Gesamtwertung71%/10 |
GrafikAusreichend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungAusreichend |
Nachdem sich Rare von Microsoft aufkaufen ließ und den Nintendo-Jüngern somit den Rücken kehrte, befürchteten viele Fans ein Ende der Fox McCloud Ära. Doch die Jungs aus dem Hause Namco konnten sich das Elend nicht lange mit ansehen, weshalb sie mit Starfox Assault dem Helden ein neues Abenteuer spendieren. Ob man mit dem Titel den Vorgängern gerecht wird, lest ihr am besten selbst nach...
Was die Gefechte im Orbit betrifft, bedarf es nur einer gewissen Einspielzeit, bis man die Steuerung intus hat und sich mit Brechreiz auslösenden Loopings und Schrauben ins Getümmel stürzt. Einziges Problem dabei ist, dass die beiden Schwierigkeitsstufen Bronze und Silber Könner eher unterfordern werden, weshalb man für den nötigen Kick ruhig einen Gang höher schalten sollte.
Damit die Gefahr eines möglichen Nervenzusammenbruchs nicht zu kurz kommt, stehen euch bei jeder Mission drei Volldeppen zur Seite, die sich abwechselnd per Funk über ihre eigene Unfähigkeit ausheulen. Nicht genug damit, dass ihr euch mit zig Millionen Kontrahenten gleichzeitig herumschlagen müsst, Nein!, ihr dürft sogar häufig den Retter in der Not raushängen lassen und eure Mitstreiter vor der frühzeitigen Pensionierung respektive einem Abschuss durch die feindliche Armada bewahren. Sollte beispielsweise Bruchpilot Slippy Toad dann doch mal ins Gras beißen, werdet ihr beim nächsten Auftrag mit Verwunderung feststellen, wie quicklebendig der doofe Frosch doch sein kann und laut quakend erneut um Hilfe schreit. Doch da euch kaum mehr als ein paar Punktabzüge drohen, wenn er abgeschossen wird, ändert sein ganzes Geschrei vermutlich nichts daran, dass ihr beim seinem nächsten SOS-Ruf einfach auf taub schaltet und ihn ignoriert.
Die Steuerung des Protagonisten aus der dritten Perspektive und vor allem des recht gewöhnungsbedürftigen Panzers ist gelinde gesagt katastrophal. Bei der kleinsten Berührung des C-Sticks legt unser tollwütiger Fuchs eine halbe dance-Einlage hin, was ein vernünftiges Anvisieren des Ziels praktisch unmöglich macht, wären da nicht die automatische Schützenhilfe und das überdimensional große Fadenkreuz, bei dem selbst stark kurzsichtige Zocker auf ihre Brille getrost verzichten können.
Lustig wird es, wenn man das Vehikel über schmale Brücken manövrieren darf und einen phänomenalen Bauchklatscher nach dem anderen landet. Selbst den grundlegendsten Gesetzen der Fahrphysik wurde wenig Beachtung geschenkt, weshalb der Landmaster jeden noch so guten Geländewagen vor Neid erblassen lassen würde. Manche Missionen erlauben es euch, zwischen den drei genannten Fortbewegungsmöglichkeiten zu variieren, was dem Spieler die Qual der Wahl lässt, wie er seine Aufgaben bewältigen möchte.
Nach nur sechs Stunden Spielzeit hat das Leid ein Ende, wobei ihr euch zur Belohnung an dem freigespielten Arcade-Klassiker Xevious ergötzen könnt. Oder aber ihr findet bis zu vier freiwillige Opfer, die sich mit euch im altbewährten Deathmatch-Modus duellieren wollen.
Starfox Assault (10 Bilder)
Selbst der soundtechnische Bereich vermag nicht im Stande zu sein, die technischen Mängel des Titels aufzuwiegen. Auch wenn die Geräuschkulisse einer packenden Weltraumatmosphäre gerecht wird, lässt man Besitzer einer 5.1 Anlage eiskalt im Regen stehen und beschränkt sich lediglich auf eine stereophone Lautsprecherausgabe. Die Sprachausgabe ist komplett in Englisch gehalten, weshalb sich jüngere Zocker bei fehlenden Englischkenntnissen mit den deutschen Untertiteln abkämpfen dürfen. Nichtsdestotrotz hat man bei der Synchronisation eine solide Arbeit abgeliefert, wodurch die einzelnen Charaktere glaubhaft rüberkommen. Leider hapert es hier aber anscheinend an der Qualität der Tonaufnahme, da die Stimmen blechern klingen und man den Eindruck gewinnt, dass irgendein 0815 Mikrofon benutzt wurde.