Was ist ein CubeClub?
Ein CubeClub ist eine Veranstaltung von Nintendo, bei dem die Besucher bei guter Musik und Verpflegung die Möglichkeit bekommen, bereits vor dem Launch der neuen Konsole von Nintendo die aktuellsten Spiele anzutesten und nebenbei jede Menge Spass zu haben. In Europa wurde insgesamt 28 verschiedene Veranstaltungsorte gewählt, von denen 5 in Deutschland angesiedelt wurden: Neben Düsseldorf, Hamburg, Berlin und München findet nächsten Dienstag der letzte deutsche CubeClub in Frankfurt statt.
Die Ursprünge des CubeClubs findet man in den USA, als sich Nintendo zwecks effektiver Vermarktung seines neuesten Systems Mitte letzten Jahres dazu entschloss, auf Tour durch die Vereinigten Staaten zu gehen und Besuchern seine neue Konsole schon vor dem öffentlichen Erscheinen zu präsentieren. Und da der Andrang bei den diversen Events schlichtweg überragend und die Resonanz auf die gezeigten Produkte durchaus positiv war, stand ziemlich schnell der Entschluss fest, dass man auch in Europa auf CubeClub Tour gehen musste.
Einige kleine Veränderungen gab es jedoch: War in den USA noch jeder zu den CubeClubs zugelassen, musste man sich für Europa aufgrund des hohen Andrangs etwas anderes einfallen lassen. So wurden neben ausgewählten Handel- und Pressevertretern für jeden der 5 Locations insgesamt 150 Personen ausgelost, die exklusiven Zutritt zu den CubeClubs erhalten. Somit summierte sich die ausgewählte Besucherschaft auf etwa 400-600 Teilnehmer pro Event.
Ein Abenteuertrip nach München
Nachdem ich nach knapp 350 km Entfernung und 5 Stunden Zugfahrt endlich in München angekommen war, machte ich mich relativ zügig auf die Suche nach dem Veranstaltungsort. Dies stellte sich bald als eine gute Entscheidung heraus, denn einerseits war ich zum ersten Mal in München, und außerdem musste ich feststellen, dass man Entfernungen in einer solchen Großstadt anders betrachten sollte als gewohnt. Denn es entpuppte sich die auf der Stadtkarte eingezeichnete Entfernung ziemlich schnell als eine kilometerlange Strecke, die ich im Nachhinein betrachtet lieber per U-Bahn als zu Fuß zurücklegen hätte sollen.
Als ich dann wieder Erwarten doch noch eine halbe Stunde vor offiziellem Beginn das Ziel erreichte, bekam meine Vorfreude auf den Abend einen herben Dämpfer. Zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass an der in der Einladung angegebene Adresse ein Poster hing, welches mir von einer neuer Anschrift des CubeClubs mitteilte. Und da ich mich ja zum ersten Mal in München aufhielt, verließ mich schlagartig die Hoffnung, noch rechtzeitig zum Veranstaltungsbeginn einzutreffen. Erwartungsgemäß war ich nicht der einzigste, der sich zur falschen Adresse verirrt hatte. Nach und nach trafen immer mehr Fans ein, die schnell ihren Unmut über die vorhandene Situation kund taten. Zu unserem Glück konnte uns ein Einwohner bestätigen, dass sich die neue Adresse nicht allzu weit entfernt von unserem momentanen Standort befindet. So schnappten wir uns kurzerhand ein Taxi und konnten glücklicherweise noch rechtzeitig die Alabamahalle in München erreichen.
Als ich dann später auf dem Event nachfragte und erfuhr, dass sogar einige Mitarbeiter von Nintendo zur falschen Adresse gereist waren und niemand so recht wusste was eigentlich schief gelaufen war, konnte ich über die ganze Situation aber zum Glück schon wieder schmunzeln.
Ankunft Alabamahalle München
Kaum angekommen, vergaß ich den ganzen Missmut über die etwas misslungene Anreise und den damit verbundenen Stress schon wieder. Zu groß war die Vorfreude und der Enthusiasmus, endlich einmal den Nintendo GameCube live zu erleben und meine Lieblingsspiele anzutesten. Nur wenige Minuten nachdem wir endlich an dem gewünschten Veranstaltungsort angekommen waren, wurden wir auch in die heiligen Hallen eingelassen.
Jeder erhielt bei Eintritt seine eigene Zugangskarte und wurde freundlich mit einem Glas Sekt begrüßt. Trat man in die Vorhalle ein, so konnte man sich an die Bar setzen und erstmal auf einer großen Leinwand diverse Trailer zu den wichtigsten Launchtiteln begutachten.
Bis zur offiziellen Begrüßung in der noch verschlossenen Haupthalle vergingen zwar noch einige Minuten, diese verflogen aber aufgrund des exzellenten Service von Nintendo wie im Flug. Die ganze Zeit versuchten die äußerst attraktiven und netten CubeClub Mitarbeiterinnen uns unseren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten, was ihnen auch eindeutig gelang. So wurden uns immer frische Getränke und Snacks wie Minipizza oder Chicken McNuggets angeboten, und man fühlte sich eine Zeit lang aufgrund dessen wie ein kleiner König. Viele Besucher genossen diesen exklusiven Service sichtlich, und so kam sehr schnell eine lockere und fröhliche Stimmung zustande.
Der Startschuss
Schließlich ging es auch endlich los, und nach einer kurzen Begrüßung wurden wir alle auf die insgesamt 50 Demostationen losgelassen. Viele stürzen sich gleich auf die begehrten Konsolen, und somit war der Startschuss zu einer längeren Spielenacht gefallen. Die zuvor erwähnte Reduzierung der zugelassenen Personen sollte sich zudem schon sehr bald bemerkbar machen, denn es hatte jeder Besucher die Möglichkeit, in aller Ruhe und ohne Wartezeiten seine persönlichen Lieblingsgames anzutesten.
