Gesamtwertung84%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Nachdem EA Sports Canada mit dem von vielen Fans verschmähten NBA Live 2003 einen Ausflug in arcade-lastige Gefilde wagte, will man nun scheinbar zurück zu den Wurzeln. Statt mit überzogenem Freestyle-Feature und allzu häufigen sensationellen Dunks, soll der Spieler nun mit mehr Taktik und Geschick auf dem virtuellem Spielfeld punkten können. NBA Live 2004 tut einen Schritt in die richtige Richtung und setzt damit verstärkt auf den Simulations-Faktor.
Schon.die ersten Minuten auf dem Court zeigen, dass die kanadischen Entwickler ihre Hausaufgaben zumindest in Sachen Taktik - gemacht haben. Die meisten Körbe müssen hart erarbeitet werden, denn nur durch schlaue Pässe und gute Positionierung lassen sich die richtigen Wurfsituationen erspielen.
Ein großes Lob gebührt dabei der KI, wer schon mal Basketball im Fernsehen gesehen hat, wird kaum einen Unterschied zu den Positionierungen der computergesteuerten Mitspieler und Gegner feststellen. Natürlich werden hier und da auch mal Doppelblocks gestellt oder Fouls provoziert, beinah wie im wirklichen Leben. Zudem geht nun nicht mehr jeder eigentlich unmögliche Wurf in den Korb und nicht jeder Pass kommt beim Mitspieler an. Ein verfeinertes Block- und Steal-System sorgt weiterhin für bessere Verteidigungsmöglichkeiten.
Problematisch wird es allerdings für Spieler, die wenig von der Materie Basketball-Materie verstehen aufgrund des stärkeren Simulationsteils werden Regel- und Taktik-Neulinge zunächst abgeschreckt.
Generell ist der Spielfluss recht schnell und flüssig, wobei sich die Spielgeschwindigkeit selbst bestimmen lässt. Nach kurzer Eingewöhnungsphase gehen die wichtigsten Moves und Tricks recht flott von der Hand, bis man jedoch die Feinheiten des Spiels insbesondere den sinnvollen Einsatz von Block, Freestyle oder Steal erarbeitet hat, können schon einige Stunden vergehen. Das Freestyle-Feature wird beim GameCube mittels C-Stick umgesetzt. Je nach Situation hält dieser verschiedene Moves bereit, um sich zum Beispiel stilsicher aus der Deckung der gegnerischen Defensive zu befreien. Ferner sind Wurf und Dunk nun auf zwei verschiedene Tasten gelegt, was das Risiko frustrierender Ballverluste in hektischen Situationen drastisch reduziert. Anfänger könnten NBA Live 2004 schnell frustig finden, denn angesichts der sehr großen Aktionsvielfalt fällt die Steuerung einen Tick überladen aus - insbesondere die verschiedenen Pässe und Moves erfordern im grundsätzlich recht schnellen Gameplay viel Konzentration und Geschick.
NBA Live 2004 bietet eine Vielzahl verschiedener Spielmodi. Langeweile zwischendurch? Dann tretet im Freundschaftsspiel oder One-on-One gegen CPU oder Mitspieler an. Wer noch nicht mit der Steuerung vertraut ist, übt erst einmal ein wenig im Trainings-Modus.
Natürlich fehlt es auch nicht an einem Season-Mode und Playoffs, im Dynasty-Mode kann man gar über mehrere Seasons das Team managen und von Sieg zu Sieg führen. Hier lassen sich einzelne Spieler oder das ganze Team trainieren, Free Agents verpflichten, sowie eine ganz individuelle Mannschaft kreieren. Natürlich fehlt auch der obligatorische Mehrspieler-Modus nicht. Bis zu vier Athleten zieht es dann auf die Bretter, die für manch einen Fan die Welt bedeuten hier liegt auch das größte Spielspaßpotential des Titels. Trotz der guten KI die Gegner spielen meist taktisch sinnvoll und formiert geht nichts über die traute Mehrsamkeit vor der Konsole.
Grafisch ist NBA Live zwar ordentlich, kann sich aber nicht gegen die Konkurrenz namens ESPN Basketball behaupten. Immerhin sorgen nette Spiegeleffekte auf dem polierten Hallenboden für angenehmes Flair, originalgetreue Stadien und gute Texturen bieten die nötige Authentizität. Dem gegenüber stehen jedoch teils rucklige Animationen und nervendes Bitmap-Publikum. Die Top-Spieler lassen sich ihren realen Vorbildern zwar zuordnen, sind ihnen aber, bis auf die Gesichtstexturen, kaum nachempfunden. Die unbekannterenSpieler sehen gar mehr oder minder gleich aus - hier hat die Konkurrenz von Sega eindeutig die Nase vorn. Die durch Motion-Capturing aufgenommenen Bewegungsabläufe sind variantenreich und sehr realistisch, im schnellen Spielgeschehen scheinen sie jedoch manchmal unverhofft zu stocken.
Der Soundtrack ist hauptsächlich auf HipHop ausgelegt, so spendierten bekannte Künstler wie Sean Paul, OutKast oder die Black Eyed Peas teilweise exklusive Tracks während der Spiele jedoch herrscht realistischer Stadionsound. Die Soundeffekte sind glänzend gelungen, sei es das Gebrüll der Zuschauer, quietschende Schuhe oder die englischsprachigen Kommentare.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
NBA Live 2004 im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von EA Sports?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.