Crash Twinsanity

Review
Plattform
Vertrieb
Vivendi
Entwickler
Vivendi
Erscheinungsdatum
-
Genre
Abenteuer
USK
0
Crash Twinsanity [NGC , Justgamers]

Gesamtwertung

72%/10

Grafik

Ausreichend

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Ausreichend

Spieleinstieg

Befriedigend

Bedienung

Ausreichend

Crash Twinsanity

Im neusten Abenteuer von Crash Bandicoot muss der Held mit seinem ewigen Erzfeind Dr. Neo Cortex zusammen die bunte Inselwelt gegen zwei ziemlich schlecht gelaunte Aliens verteidigen. Um dieses Unterfangen erfolgreich zu absolvieren, müssen die beiden nicht nur alle ihre Freunde einspannen, sondern auch gemeinsam zahlreiche Hüpfaktionen meistern. Wie das Ganze spielerisch ausfällt, erfahrt ihr in unserem Review...

Altbewährtes Konzept

Im fünften Teil der Crash Reihe setzen die Entwickler von Traveller´s Tales und Publisher Vivendi auf das altbewährte Jump & Run Konzept. Im Gegensatz zur actionlastigeren Konkurrenz wie Ratchet & Clank kommt Crash Twinsanity größtenteils ohne Waffen aus und setzt stattdessen auf pures Sprungvermögen und Geschicklichkeit. So gilt es im einzigen Modus, dem Einzelspiel, über Abgründe zu hüpfen, explodierenden Kisten auszuweichen oder mit Hilfe von federnden Pflanzen höhere Plattformen zu erreichen. Besonders spaßig sind dabei die Möglichkeiten, mit Erzfeind Cortex zu interagieren. Denn als Außerirdische mit Vogelköpfen aus der 10. Dimension auf der Insel der beiden Streithähne landen, müssen die Rivalen zusammenspannen um die Gefahr zu bannen. Logisch, dass die erzwungene Freundschaft nicht ganz ohne handfeste Reibereien über die Bühne geht.

Egal ob man ihn auf Kisten schmeißt, um deren Inhalt zu klauen, oder ihn mal kurzerhand über einen Abgrund wirft, damit er einen Schalter umlegen kann: Die Sequenzen sind witzig animiert und für den einen oder anderen Lacher gut. Höhepunkt ist dabei die Prügelei der beiden Helden, die sich so in einen Ball verwandeln, den es im Stile von Super Monkey Ball über verschiedene Rampen und Pisten zu lenken gilt.

Ihr seid nicht immer als Pärchen unterwegs: Oft genug steuert ihr Crash allein, wobei da keine Überraschungen zu erwarten sind. Die Beutelratte beherrscht nach wie vor das übliche Bewegungsrepertoire, bestehend aus Doppelsprung, Wirbel, Slide und Bauchklatscher. Als Neo Cortex dürft ihr mit einem Blaster um euch schießen, richtig interessant wird es erst später, wenn ihr kurz die Kontrolle über Cortex’ Nichte Nina übernehmt. Die sieht nicht nur extrem abgefahren aus, sondern hat auch praktische ausfahrbare Arme, mit denen ihr nicht nur weiter entfernt stehende Widersacher verbeulen, sondern euch auch an Mauervorsprüngen festkrallen könnt.

Geradlinig oder doch nicht!?

Man muss der Story nicht immer geradlinig folgen, denn es gibt viel Bonusmaterial zu sammeln, was nach dem ersten Durchspielen, das nicht wesentlich länger als acht Stunden dauern sollte, wohl die einzige Motivation ist, das Spiel noch mal einzulegen.

Im neusten Teil hat man auch an eine automatische Speicherfunktion gedacht, was dem Spielfluss gut tut. Diesmal gibt es keine zentrale Levelauswahl mehr, sondern man folgt einem linearen Faden, wodurch zwar die Übersicht über bereits erledigte Aufgaben etwas leidet, allerdings kommt dadurch der lückenlose Ablauf der lustigen Story deutlich besser zur Geltung.

Optischer Durchschnitt und Sound zum totlachen

Es wartet keine grafische Meisterleistung auf euch, aber der allgemeine Standard wurde erreicht. Viele Texturen wirken sehr matschig, was nicht schön anzuschauen ist, aber dafür wurden zahlreiche vorgerenderte Zwischensequenzen eingebaut, welche für viele Lacher sorgen. Wie von der Crash Serie gewohnt also die übliche Durchschnittskost für das Auge ohne erwähnenswerte Highlights.

Ein positiver Aspekt des Spiels ist mit Sicherheit die Musik, welche in einigen Levels so abgedreht und urkomisch ist, dass man gerne bei den Aufnahmen im Studio dabei gewesen wäre. Der hochgepitchte Singsang ist sicherlich nicht jedermanns Sache, mir hat er aber durchgängig sehr gut gefallen.

Fazit

Durch die verschiedenen Spielelemente ist für viel Abwechslung und Motivation gesorgt. Einige der Level konnte man bereits in ähnlicher Form in vergangenen Abenteuern von Crash „bewundern“. Durch die Möglichkeit neue Minigames, beziehungsweise neue Herausforderungen, frei zu spielen bietet „Crash Twinsanity“ den berühmten „einmal versuch ich’s noch“-Effekt. Die Jump & Run Elemente sind für zwischendurch ein richtiger Spaßbringer, vor allem jene, die im Team ausgeführt werden, jedoch trübt die fade Optik das Gesamtbild sehr, denn nicht einmal der im Vergleich sehr gute Sound kann dies wettmachen. Alle Fans von Crash und seinen Abenteuern können sich das Spiel ruhig kaufen, anderen rate ich davon aber ab.  

Crash Twinsanity [NGC , Justgamers]

Ist der Artikel hilfreich? Dann bookmarken Sie ihn bei:

Hilfe?

Copyright © 2007 Next Idea GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Copyright © 2007 Yahoo! Alle Rechte vorbehalten.