Gesamtwertung90%/10 |
GrafikSehr gut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Mit NBA Street v3 bringt EA Big in kürzester Zeit nach NFL und FIFA den dritten Sporttitel mit dem Zusatz Street auf den Markt. Ob die kleinen Geschwister ihren großen Brüdern das Wasser reichen können, erfahrt ihr in unserem Test...
Zur Freude der Spieler haben sich die Entwickler die Kritiken des Vorgängers zu Herzen genommen und ein wirklich nerviges Feature entfernt: So hat es der computergesteuerte Gegner bislang immer wieder auf unerklärliche Weise geschafft, selbst den höchsten Rückstand auf zwei bis drei Punkte zu verkürzen. Viele werden jetzt vermutlich aufstöhnen und sich gerne daran erinnern, dass so ein ähnliches Nervtötungs-Feature auch beim Rennspiel Need for Speed: Underground vorhanden ist. Stattdessen kann man nun einfach den Schwierigkeitsgrad im Optionsmenü selbst einstellen.Doch kommen wir zu der wichtigsten Erweiterung in NBA Street v3, dem brandneuen Trick-Stick. Mit seiner Hilfe wird das Repertoire eurer ohnehin schon ratzevollen Trickkiste noch einmal um ein paar Kunststücke aufgestockt. Um die ganz simplen Moves auszuführen, müsst ihr lediglich den rechten Stick in eine der acht verschiedenen Richtungen bewegen und schon fuchtelt euer Spieler mit der orangefarbenen Kugel herum. Habt ihr den Trick erfolgreich ausgeführt, ohne den Ball zu verlieren oder quer über den Platz zu jagen, werdet ihr mit Trick-Points belohnt, die wiederum eure Gameer- Skala füllen. Unter Umständen kann das allerdings ein wenig dauern, wenn ihr den Basketball nur auf dem spielerisch unteren Niveau hin und her dribbelt. Deshalb können zusätzlich die Schulter-Tasten gedrückt werden, um richtig stylische Bewegungen zu vollenden, welche teilweise an dance-Einlagen erinnern und euch die wichtigen Bigpoints einfahren.
Ist der Gameer gefüllt, gehts ans Eingemachte: Gespickt mit einer handvoll filigraner Mid-Air-Tricks und bis zu zwei Passweitergaben an eure Mitspieler, kassiert ihr mit diesem Monsterdunk gleich zwei Punkte, wobei dem Gegner ein Zähler abgerechnet wird.
Deshalb könnt ihr stattdessen eurer kreativen Ader freien Lauf lassen, denn die Jungs von EA haben euch die Möglichkeit eingeräumt, euch im Court Creator auszutoben. Und dort ist echte Handarbeit gefragt, denn was sich dort alles einstellen lässt, um den individuellen Basketballplatz zu kreieren, ist vom Allerfeinsten. Neben Details wie zum Beispiel dem Material, aus dem das Korbnetz bestehen soll, kann man sich sogar aussuchen, in welcher Gegend euer Platz zu Hause ist, sei es auf einem Schulhof oder Industriegelände im Westside- oder Eastside-Ambiente. Insgesamt also quasi eine Art Tuning-Werkstatt für euer Spielfeld.
Auch bei diesem Spiel der Street-Serie gibt es wieder eine Art Karriere-Modus, bei dem ihr euch in die Herzen der NBA-Fangemeinde spielen und zu einer waschechten Legende avancieren könnt. Hier gilt es, durch erfolgreiche Spiele gewonnene Stärkepunkte in euren Hauptakteur zu pumpen, um seine einzelnen Attribute (Stärke, Schnelligkeit, Dunks usw.) zu verbessern. Während eurer Laufbahn werdet ihr auch auf spezielle Herausforderungen in Form von Dunking-Contests oder schlichten 4-Team-Turnieren stoßen. Wenn ihr dann noch zusätzliche Controller euer Eigen nennen könnt, solltet ihr die Gelegenheit nicht auslassen, mit guten Freunden ein paar virtuelle Körbe zu werfen. Als kleines, exklusives Schmankerl sind außerdem Nintendos Vorzeigehelden Mario, Luigi und Peach in der GameCube-Fassung mit von der Partie, was zwar ein wenig ulkig ist, aber nicht so recht ins Gesamtbild passen will.
Damit die Ohren nicht zu kurz kommen, setzen die Jungs von Electronic Arts auf Dolby Pro Logic II Unterstützung, wobei zusätzlich exzellente Soundeffekte mittels THX Technology aus den Lautsprechern dröhnen. Für die passende Musikuntermalung sorgen unter anderem Interpreten wie De La Soul oder die Beastie Boys, wobei die Hip Hop Beats nicht unbedingt jedermanns Geschmack sind. Ein kleiner Tipp am Rande: Tut euch und euren Ohren einen Gefallen und macht vor Spielbeginn einen Abstecher in die Optionseinstellungen, wo ihr die Sprecherlautstärke erstmal gaaaanz weit runterdreht, denn der Stadionsprecher geht einem mit Sicherheit ziemlich schnell mit seiner krächzenden Stimme und seinem nervtötendem Slang auf den Zeiger.