Während sich die Besucher ihren Spielefavoriten widmeten, hämmerte durch die Boxen der stadtbekannten Diskothek Technosound, der wie immer zwar Geschmackssache ist, mich persönlich aber kaum störte und eher zum Partyfeeling beitrug. Immerhin lies es sich Nintendo nicht nehmen, keinen geringeren als Altmeister Tom Novy an die Turntables zu stellen, so dass Fans besagter Musikrichtung definitiv auf ihre Kosten kamen.
Aber auch im Bezug auf die gebotenen Spiele kam niemand zu kurz. An den 50 aufgestellten Konsolen präsentierte uns Nintendo insgesamt 15 spielbare Titel, die alle regen Anklang fanden. Schade war lediglich, dass mein persönlicher Geheimtipp Super Monkey Ball von Sega nirgends anzutreffen war, und dass neben Tarzan Untamed und Donald Duck auch Starfox Adventures nur in Videoform anzutreffen war. Doch sollte dies keine allzu großer Wermutstropfen sein, denn auch ohne Super Monkey Ball und Starfox Adventures war das gebotene Spielelineup beachtlich und ließ kaum Wünsche frei. Zu den spielbaren Titeln gehörten:
Batman Vengeance
Super Smash Bros. Melee
Sonic Adventure 2 Battle
Eternal Darkness: Sanitys Requiem
Tony Hawks Pro Skater 3
Bloody Roar: Primal Fury
Star Wars: Rogue Squadron 2
Dark Summit
Wave Race: Blue Storm
Pikmin
Luigis Mansion
Crazy Taxi
Extreme-G 3
NBA Courtside 2002Selbstverständlich habe ich so viele Titel wie möglich angespielt, werde über die einzelnen Titel aber erst in wenigen Wochen in einem ausführlichen Mega-Special über die Launchgames pünktlich zum Start des GameCube berichten. Um eines vorwegzunehmen: Fast alle Titel konnten meine Erwartungen erfüllen und zeigten, dass sich Nintendos neueste Konsole im Bezug auf Software keineswegs hinter Sony und Microsoft verstecken muss.
Für Abwechslung wurde gesorgt
Dies trifft nicht nur auf die genannte Spieleliste zu, denn auch neben den ausgestellten GameCube-Displays konnte uns Nintendo einiges bieten. So wurden außer einer Fotokabine im GameCube-Look auch Mini-Basketballkörbe für Duelle mit anderen Besuchern aufgestellt. Außerdem gab es eine spezielle Kabine, in welcher Star Wars: Rogue Squadron 2 auf einer riesigen Leinwand und mit vollem Dolby Pro Logic 2 Sound präsentiert wurde.
Ziemlich eindrucksvoll, muss ich sagen. Zur weiteren Abwechslung gab es noch zwei Gewinnspiele, welche auch für einiges an Aufmerksamkeit sorgten. So wurde unter allen Besuchern ein nagelneuer Nintendo GameCube verlost, und man konnte dem Gewinner sein Glück förmlich am Gesicht ablesen. Außerdem gab es noch einen Wave Race Wettbewerb, bei dem jeder Teilnehmer sein Glück an einem speziellen Kurs versuchen durfte. Die Spieler mit den drei Bestzeiten erhielten schließlich je einen Gameboy Advance sowie ein topaktuelles Spiel.
Alles geht einmal zu Ende
Gegen 24.00 Uhr war die Veranstaltung dann leider schon beendet, was bei einigen Besuchern für lange Gesichter sorgte, denn manch einer hätte sicher gerne noch etwas Zeit an den Displays verbracht. Nichtsdestotrotz konnte jeder auf einen abwechslungsreichen Abend zurückblicken, der viel Spass und einige exklusive Einblicke versprach und dieses Versprechen auch vollends hielt.
Dass die Besucher durch die Reihe hindurch zufrieden mit den CubeClub Events sind, konnte mir schließlich auch Patrick Nagel, Produktspezialist der Marketingabteilung von Nintendo bestätigen: Wir bei Nintendo sind mit dem Ablauf der CubeClubs bisher mehr als zufrieden, was auch die Resonanz der Besucher bestätigt. Neben Handels- und Pressevertretern konnten wir auch Personen, die sich nicht so sehr in der Branche auskennen, von unseren Produkten überzeugen. Das Feedback auf die gezeigten Spiele hat unsere Erwartungen sogar übertroffen, und wir haben bewiesen, dass der GameCube zu außerordentlichen technischen Leistungen fähig ist. Zudem können wir auf ein äußerst beachtliches Spielelineup zurückgreifen, welches in seiner Art wohl einzigartig ist.
Daher können wir getrost behaupten, dass wir mit unserem Mix aus Party und exklusiver Präsentation wohl genau den Geschmack der Besucher getroffen haben und dieser somit bei jedem seine positiven Eindrücke hinterlassen hat.
Nach diesem aufschlussreichen und äußerst nettem Gespräch machte ich mich schließlich so langsam auf, mich von den Spielen zu lösen und meine Sachen für die Heimreise zu richten, da das Ende der Veranstaltung unweigerlich bevorstand. Schließlich erhielt ich noch wie jeder andere Besucher ein T-Shirt mit dem GameCube Logo und weitere kleine Merchandise Artikel. Nach einer kurzen Verabschiedung verließ ich schließlich die zuvor heiligen Hallen der Alabamahalle, und trat mit froher Stimmung und voller Zufriedenheit über den Abend meine Heimreise an.
Nintendo CubeClub München im Test.
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