Gesamtwertung62%/10 |
GrafikAusreichend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßMangelhaft SpieleinstiegAusreichend |
BedienungSehr gut |
Durch einen kurzen Blick ins Handbuch erfährt man, dass der eigentliche Entwickler des von Electronic Arts vertriebenen Spieles kein geringerer als Hudson Soft ist, welcher schon für die komplette Mario Party- und Bombermanserie verantwortlich war.
Wer viel Geld hat, muss nicht arbeiten. Wer nicht arbeiten muss, empfindet des öfteren Langeweile. So auch unser Geldspeicherfreund Dagobert Duck. Ohne lange zu zögern lässt er für seine Comicfreunde einen Freizeitpark errichten und lädt diese zur Erkundung ein. Zu Beginn jeder Party finden sich unsere sechs Charaktere, darunter Donald, Micky und Minnimaus, in der Startlobby ein. Diese stellt das Hauptmenü des Spieles dar und bietet neben den typischen Optionen vier weitere Spielmodi für den Teilnehmer. Neben den magischen Brettern (Einzel und Paar) befinden sich mit der Meisterschaft und dem Freispielmodus auch zwei Tore für reine Minispielaction. Kernstück in Disney´s Party ist jedoch das magische Spielbrett. Hat man sich für vier Charaktere entschieden und die Erklärungen von Dagobert und der aus Peter Pan bekannten Fee Naseweis überstanden, findet man sich direkt im Zauberzentrum wieder. Nun beginnt die Reise durch die sieben Themenparks, die von ihrer Vielfalt her vom Wilden Westen bis hin zur fernen Zukunft reichen und mit insgesamt 30 verschiedenen Minispielen ausgestattet sind.
Besonders innovativ ist die Fortbewegung auf den verschiedenen Spielbrettern in Disney´s Party. Hier hat man auf die altmodischen Würfel verzichtet und sie durch das Rad des Schicksals ersetzt. Das Gelände der Themenparks bietet des öfteren mehrere Ziele, meist Minigame oder Ereignisfelder. Da jedoch alle vier Charaktere den gleichen Weg gehen müssen, muss man sich also darauf einigen, welcher der Wege nun eingeschlagen werden soll. Hier hilft das bereits erwähnte Rad des Schicksals. Je mehr Spieler sich für die gleiche Route entscheiden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese auch ausgewählt wird. Wirklich Freude kommt aber erst dann auf, wenn man eines der vielen Minigamefelder erreicht. Die abwechslungsreichen Spielchen sorgen für Action in der Anfangs recht verwirrenden Reise durch die Themengebiete. Gerade das Bingosystem ist für jüngere Spieler schwer zu verstehen. Ziel der Party ist es, eine bestimmte Anzahl von Reihen auf dem persönlichen Spielbrett zu vervollständigen.
Dies geschieht durch geschicktes einsetzten von Sternen, welche man durch erfolgreiches Abschneiden in Minispielen gewinnen kann. Desweiteren ist es möglich, mit Hilfe von im Shop gekauften Spezialobjekten seine Reihen zu komplettieren. Doch Vorsicht, die Konkurrenz schläft nicht und kann hinterlistig mit verschiedenen Gegenständen Reihen auf dem Spielbrett verschieben oder gar blockieren. Leider zwingt einen diese Möglichkeit oftmals dazu, die Themenparks mehrmals zu durchqueren, was sich nach einer Weile als recht langatmig und spielspaßmindernd herausstellt. Auf dem falschen Dampfer befindet sich jedoch wer denkt, dass jener, welcher als erstes seine Reihen komplett hat, auch automatisch Sieger des gesamten Wettbewerbs ist. Es bringt zwar einen immensen Vorteil, jedoch kann ein anderer durch besseres Abschneiden in den restlichen Kategorien durchaus noch gewinnen. Der Gesamtsieger wird letztendlich aus den folgenden Kriterien ermittelt: Kristallpreis, Minigamepreis, Reaktionspreis, Gegenstandspreis, Rätselpreis, PowerNoten-Preis, Tänzerpreis und dem Bingopreis, welcher doppelt in die Wertung eingeht. Als Belohnung winkt ein charakterspezifischer Abspann. Gegen jede Langzeitmotivation wirkt sich letztendlich die fehlende Abwechslung aus. Bereits nach dreimaligen durchqueren der Parks kennt man so ziemlich alle Ecken der Landkarte.
Hingegen entpuppt sich die freischaltbare Option Sammelkarten als nettes Feature. Ganze 234 Karten mit Kurzinfos über die Charaktere warten darauf in den anderen Modi erspielt zu werden. Wirklich lukrativ ist das jedoch nur für Fans von Walt Disney und dessen Figuren.
Größter Vorteil des Spieles ist die unkomplizierte Steuerung. Oft reicht schon das richtige Drücken der A- und B-Taste aus, um in den Minigames erfolgreich zu sein.
Wie auch nicht anders zu erwarten ist die Grafik in Disney´s Party kunterbunt und schlicht gehalten. Sie entspricht zwar nicht den aktuellen Grafikerwartungen vieler Spieler, passt aber zum Spiel. Einzig der Lobbyraum sieht etwas einfallslos und langweilig aus. Einen kleinen Pluspunkt können die liebevoll animierten Charaktere einheimsen. Alles in allem hat man hier das Nötigste getan, um die jüngeren Spieler an die Mattscheibe zu fesseln.
Die deutsche Sprachausgabe verleiht den Hauptdarstellern ihren gewissen Charme, auch wenn die Texte nicht komplett akustisch wiedergegeben werden. Die liebevolle Hintergrundmusik passt in fast allen Fällen und zählt damit zu den größeren Vorzügen des Spiels.
Tauche ein in die Welt der Stars und bring Deine Fans auf der Bühne zum kochen. Neben Ruhm winkt einer der Megapreise im Gewinnspiel! zum Spiel...
Disney’s Party im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von Hudson Soft?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.