Gesamtwertung81%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Wer hätte jemals gedacht, dass ein kleiner Knirps mit einer grünen Mütze jemals so berühmt werden würde? Niemand, doch der kleine Link ist bekannt dafür geworden, dass er immer wieder die holde Maid Zelda und das Königreich Hyrule gerettet hat. Ob er das in seinem neuesten Abenteuer auch schafft, erfahrt ihr in unserem Test...
Es musste ja kommen, wie es kommen musste: Der Schurke Vaati, einigen vielleicht aus The Minish Cap bekannt, konnte sich aus seinem Gefängnis befreien und Prinzessin Zelda zusammen mit gleich noch sechs weiteren Damen entführen. Um den Bösewicht wieder zurück zu treiben und wieder Frieden herzustellen, greift der mutige Link zum legendären Schwert der Vier. Was nun kommt, ist schmerzlich: Unser Held wird gevierteilt. Aus diesem Umstand ergibt sich nun die wichtigste Neuerung im Gameplay des aktuellen Zelda-Teils.
Dieses Spielprinzip gab es schon als Zusatzfeature beim GBA-Modul A Link to the Past. Dort durfte man zu viert auf Münz- und Schatzjagd gehen. Daran wurde auch in Four Swords Adventure nichts geändert. So arbeitet ihr sowohl zusammen wie auch gegeneinander. Zusammen, weil ihr nur so die Rätsel lösen könnt, und gegeneinander, weil immer erst am Ende eines jeden Levels abgerechnet wird. Doch kommen wir zuerst zum Einzelspielermodus.
Einer für alle, alle für einen
Auch hier ist die Devise: Einer für alle und alle für einen. Ihr steuert im Einzelspieler-Modus immer nur einen der vier Links, die anderen drei werden vom Computer übernommen und folgen euch auf Schritt und Tritt.
So könnt ihr euch auch in verschiedenen Formationen aufstellen, was besonders wichtig ist, da ihr nur so schwere Steinbrocken oder Schalter betätigen könnt. Manchmal müsst ihr euch auch voneinander trennen und unterschiedliche Wege gehen, um zum Beispiel vier Bodenplatten zu aktivieren.
Links neuestes Abenteuer ist in sechs Level mit jeweils drei bis vier Unterlevels aufgeteilt. So findet ihr in jedem Abschnitt Gegenstände wie die Laterne oder den Bogen, jedoch verliert ihr alles wieder, sobald ihr einen neuen Abschnitt betretet, was auch für die Herzcontainer gilt. Was euch das Leben zusätzlich noch ein wenig erschwert, ist, dass Link immer nur einen Gegenstand gleichzeitig tragen kann. So müsst ihr euch stets entscheiden, ob ihr lieber den Bogen oder den Bumerang mitnehmt.
GBA + GC = neues Spielgefühl?
Four Swords Adventure lässt sich sowohl mit GameCube-Joypad als auch mit dem GBA steuern. So liegt es ganz bei euch, mit welchem Equipment ihr euren Link steuert. So wird alles, was an der Oberwelt geschieht, am Fernseher wiedergegeben, doch sobald Link ein Haus oder einen Dungeon betritt, müsst ihr auf dem GBA weiterspielen. Spielt ihr jedoch mit dem GC-Pad, wird ein Fenster auf dem Fernseher eingeblendet, wo ihr dann die einzelnen Rätsel lösen könnt. Wollt ihr mit mehreren Leuten spielen, muß jeder einen GBA samt Linkkabel angeschlossen haben. So braucht ihr um den Mehrspielermodus zu spielen vier GBAs samt Linkkabel.
Klauen, Treten und Zusammenhalt
Obwohl das Durchschalten der Charaktere im Solopart sehr gut von der Hand geht, braucht ihr trotzdem länger, um einen Level abzuschließen. Im Multiplayer reduziert sich das alles ein wenig. Hier steuert jeder Spieler einen Charakter und hilft und klaut den anderen Kristalle, wo er nur kann. Jeder rennt in einem neuen Level sofort los, um sich die begehrten Diamanten und Gegenstände zu schnappen, um einen Vorteil gegenüber den anderen zu haben. So entbrennt eine Art 'kooperativer Kampf' und ein Wutschrei folgt dem nächsten, doch alles ist vergessen, sobald es um das Lösen eines Rätsels geht. Jeder hilft mit, damit alle weiter kommen. Genau hier ist der große Reiz von diesem Spiel. Der Kampf gegeneinander und miteinander gleichzeitig passt genau wie die Faust aufs Auge. Nebenbei gibt es noch einen Modus in dem man nur gegeneinander kämpft, und wer als letztes noch steht hat gewonnen. Das ganze spielt sich klasse und macht einen Heidenspaß.
GBA Grafik meets GameCube
Wer das Spiel zum ersten Mal startet, wird sich vielleicht ein wenig erschrecken und gleich nachgucken, ob nicht versehentlich ein GBA-Spiel im GameCube liegt, da die Grafik nur eine aufgemotzte GameBoy Optik bietet. Es gibt jedoch auch einige nette Effekte wie etwa die Hitzeschlieren im Feuer-Dungeon. Nichts desto trotz ist das Niveau grafisch in etwa auf dem des GBA Titels A Link to the Past angesiedelt. Es ist vollkommen egal, ob ihr euch im Schloß oder auf der Küste von Hyrule befindet, ihr denkt immer, ihr spielt einen GBA Titel.
Auch soundtechnisch wird der GC nicht vollkommen ausgereizt. So werden Zelda-Fans von den alten Klängen sofort wieder in den Bann gezogen und an alte Tage erinnert, jedoch wäre auch hier viel mehr drin gewesen.
The Legend of Zelda: Four Swords Adventure im Test.
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