Gesamtwertung63%/10 |
GrafikGut SoundMangelhaft |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Im Grunde ist die Story von The Italian Job durchaus ansprechend. Eine Gangstercrew plant einen spektakulären Goldraub. Zwar geht dabei alles gut, doch entpuppt sich leider eines der Gangmitlieder als Betrüger und zieht mit dem gestohlenen Gewinn alleine los. Aber das lässt der Chef der Crew, Charles Croker, nicht so einfach durchgehen und sinnt fortan auf Rache.
Genau hier übernimmt der Spieler die Spielfigur des Protagonisten und macht sich auf, die wertvolle Beute zurückzuerobern. Leider folgt im Story-Modus gleich zu Beginn die erste Ernüchterung. Im Spiel wird die Story fortlaufend zwischen den insgesamt 15 Missionen mittels der Stimme von Charles Croker weitererzählt. Während dieser meist etwas bemüht, allerdings doch eher schleppend und ziemlich zäh seinen Text herunterbetet, betrachtet man die in nur durchschnittlicher Spielgrafik präsentierten Sequenzen. Doch ist das des Schlechten nicht genug. Die Zwischensequenzen bestehen nur aus stehenden oder langsam fahrenden Autos. Für die Umsetzung eines Kinofilms erwartet man dann doch schon etwas mehr Lebhaftigkeit, vor allem bei einem Titel, welcher eigentlich Action satt verspricht.
Die Missionen selbst sind nur unwesentlich spannender. So besteht das Ziel zum Beenden einer Mission meist darin, einfach innerhalb eines vorgegebenen Zeitlimits von einem Punkt zum anderen zu fahren. Nur selten bekommt man gegnerische Polizeiautos zu Gesicht, welche dann allerdings nicht wirklich ein Hindernis darstellen. Frustig wird es dagegen dennoch, wenn der Spieler dann doch einmal geschnappt wird, da die Missionen recht lang sind, man aber nichtsdestotrotz jedes mal die Mission komplett neu starten und alle bisherigen Fahrziele noch einmal ansteuern muss. Bei dem geringen Umfang des Story-Modus sollten zumindest fortgeschrittene Rennspieler nicht länger als acht Stunden brauchen, um diesen erfolgreich abzuschließen.
Neben dem Story-Modus kann der Spieler aber auch noch andere Modi wählen. Ein Modus ist die Stadtrally, wo man gegen drei gegnerische Autos fährt und Checkpoints rund um die Stadt abfahren muss. Die Gegner fahren recht intelligent und fordern dem Spieler schon einiges an Geschick für den Sieg ab, doch scheinen alle drei nur gegen den Spieler zu fahren und nicht gegeneinander, da sie sich gegenseitig nicht überholen, was die Sache nicht unbedingt spannend macht. Ein weitaus interessanterer Modus ist dagegen der Stuntmodus. Hier stehen dem Spieler insgesamt vier Stuntkurse, welche in Lagerhallen aufgebaut sind, zur Verfügung. Zwar sind die Kurse nicht unbedingt von Action geprägt, doch motivieren sie im Gegensatz zu den anderen Modi weitaus mehr und erfordern dazu noch großes fahrerisches Geschick. Weiterhin werden noch die Modi Zeitrennen, wo man auf Stadtkursen die eigene Bestzeit toppen kann, und Spritztour, wo man sich ohne Sorgen die beiden Städte Hollywood und Los Angeles näher anschauen kann, geboten. Doch wird man sich in letzterem Modus nicht allzu lange aufhalten, da die Städte recht klein, abwechslungsarm und einfach vom Design her wenig ansprechend sind. Für Fans des Films gibt es zwar noch einige Fotos, sowie einige Konzeptzeichnungen, doch vom Hocker haut das alles auch niemanden.
Vom grafischen Standpunkt her ist The Italian Job insgesamt recht unspektakulär ausgefallen. Die Städte sowie die Autos werden zwar sauber dargestellt, aber dafür besitzt jedes Element in dem Spiel einfach einen zu geringen Detailgrad. Bei den Autos des Stadtverkehrs könnte man sogar meinen, dass sie überhaupt keine Texturen besitzen. Leider hielten es die Entwickler auch nicht für nötig, den Autos ein Schadensmodell zu verpassen. Nach Crashs sieht man nur immer eine erhöhte Rauchproduktion, welche dem Spieler signalisieren soll, dass sein Auto kurz vor dem Totalschaden steht.
Die Grafik der Xbox- und der GameCube-Versionen schneidet im Vergleich besser ab als die der PlayStation 2-Version. Auf letzterem Gerät ist alles noch ein wenig hässlicher, zudem flimmert vor allem die Umgebung extrem.
Die soundtechnische Seite ist zu allem Überfluss auch recht dürftig ausgefallen. Zwar hält sich die Begleitmusik während der Raserei ruhig im Hintergrund, doch richtig schlecht sind die einzelnen Motorengeräusche. Diese kann man bestenfalls mit einer immer lauter werdenden Waschmaschine vergleichen. Bei der Wahrnehmung dieser Geräusche fällt auch dem Letzten auf, dass Entwickler Climax recht unmotiviert gearbeitet hat.
Nicht realistisch, dafür aber simpel, ist dagegen die Steuerung der einzelnen Boliden. Zwar hat man manchmal das Gefühl, dass man sein eigenes Auto etwas ungenau lenkt, doch im Grunde ist das Fahrverhalten recht gelungen und stört während des Spielens nicht. Die üblichen Befehle, wie Beschleunigen, Bremsen und Handbremse gehen nach kurzer Zeit einfach von der Hand.
The Italian Job im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von Codemasters?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.