Gesamtwertung87%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungGut |
Irgendwas gibt es eben immer zu retten. Auch wenn Rayman eigentlich dachte, dass seine Heimat endlich friedlich ist, kommt es natürlich wieder anders. Normalerweise sind Lums recht klein, rot und erfrischen Raymans Energie. Plötzlich tauchen allerdings schwarze Lums auf, die gerade das Gegenteil wollen. Sie wollen ihm keine Energie geben, sondern abziehen. Rayman ahnt nichts Böses und schläft den Schlaf der Gerechten, als ein Schwarm dieser schwarzen Lums auftaucht und sich über ihn hermachen möchte. Zum Glück hat er noch seine Freunde Globox und Murfy. Beide versuchen sie den Schlafenden zu retten, wobei dies nur dem fliegenden Gnom Murfy gelingt, denn Globox reißt bei seinem Rettungsversuch versehentlich Rayman die Arme aus. Nun ja, wer ohne Sünde, werfe den ersten Stein. So was passiert schließlich jedem Mal aus Versehen. Dumm nur, dass Globox einer der größten Angsthasen ist, die man sich vorstellen kann und aus Furcht vor den schwarzen Lums, mit den herausgerissenen Händen flieht. Bevor sich Rayman also um die schwarzen Plagegeister und deren Anführer André, der das Herz der Welt in seine Gewalt bringen möchte, kümmern kann, muss unser Vorzeigeheld erstmal seine Hände wiederfinden.
Die ersten Abschnitte dieser Suche sind dabei als Tutorial gestaltet worden. Hier erlernt Ihr nacheinander Raymans unterschiedliche Bewegungen. Genretypisch kann er sich in den großen Levels frei bewegen, dabei von Plattform zu Plattform springen und wenn es sein muss auch schwimmen. Eher untypisch sind seine Fähigkeiten, die er durch seinen ungewöhnlichen Körperbau mit sich bringt. Da seine Hände nicht durch Arme mit dem Körper verbunden sind, kann er diese als Wurfgeschosse einsetzen. Mittels der R-Taste fixiert Ihr Eure Gegner und könnt so um sie herumtänzeln und sie gleichzeitig mit den Fäusten malträtieren. Des Weiteren hat Rayman eine ungewöhnliche Haarpracht, die es ihm ermöglicht durch schnelles drehen, wie ein Helikopter sanft zu schweben.
Nach der Rettung seiner Hände, beginnt die Jagd auf André. Diese erweist sich als recht schnell erledigt. Allerdings mit einem kleinen aber bedeutsamen Mißgeschick. André wird zwar gefangen, jedoch nicht von Rayman, sondern von Globox, der ihn versehentlich verschluckt. Eure Aufgabe in den nächsten Abschnitten besteht nun darin Globox zu einem Heiler im Wald, der ihm den schwarzen Bösewicht austreiben soll, zu führen.
Um in den folgenden acht Welten voran zu kommen, bedarf es aber zusätzlicher Fähigkeiten. Diese erhält man durch Dosen, die Anzüge mit Superkräften enthalten. Dazu gehört ein Anzug für erhöhte Schlagkraft um verschlossene Türen zu zerschlagen oder gar eine Raketenanzug, dessen Raketen Ihr aus der Egoperspektive lenkt. Die Rätsel in Rayman 3 sind geschickt um diese Superkräfte aufgebaut worden und sind sehr kurzweilig. Alles andere als kurzweilig sind allerdings die Verbindungspassagen von einer in die andere Welt. In übertrieben farbintensiven Fahrsequenzen skatet und hüpft Ihr mit Rayman auf schmalen Pfaden in die neue Welt. Manche dieser Fahrten wirken dabei durch die sehr gewöhnungsbedürftige Farbgebung aber eher wie ein Ausflug in die Welt der Drogen, als die Fahrt in eine neue Welt.
Grafisch braucht sich Rayman 3 Hoodlum Havoc hinter niemandem zu verstecken. Die quietschbunte Grafik wird zwar nicht jedermanns Geschmack sein, technisch ist sie aber kaum zu kritisieren. Die Welt, durch die man mit dem Protagonisten läuft, ist sehr lebendig und strotzt nur so vor Details. Speziell die exzellenten Animationen und die sehr guten Schatteneffekte erfreuen das Spielerauge. Rayman 3 wurde mit lieblichen Farbtönen inszeniert und wirkt insgesamt wie aus einem Guss. Es sind keine besonderen Special-Effects, mit denen das Spiel auftrumpft, vielmehr passt hier einfach alles zusammen.
Störend wirkt lediglich die automatische Kameraführung, die ab und an nicht auf der Höhe des Geschehens ist. Speziell beim Fixieren der Gegner bereitet die Kamera einem das ein ums andere Mal Schwierigkeiten. Nichtsdestotrotz gewöhnt man sich mit der Zeit an dieses Manko und justiert in brenzligen Situation mittels des rechten Analogsticks selbst nach.
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