Gesamtwertung88%/10 |
GrafikSehr gut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Um eines vorwegzunehmen: Spielerisch hat sich bei F-Zero GX im Vergleich zu den Vorgängern nur wenig verändert, und das ist wohl gut so. Setzen anderen Genrekollegen wie Wipeout oder Extreme G eher auf actionlastige Rennen mit Waffeneinsatz, stand bei Nintendos Vorzeigetitel seit jeher das fahrerische Können im Vordergrund.
Einzige Möglichkeit, seine Gegner aktiv in Bedrängnis zu bringen, ist das Stoßen an die Wegstrecke mittels eines gut platzierten Remplers oder einer Drehattacke. Darüber hinaus entscheiden das Talent des Spielers und die Streckenkenntnis darüber, wer als erster die Ziellinie überquert.
Ein Rennen besteht grundlegend aus drei Runden, welche in ihrer Länge stark von dem gewählten Kurs abhängen. Nach erstmaliger Überquerung der Zielgerade wird die Boosterfunktion eines Gleiters aktiviert, welche ihr durch Betätigen der Y-Taste benutzen könnt. Der resultierende Geschwindigkeitsschub zieht jedoch Schildenergie ab, welche ihr zum Überleben unbedingt benötigt. Neben dem Booster wird die Energie auch durch Kollisionen mit anderen Rennteilnehmern oder der Bande dezimiert. Hat man einmal alle Energie verbraucht, ist der Gleiter funktionsuntüchtig und man muss das Rennen von vorne starten.
Glücklicherweise sind auf der Rennstrecke in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen rosafarbene Felder vorhanden, die beim Überqueren einen Teil der Schildenergie wieder auffüllen. Trotz allem sollte man sich nicht unvorsichtig auf die Piste begeben, denn vor allem in späteren Passagen gibt es einige trickreiche Abschnitte zu bewältigen. Da manche Strecken mit großen Sprungpassagen ausgestattet sind und zudem mit einer Streckenabsperrung geizen, ist dringend Vorsicht geraten. Wer bei einem Sprung die Weiterführung der Strecke verpasst oder vom Weg abkommt, muss das ganze Rennen von vorne beginnen. Damit Wiederholungstäter genügend Verbesserungsanreize haben, gibt es zudem nur fünf Continues sind diese allesamt verbraucht, muss eine Meisterschaft von vorne gestartet werden.
F-Zero GX bietet dem Spieler eine Fülle an Spielmodi, von denen wir euch die wichtigsten erklären möchten. Herzstück des Titels ist der Grandprix Modus, in dem ihr gegen 30 computergesteuerte Rennboliden eine Serie von fünf Rennen bestreitet. Für jeden errungenen Platz bekommt ihr wie in der Formel 1 Punkte gutgeschrieben, welche nach allen fünf Rennen zusammenaddiert werden und somit den Sieger krönen. Zu Beginn gibt es in diesem Modus drei verschiedene Grandprix Abschnitte sowie drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, mit zunehmendem Spielverlauf können jedoch noch weitere Optionen frei geschaltet werden.
Gleiches gilt für die futuristischen Maschinen, mit denen ihr ein Rennen bestreitet könnt. Zu Beginn sind nur vier von insgesamt 30 Gleitern auswählbar, mit steigendem Erfolg erweitert sich euer Fuhrpark jedoch ständig. Durch den Gewinn von Rennen oder die Erfüllung von Aufgaben im Story-Modus erhaltet ihr Tickets, die ihr im Shop gegen allerlei nützliche Items eintauschen könnt. Neben neuen Fahrzeugen habt ihr auch die Möglichkeit, euren Gleiter nach Wahl mit neuen Teilen zu tunen oder dessen Aussehen zu modifizieren.
Neben obligatorischen Time Attack und Trainingsmodi stellt der Storymodus eine willkommene Abwechslung, zum alltäglichen Renngeschehen auf der Piste dar. Dort müsst ihr in der Rolle von F-Zero Urgestein Captain Falcon diverse Aufgaben nacheinander erledigen, die natürlich alle auf der Rennstrecke beheimatet sind. Nach jeder erfolgreichen Bewältigung einer Herausforderung werdet ihr mit einer gerenderten Zwischensequenz belohnt, welche die Geschichte um Captain Falcon weiter erzählt. Leider sind viele der Aufgaben knallhart und nur mit entsprechend viel Übung zu bestehen. Ähnliches gilt für den Grandprix Modus: Zwar sind die ersten beiden Schwierigkeitsstufen noch ohne größere Probleme zu bewältigen, trotz allem steigt die Schwierigkeits- und die Lernkurve steil an und verlangt gegen Ende dem Spieler alles ab. Wer nicht sinnvoll mit seiner Schildenergie umgeht und nicht jede trickreiche Kurve einer Strecke im Schlaf beherrscht, wird irgendwann an seine Grenzen gelangen und nicht selten den Controller gegen die Mattscheibe werfen wollen.
Die überzeugende Darstellung von Geschwindigkeit war schon immer Aushängeschild der F-Zero Serie, und daran hat sich glücklicherweise nichts geändert. Die pfeilschnellen Gleiter rasen mit einem wahnsinnigen Speed über die Pisten und geben dem Spieler in schwierigeren Abschnitten nur wenig Raum zu reagieren. Das Geschwindigkeitsgefühl wird jedenfalls tadellos vermittelt und sorgt für einen wahren Adrenalinrausch im Körper. Dazu tragen auch die detailverliebten und sehr abwechslungsreichen Strecken bei, die durch interessante und futuristisch angehauchte Themen glänzen und jederzeit gefallen. Besondere Möglichkeiten wie Unterwasserabschnitte und 360° Röhren sorgen für den Tick an Abwechslung, den ein solches Spiel benötigt und für einen extra Schub an Motivation sorgt. Trotz schöner Optik und bis zu 30 Fahrzeugen gleichzeitig auf dem Bildschirm fällt die Framerate nie unter 30 FPS, was der Spielbarkeit merklich gut tut. Gepaart mit einer gewohnt perfekten und exakten Steuerung ergibt sich eine Mischung, die sowohl technisch als auch inhaltlich überzeugen kann.
Der Sound von F-Zero GX ist genretypisch eher unspektakulär Soundeffekte wie Motordröhnen und Turboboost dominieren das Geschehen auf der Rennpiste. Trotzdem ist der mit Gitarrenriffs angehauchte und im Hintergrund laufende Elektrosound durchaus passend zum Spielgeschehen und wird Fans anderer F-Zero Spiele vollauf zufrieden stellen.
Copyright © 2007 Next Idea GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Copyright © 2007 Yahoo! Alle Rechte vorbehalten.