ihr euch für einen Charakter entscheiden. Zur Auswahl stehen hier neben Batman auch dessen Kollegen Robin, Batgirl und Nightwing. In den einzelnen Abschnitten herrscht allerdings gähnende Eintönigkeit. Immer wieder kommen massig Gegner auf euch zu, die nach allen Regeln der Kunst verprügelt werden müssen. Dazu stehen anfangs nur ein paar Moves zur Verfügung, die jedoch nach erfolgreichem Abschneiden in einem Level durch das Kaufen neuer Aktionen aufgestockt werden können.

Auch die Ziele in den einzelnen Landstrichen sind alles andere als vielfältig. Entweder müssen Geiseln gerettet oder Bomben entschärft werden, wobei beide Aufgaben gleich gelöst werden. Bomben entschärfen sich urplötzlich, wenn einer der vier Protagonisten daneben steht und auch die Geiseln fassen in eurer Anwesenheit neuen Mut und rennen vor den Schergen davon. Und zwischendurch? Da wird geschlagen, getreten, geworfen, getreten und noch mehr geschlagen. Man könnte diese Aufzählung über drei Seiten fortführen…

Etwas abwechslungsreicher sind indes die Gegner samt deren Angriffen, die von möchtegern Karatetigern über schießwütige Schergen bis hin zu zaubernden Kreaturen reichen. Wurde ein Schurke dem Erdboden gleich gemacht, so lässt dieser gern Objekte fallen, die zur Auffrischung der Gesundheit, der Lebensanzahl oder der Comboleiste dienen. Die erwähnte Comboleiste füllt sich des Weiteren noch mit jedem erfolgreichen Schlag des Akteurs. Ist diese komplett gefüllt, können für kurze Zeit Spezialattacken angewendet werden, ohne die Sin Tzu letztendlich nicht besiegt werden kann. Neben dem Oberbösewicht wartet alle drei Abschnitte ein bekannter Batman-Widersacher auf den Spieler. Dabei handelt es sich um Scarecrow, Clayface und Bane. Glücklicherweise erfordert jeder Zwischenboss eine andere taktische Vorgehensweise, wodurch ein wenig Licht in den grauen Prügelalltag gebracht wird.

Damit der Akteur trotz der eintönigen Aufgaben zum Durchspielen motiviert wird, haben sich die Programmierer einiges ausgedacht. Im Menüpunkt Bonus können alle Videosequenzen ein weiteres Mal betrachtet werden. Nach dem erfolgreichen Abschließen eines Areals kann man sich neben neuen Moves auch Medaillen kaufen. Mit deren Hilfe ist es möglich, im Trophäenzimmer 3D-Modelle, Spielzeuge, Konzeptentwürfe und Comiccover frei zuschalten. Wer alle 82 Trophäen sehen möchte, muss das Spiel jedoch mehr als nur einmal durchspielen. Desweiteren müssen für die Konzeptentwürfe grüne Medaillen herhalten, die man nur beim 2-Spieler-Modus erhalten kann.

Der Versuch den Comicflair auf das Spiel zu übertragen wurde auch ohne das modische Cel-Shading akzeptabel gelöst. Die Figuren wurden liebevoll in Szene gesetzt, Nebel und Spiegeleffekte wissen zu gefallen und die kurzen Rendervideos zwischen den Passagen sind mehr als überdurchschnittlich. Das einzige Defizit aus grafischer Sicht stellen die detailarmen Texturen, die in den einzelnen Abschnitten verwendet wurden, dar. Das Spielgeschehen wird mit einer fast immer passenden Musikbegleitung unterstrichen. Leider haben sich die Entwickler auch bei der Akustik durch unschöne Soundeffekte um den Lohn ihrer ansonst gelungenen Arbeit gebracht.

Fazit

Alles in allem bleibt „Batman: Rise of Sin Tzu“ ein Prügelspiel, das sich nur für Genre- bzw. Comicfans empfiehlt. Zwar wurde versucht, die fehlende Abwechslung durch eine hohe Anzahl an Boni auszumerzen, was ein längeres Spielen jedoch nur Ansatzweise ermöglicht. Technisch bleibt das neuste Abenteuer des Fledermausmannes durch die schlechten Texturen und Sounds nur leicht überdurchschnittlich. Ein wenig mehr Arbeit an den erwähnten Mängeln hätte Sin Tzu’s Aufstieg zu einem ansehnlichen Spiel machen können. Wer sich dennoch mit Batman & Co. auf Verbrecherjagd begeben möchte, sollte bei den großen Elektronikfachgeschäften vorbei schauen, da diese „Batman: Rise of Sin Tzu“ stellenweise für nur 30,- Euro anbieten.  

Batman: Rise of Sin Tzu [NGC , Justgamers]

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