Gesamtwertung79%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungBefriedigend |
Wir schreiben den 7. Dezember 1941. Japanische Flugzeuge greifen ohne vorherige Kriegserklärung die amerikanische Pazifikflotte in Pearl Harbor bei Honolulu an. Es ist gleichzeitig das verhängnisvollste Unternehmen des 2. Weltkrieges. In mehreren Angriffswellen werden neuartige Torpedos auf die Schiffsflotte abgefeuert. Zu diesem Zeitpunkt befinden wir uns gerade in dem Schlafabteil des Schiffes, wo wir mit der unangenehmen Nachricht konfrontiert werden. Schnell bahnen wir uns einen Weg durch die brennenden Gänge im Schiffsinneren um an Deck zu kommen und uns mit allen verfügbaren Mitteln zu verteidigen. So schlüpft der Spieler in die Rolle des US-Marine Joseph Griffin, der sich zur Aufgabe gesetzt hat seinen Bruder Donnie Griffin, welcher auf den Philippinen gefangen gehalten wird, zu befreien. Dafür stehen uns über das gesamte Spiel hinweg 20 verschiedene Waffen zur Auswahl wie zum Beispiel Pistolen (Welrod oder M1911), Gewehre (Springfield 03 oder M1) oder Leichte MGs (Browning Automatic Rifle oder LMG Typ 99). Selbst an schwere Kaliber wie eine Bazooka hat man gedacht. Je schwerer die Waffe letztendlich ist, desto behaglicher bewegt sich auch der Spieler sich.
Die Reise verschlägt uns in insgesamt fünf Kampagnen, welche in zehn umfangreiche Missionen aufgeteilt sind, beispielsweise in den tiefen Dschungel von Guadalcanal bis hin in die Straßen von Singapur, wo verschiedene Missionsziele erreicht werden müssen. Bereits zu Beginn des Abenteuers ist es unsere Aufgabe ein Zahnrad für einen Panzer zu finden. Dies gestaltet sich leider nicht immer sehr einfach, da die Areale sehr weitläufig sind und die Anweisungen teilweise recht ungenau gehalten sind.
Natürlich befinden wir uns nicht immer allein, sondern auch zusammen mit unseren Truppenmitgliedern auf Streife. Leider verhalten diese sich nicht immer sehr intelligent, so dass der Spieler öfters mal auf sich allein gestellt ist. Ab und an kommt es auch vor, dass diese sich gern mal in die Schussbahn stellen und einfach gar nichts machen, was dem Spiel einiges an Atmosphäre nimmt, da man gerade in einer solchen Situation, wenn man angegriffen wird, auf die Mithilfe der eigenen Kameraden hofft. Glücklicherweise verhält sich aber auch die Gegner KI nicht viel schlauer. Oftmals ist es so, dass diese aus einer Ecke hervorgerannt kommen und einem erstmal Auge in Auge gegenüber stehen bleiben bis der erste Schuss fällt.
Im Gegensatz zum Vorgänger Medal of Honor: Frontline hat man den Multiplayermodus weiter ausgebaut. So ist es nun möglich mit bis zu drei weiteren Freunden im Splitscreen gegeneinander zu kämpfen. Dafür stehen die Spielmodi Deathmatch (Alle gegen Alle) und Team-Deathmatch (Team gegen Team) zur Verfügung. Leider ist es nicht möglich bei Xbox über System Link zu spielen oder aber den Onlinedienst Xbox Live zu nutzen um gegen Spieler aus der ganzen Welt anzutreten. Im Gegensatz zur Xbox-Version ist es allerdings bei der Playstation 2 über das PlayOnline Netzwerk möglich online zu Spielen. Auf dem Gamecube seid Ihr wie auch bei der Xbox nur offline unterwegs.
Von Grund auf ist die Steuerung recht einfach gehalten, so dass auch Anfänger nach kurzer Einübungszeit ohne Probleme klar kommen. Leider ist die Steuerung allerdings nicht sehr genau. So reicht es meist den Analogstick zum Zielen ganz leicht zu betätigen um das Fadenkreuz über den halben Bildschirm zu manövrieren. Dies ist besonders in Situationen, wo es auf genaues und kontrolliertes Zielen ankommt, sehr ärgerlich.
Grafisch muss sich Medal of Honor: Rising Sun nicht vor anderen Ego Shootern verstecken. Nach jedem Abschnitt wird die Story des Spiels in einer Videosequenz vorangetrieben, so dass der Spieler gut in das Spielgeschehen eingebunden wird. Leider kommt es an einigen Stellen zu leichten Framerateeinbrüchen, welche den Spielfluß merklich beeinflussen. Auch zusätzliche Details in den weitläufigen Arealen hätten nicht geschadet, um für ein wenig mehr Abwechslung zu sorgen. So sieht auf die Dauer in einem Gebiet alles irgendwie gleich aus, was dazu beiträgt, dass man sich schnell verlaufen kann.
Sehr gut ist hingegen der Sound und die Atmosphäre in Medal of Honor: Rising Sun gelungen. So rufen euch die Kameraden Anweisungen zu, welche teilweise nicht richtig verständlich sind, was aber auch normal ist, wenn um einen herum Schüsse fallen oder Granaten einschlagen. Die Musikalische Untermalung, welche im Hintergrund läuft, schafft es auch für die nötige Spannung zu sorgen und trägt zu einer guten Atmosphäre bei.
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