Gesamtwertung72%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Er ist klein, lilafarben und von zwei Hörnern auf seinem Schädel geprägt. Hustenanfälle arten bei ihm gerne in großflächige Waldbrände aus, weshalb er trotz seiner Niedlichkeit von seinen Kontrahenten nicht unterschätzt werden sollte. Die Rede ist natürlich von Spyro, der sich Hals über Kopf in sein zweites Abenteuer stürzen darf. Welche handelsüblichen Weltrettungsaktionen dem kleinen Drachen bevorstehen, erfahrt ihr im nachstehenden Test...
Damit die ganze Geschichte auch noch das i-Tüpfelchen verpasst bekommt, müsst ihr während eurer Reise 40 dunkle Kristalle zerstören, die kreuz und quer verstreut sind. Das Ganze hört sich natürlich sehr zeitraubend und überfordernd an, wären da nicht vier bereitwillige Helfer, die euch tüchtig unter die Arme greifen werden.
Die meiste Zeit verbringt ihr eigentlich damit, Bösewichte in die ewigen Jagdgründe zu befördern, dunkle Kristalle zu pulverisieren und fleißig bunte Edelsteine zu sammeln.
Habt ihr genug Steine gesammelt, könnt ihr diese beim Händler eures Vertrauens gegen nützliche Power-Ups eintauschen. Da wäre beispielsweise der Elektroatem, bei dem ich bis heute noch nicht herausgefunden habe, wie zum Henker ein Drache bitteschön Elektroblitze verschießen können soll. Jedenfalls könnt ihr, wie bereits erwähnt, euren Helden ordentlich aufmotzen, was die ganze Weltrettungsaktion ein wenig vereinfacht. Euer Atemrepertoire besteht aus insgesamt vier verschiedenen Typen, die im weiteren Verlauf des Spiels zu stärkeren Versionen aufgewertet werden. Ansonsten hat unser lilafarbener Drache im Gegensatz zum 1. Teil nichts Neues an besonderen Fähigkeiten dazugelernt und auch die unkomplizierte Steuerung wurde weitestgehend aus dem Vorgänger übernommen.
Um die Motivationskurve nicht unnötig absacken zu lassen, dürft ihr zwischendurch mit einem der vier Begleiter von Spyro kleinere Nebenlevel absolvieren. So sorgen zum Beispiel Flugeinlagen mit dem Kriegsveteranen Sgt. Byrd für die nötige Abwechslung und habt ihr diese Aufgaben für Zwischendurch erfolgreich bestanden, werdet ihr mit Licht-Kristallen und Dracheneiern belohnt.
Eine bestimmte Anzahl an Licht-Kristallen wird benötigt, um neue, kuriose Erfindungen des Professors euer Eigen nennen zu dürfen. Da unser Prof. von verwirrter Natur ist und die Namensgebung nicht unbedingt sein Spezialgebiet darstellt, hat er seine Kreationen kurzerhand mit dem Suffix Dingens bestückt.
Heraus kommen äußerst denkwürdige Spezialfertigkeiten wie der Superangriff-Dingens oder das Ball-Dingens.
Bei den Dracheneiern ist es so, dass diese von der Drachen-Pflegemami gestohlen wurden, um die Eier aus Spaß an der Freude im Drachenreich zu verstecken.
Sie dienen lediglich als netter Beigeschmack um besondere Features frei zu schalten. Auch wenn Spyro - A Heros Tail grundsätzlich einem jüngeren Publikum gewidmet ist, muss man sich bei manchen Szenen das Lachen verkneifen, weil sie die Stimmung zusätzlich aufheitern.
Von düsteren Sumpfgebieten, über verwinkelte Höhlensysteme bis hin zu frostigen Eislandschaften ist alles dabei, was das Jump&Run-Herz begehrt.
Auch wenn die technische Seite von der Grafikqualität her nur im Mittelfeld mitspielen kann, bleiben einem wenigstens unnötige Ruckler erspart. Trotzdem sollte der liebevoll animierte Morphingeffekt nicht völlig außer Acht gelassen werden. Hat man einen dunklen Kristall zerstört, legt die betroffene Umgebung ihr düsteres Antlitz ab und Pflanzen erstrahlen wieder in einem saftigen Grün.
Dadurch stellt sich eventuell bei dem einen oder anderen das Gefühl ein, man habe eine gute Tat vollbracht.
Eins muss man Vivendi lassen, bei der Synchronisation der einzelnen Akteure haben es die Entwickler geschafft, eine durchweg erträgliche Sprachausgabe auf der DVD zu verewigen. Selten hat man das Gefühl, dass einem die Dialoge auf den Keks gehen, eher im Gegenteil.
Die einzelnen Charaktere wirken durch die passenden Stimmen glaubwürdig und teilweise kann man sogar über ihre Witze lachen.
Auch die Hintergrundmusik läuft dezent ihre Minuten ab und unterstützt die jeweilige Atmosphäre im Spiel. Befindet ihr euch beispielsweise in einer Höhle, hallen mysteriöse Melodien durch das Erdreich. Eigentlich schade, dass das Dolby Digital Feature nicht genutzt wird.
Zwar weiß die gelungene Synchronisation zu überzeugen und sorgt für den einen oder anderen Lacher, dürften als Kaufgrund jedoch kaum ausreichen. Dennoch sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass sich Spyro weiterentwickelt und zumindest den
Sprung ins Mittelfeld des Jump&Run Genres geschafft hat. Wer für seine Kinder noch ein passendes Weihnachtsgeschenk sucht, der ist mit dem Spiel ganz gut beraten, da Spyro doch ein gewisses Kinderheldenpotential besitzt.
Spyro - A Hero's Tail im Test.
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