Gesamtwertung65%/10 |
GrafikAusreichend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßAusreichend SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungBefriedigend |
Das erste große Abenteuer
Im Gegensatz zu den viel gelobten Verfilmungen von J.R.R. Tolkiens Der Herr der Ringe Bücher gibt es einen Band, welcher wohl niemals in einen Kinostreifen konvertiert werden wird und zeitlich vor dem ersten Film Die Gefährten spielt.
Der kleine Hobbit beschreibt das erste große Abenteuer des Bilbo Beutlin und ist laut Tolkiens Sohn Christopher unverfilmbar, umso verwunderlicher erscheint die Tatsache, dass Sierra Entertainment es trotzdem gewagt hat, den Plot des Buchs in ein Action-Adventure Spiel zu packen. Fortan steuert man Bilbo also quer durch Mittelerde und erfährt dabei, wie der Ring überhaupt in seine Hände gelangte.
Bilbos erste Aufgabe im Spiel ist es, eine Gruppe von Zwergen auf ihrer Reise zu begleiten und diesen als gewitzter Gauner tatkräftig zur Seite zu stehen. Meistens laufen die Missionen alle nach dem simplen Habe A, brauche B, um C ausführen zu könnenPrinzip ab, was sich zuweilen leider negativ auf die Spielmotivation auswirkt. Lediglich kleinere Intermezzos mit bekannten HdR-Charakteren bringen ein wenig Abwechslung in den tristen Auenland-Alltag und bescheren dem Spieler zusätzlich einige nützliche Utensilien.
Das Gameplay hingegen kann mit einer guten Mischung aus JumpnRun und Action-Adventure wenigstens ein wenig Spaß bereiten, denn der kleine Hobbit muss nicht nur Gegenstände suchen und finden, sondern springt dabei auch munter durch die leider zu kargen Landschaften.
Huch, ihr seid aber niedliche Orks!
Damit wären wir auch schon bei einem weiteren Schwachpunkt des Spiels: Der Grafik. Wie eben schon angedeutet ist das im Film so schöne Auenland leider nur mittelmäßig umgesetzt worden. Nicht zuletzt die comichafte Darstellung der Figuren und der Umgebung ist daran schuld, ähneln die im Kino so widerwärtig erscheinenden Orks auf der PS2 doch vielmehr niedlichen Knuddelbären.
Vielleicht hätte man besser auf eine reale Darstellung setzen sollen. Generell kann man das visuell Gebotene wohl als solide bezeichnen, jedoch kommt bei weitem nicht die Atmosphäre auf, die man von den Filmen gewohnt ist. Immerhin kann der Kamerawinkel via Analogstick beliebig gewählt werden und die Ansicht erinnert an genreähnliche JumpnRun Produkte mit Adventure-Aspekten.
Ja wer spricht denn da?
Apropos Flair, immerhin kommt dieses Dank der recht guten akustischen Umsetzung zumindest im Vergleich zum restlichen Spiel wenigstens teilweise auf. Besonders die Hintergrundmusik ist sehr passend, genauso wie die Soundeffekte im Allgemeinen. Negativ auf die Wertung wirkt sich jedoch leider aus, dass die Polygon-Abbilder akustisch keinerlei Ähnlichkeit mit den aus den Filmen bekannten Charaktere haben. Weder Bilbo, noch Gandalf sind von den deutschen Synchronsprechern des Hollywood-Streifens vertont worden.
Mach Dir einen Namen im Dark Orbit. Allein oder mit Verbündeten wagst Du Dich in weit entfernte Sternen- systeme vor und kämpfst um 10.000 € zum Spiel...
Der Hobbit im Test.
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