Gesamtwertung67%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Wenngleich mit Titeln wie Resident Evil 4 oder Metal Gear Solid: The Twin Snakes neue Zielgruppen für Nintendos Spiele-Würfel erschlossen werden sollen, besteht ein Großteil des aktuellen und kommenden Line-Ups aus aufpolierten Franchises vom kinderfreundlichen Schlage eines Pokémon oder Kirby. Daß diese Games nicht zwangsläufig nur Kindern Spaß bereiten, zeigte bereits die gelungene GBA-Konvertierung des NES-Klassikers Kirby - Nightmare in Dreamland. Was wir vom neuesten Spiel der Kirby-Reihe namens Kirby Airride halten, erfahrt ihr in unserem Review!
Angesiedelt zwischen F-Zero GX und Mario Kart ist Kirby Airride die neueste Fun Racer-Inkarnation einer Nintendo-Marke. Anders aber als die Vorbilder richtet sich der neue Titel um den rosa Kissenbezug vornehmlich an die jüngsten Spieler. Das schlägt sich leider nicht nur in der wenig berauschenden Optik nieder, sondern auch in allzu simplen Gameplay. Kirby und seine bunten Freunde - allesamt genormte, kugelrunde Kissenbezüge - zieht es in seinem Air Ride auf insgesamt 18 verschiedenen Gleitern nach Dreamland, um Mitspielern und Computergegnern in schnellen Rennen einzuheizen. Zur Auswahl stehen zwölf verschiedene Pisten, sowie die beiden zusätzlichen Spielmodi 'Top Ride' und 'City Trial'.
Kirby saugt!
Im klassischen Air Ride-Modus rasen die ewig-lachenden Kugeln über Strecken zwischen Himmel und Hölle, Dschungel und futuristischer Stadt.
Die Innovation liegt hierbei nicht in der abgekupferten Spielidee, sondern in Steuerung und Handling der Gleiter: Kirby Airride kommt mit nur einem einzigen Button aus. Da die Gefährte selbstständig beschleunigen, kann der Spieler mit dem A-Knopf bremsen, driften, Items aufsaugen und Turbos aktivieren. Hält man A gedrückt, wird das 'Kart' langsamer und eine Boost-Leiste lädt sich auf, welche sich beim Loslassen des Knopfes in einer kurzen Beschleunigung entlädt. Hilfreich ist dies allerdings nur bei scharfen Kurven in Verbindung mit einem Drift. Anstatt wie sonst üblich einfach zufällige Items aufzusammeln, können die fliegenden Kissenbezüge kleine Gegner in den Leveln aufsaugen, von denen manche dem Spieler besondere Fähigkeiten zwischen Boost und stärkeren Wirbelattacken verleihen.
Mit der herzlich primitiven Steuerung - die gerade wegen der Vielfachbelegung sehr gewöhnungsbedürftig ist - ist eigentlich auch der einzig neue Aspekt an den Rennen genannt. Zwar wissen die Strecken durch recht abwechslungsreiche Elemente zu gefallen, besonders begeistern kann man sich dafür allerdings nicht. Die Gleiter unterscheiden sich in Aussehen, Handling, Geschwindigkeit/Beschleunigung und Aerodynamik. Wie bereits der namensgebende Titel vermuten lässt, können die schwebenden Untersätze zusätzlich nach Sprüngen durch die Lüfte schweben.
Die drei Kicks?
Zweiter Spiel-Modus im Reigen ist der 'Top Ride'. Dieser unterscheidet sich hauptsächlich durch die veränderte Kamera-Position, wenn die Gleiter aus der Vogelperspektive gezeigt werden. Mit mehreren Spielern gestaltet sich dieser Modus zwar zunächst recht unterhaltsam, verliert aber leider recht schnell an Reiz.
Mit dem 'City Trial' hingegen haben die Entwickler von HAL Laboratorys den wohl interessantesten Teil des Spiels geschaffen. In diesem Modus haben die Spieler und Computergegner fünf Minuten Zeit, um in einer kleinen Stadt auf die Suche nach Tuningitems und versteckten Extras zu gehen. Dabei können Gegner gerammt, Gefährte gewechselt und Abkürzungen genommen werden. Am Ende der heiteren Stadtrundfahrt stehen Arenen-Minispiele wie das Destruction Derby (ähnlich dem Mario Kart-Battle) oder Zielspringen an. Über Erfolge im City Trial lassen sich weitere solcher Minispiele freischalten.
Besser nicht genau hinschauen...
Grafisch gibt sich Kirby Air Ride unspektakulär, stellenweise sogar häßlich. Manch extrem grobe Models und Texturen - besonders im City Trial - machen da auch die zum Teil sehr nett designten Strecken des Air Ride-Modus nicht wieder wett. Die Charaktere sehen - oh Wunder! - allesamt gleich aus und beeindrucken dank Kugelform auch nicht gerade durch spektakuläre Animationen. Die Grafik ist alles in allem zweckmäßig und teilweise ansehnlich, wirkliche Komplimente können wier an dieser Stelle allerdings nicht aussprechen. Der Sound ist immerhin noch einer der positivsten Aspekte am Spiel. Mit recht schönen Melodien und orchestralen Stücken werden die Rennen passend unterlegt - die Soundeffekte jedoch sind unauffällig und nebensächlich.
Die Multiplayer-Modi sind in Kirby Air Ride - auch dank LAN-Unterstützung - zwar interessant, können allerdings nicht über die etlichen Schwachpunkte im Gameplay hinwegtäuschen. In geselliger Runde ist's okay, wer die Alternative hat, wird allerdings zu Mario Kart: Double Dash!! oder Konsorten greifen.
Kirby Air Ride im Test.
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