Gesamtwertung68%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Kosmische Strahlung verändert das Leben vierer Menschen für immer. Reed Richards verwandelt sich durch außerirdisches Leuchten in Mr. Fantastic, kann fortan seinen Körper beliebig verformen und seine Gliedmaßen extrem strecken. Sue Storm wurde die Unsichtbare und kann neben der namensgebenden Fähigkeit des Verschwindens ihre Teammitglieder mit Kraftfeldern schützen. Die menschliche Fackel stellt mit seinen Talenten jeden Feuerschlucker in den Schatten und bildet in der Gruppe der Fantastischen Vier den Distanzangreifer. Ben Grimm alias Das Ding ist Dank seines steinernen Körpers hingegen in der Lage, auch stärkere Angriffe einzustecken und kann mit Hilfe seiner außergewöhnlichen Kraft auch die schwersten Objekte heben.
Fantastic Four spielt sich wie all die Bud Spencer & Terence Hill Filme. Der Auftrag, alle sich entgegen stellenden Schergen zu verprügeln, ist stets der Gleiche und wird auch konsequent durchgeführt. So sehr sich Spencer und Hill auch unterscheiden, schlussendlich bekommen die Kontrahenten auch immer nur bloß eins auf die Nase und fallen danach um.
Ähnlich ergeht es den von Dr. Doom geschickten Bösen in Fantastic Four. Obwohl die vier Protagonisten verschiedene Eigenheiten haben, spielen sie sich alle ähnlich, was aufgrund der Nahkampflastigkeit letztendlich dazu führt, dass Das Ding vom Spieler oft bevorzugt wird, ist er doch im Nahkampf stärker als die Teamkollegen. So ist das Spiel im Endeffekt nur ein von vielen sehr linearen BeatemUp, von denen es bessere auch ohne Filmlizenz gibt.
Eine weitere Parallele zu den Spencer & Hill Filmen gibt es noch: Statt sich nur Solo durch die Level plagen zu müssen, erlaubt ein Zweispieler-Kooperationsmodus die gemeinsame Prügelei am Bildschirm. Andere Multiplayer-Möglichkeiten fehlen jedoch.
Weil man zunächst nur Ausschnitte des Filmes nachspielt, könnte es Kennern des Films schnell langweilig werden. Um dem entgegen zu wirken, wächst die Story über die Filmvorlage hinaus und enthält auch zahlreiche Szenen aus den zahlreichen Fantastic Four-Marvel-Comics. Gleich in der ersten Mission schlüpft man in einen Raumanzug und darf noch bevor kosmische Strahlen das Leben der vier jungen Menschen verändern, an der Raumstation von van Doom einige Reparaturen vornehmen. Von der angeblich im All herrschenden Schwerelosigkeit fehlt jedoch jede Spur, kann man sich in seinem Raumanzug doch nur zu den Seiten und nach vorn und hinten bewegen. Das ist etwas albern, gibt aber auch einen guten Einblick auf den Verlauf des Spieles. So schwebt Johnny Storm alias die menschliche Fackel auch nur über dem Boden, statt sich fliegend durch die immer sehr engen Level zu bewegen. Häufig auftretende kontextsensitive 4-Punkte sorgen zudem dafür, dass an bestimmten Orten auf Knopfdruck ganz bestimmte, geskriptete Dinge geschehen. Dies erweckt alles den Eindruck, dass man als Spieler nur mit sehr beschränkten Mitteln von Aufgabe zu Aufgabe geschickt wird und Überraschungen auf der Strecke bleiben.
Optisch gibt sich das Spiel ähnlich durchschnittlich wie der Film. Zwar sind Grafik und Effekte noch ganz nett, aber in der von Fantastic Four gebotenen Qualität auch in beliebigen anderen Spielen zu finden. Ganz knapp noch zum Durchschnitt gehörend zeigt sich die Soundkulisse des Titels, bräuchte diese doch eine gründliche Überabreitung und eine hübschere deutsche Synchronisation.
Die drei Konsolenversionen unterscheiden sich praktisch kaum voneinander. Da die grafische Präsentation, Steuerung und akustische Untermalung auf jeder der drei Konsolen gleich mau ist, kann ohne langes Zögern zur Version für die Lieblingsspielekiste gegriffen werden.
Fantastic Four fügt sich in die endlose Reihe durchschnittlicher Filmumsetzungen. Man kann sich den von der Kritik auch häufig zerrissenen Film ansehen, man kann sich auch das Spiel für ein paar wenige Stunden ansehen, aber den vollen Preis von 55 für den Titel zu zahlen, scheint übertrieben.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
Fantastic Four im Test.
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