Gesamtwertung88%/10 |
GrafikSehr gut SoundGut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Zu Beginn von Tiger Woods PGA Tour 2004 wird man mit einem lockeren Intro begrüßt, welches fast schon an die Coolness eines NBA Street herankommt. Ist es für den Spieler das erste der ganzen Tiger Woods-Reihe wird er sich vorerst einmal im Tutorial wiederfinden. Dort werden die Grundkenntnisse der Steuerung erklärt. Das Ganze erfolgt auf englisch, allerdings wird man sich selbst ohne besondere Sprachkenntnisse aufgrund der beigelegten Anleitung auf deutsch schnell mit den einzelnen Schlagvarianten zurechtfinden.
Nach der kurzen Einführung muss man sich erst einmal ein Profil erstellen. Dazu gehört auch, dass man sich in dem Editor einen eigenen Golfer erstellt. Der Editor lässt dabei keine Wünsche übrig und so kann man seiner eigenen Phantasie freien Lauf lassen. Ob zusammenwachsende Augenbrauen, krumme Nase oder das Tragen einer Zahnspange, es ist fast alles möglich. Hat man sich sein Idealbild erschaffen, gilt es noch mit dem Startguthaben, welches man zu Beginn erhält, sich seine Fähigkeiten im Bereich Golf einzustellen.
Für das erfolgreiche Absolvieren verschiedener Wettkämpfe oder herausragende Leistungen während des Golfens erhält man dann wiederum als Belohnung Geld, mit dem man sich entweder neue Fähigkeiten oder aber neue Kleidungsstücke, wie zum Beispiel einen Schottenrock, oder neue Einstellungsmöglichkeiten für den Editor kaufen kann.
Neben einer Welttour, einer vollständigen Saison und einigen Scenarien ist es auch möglich, sich an Wettkämpfen zu beteiligen, welche in der Realität stattfinden. Dafür nutzt das Spiel die Uhrzeit der Konsole.
Falls also an einem Tag gespielt wird, wo gerade ein wichtiges Ereignis im Bereich Golf geplant ist, fragt das Spiel an, ob man Lust hat, an genau diesem Ereignis virtuell teilzunehmen. Für wahre Golffans ist das natürlich ist das natürlich eine nette Dreingabe, da dadurch die Begeisterung für den Sport sogar ausgelebt werden kann. Natürlich gibt es auch noch die traditionellen Modi, die eine Partie von bekannten Golfarten ermöglichen. Aber nicht nur Simulation-Fans kommen auf ihre Kosten, auch Arcade-Liebhaber werden ihren Spass an dem Titel haben. Für letztere Gruppe hat sich EA Sports ebenfalls etwas einfallen lassen.
So gibt es die sogenannten Arcade-Modi, welche unterhaltsame Ideen, wie zum Beispiel Battle Golf (Der Gewinner eines Lochs darf dem Gegner einen Schläger wegnehmen) oder Speed Golf (Nach einem Schlag rennt man dem Ball hinterher. Wer am schnellsten den Ball eingelocht hat, gewinnt), beinhalten.
Die Steuerung des neuesten Ablegers der Tiger Woods-Reihe ist durchweg gelungen. Sie ist leicht erlernbar, aber trotzdem sehr anspruchsvoll. Mit dem Analog-Stick hantiert man mit dem Schläger, mit den anderen Tasten zoomt man über den Golfplatz oder wählt einen bestimmten Schlagtyp aus. Das erfolgreiche Abschlagen eines Balls ist gar nicht so einfach. Um den Ball optimal zu treffen, bedarf es schon ein wenig Konzentration. Mit dem Zurückbewegen des Sticks holt man den Schlag aus und mit der Vorbewegung vollendet man dann den Schlag. Dabei ist darauf zu achten, dass man seinen Golfprofi nicht zu lange den Schlag ausholen lässt und den Analogstick möglichst schnell geradeaus nach vorne bewegt. Denn nur so wird garantiert, dass der Ball nicht in die Sandgrube fliegt. Für die erfahrenen Spieler gibt es dann auch noch die Möglichkeit, dem Ball Schnitt mitzugeben.
Im Großen und Ganzen hat EA Sports aus dem etwas behäbigen Golfsport ein mitreißendes Golfspiel entwickelt. Die Grafik ist sehr liebevoll detailliert und die Animationen des Spielers hinterlassen einen recht realistischen Eindruck. Einziger Negativpunkt ist hier, dass kein einziger Zuschauer auf den insgesamt 20 verschiedenen Golfplätzen zu sehen ist und die Atmosphäre dadurch vielleicht doch etwas getrübt wird. Im Gegensatz dazu wird vor allem ein optimaler Abschlag prachtvoll in Szene gesetzt. Bei jedem solcher Erfolge wird eine kurze Zwischensequenz eingespielt, die manchmal witzig und manchmal einfach nur cool ist.
Ebenso wie die grafische Präsentation ist auch der Sound gelungen. Eine gewohnte Auswahl an bekannten und aktuellen Songs begleitet die Menüeinstellungen, auf dem Golfplatz ist dann allerdings mit Ausnahme der Arcade-Modi absolute Ruhe angesagt. Dies verbessert das Gefühl der Spannung und der Konzentration auf das eigentliche Spiel. Nur zwitschernde Vögel und sonstige natürlichen Geräusche sind zu hören. Führt man dann allerdings einen erfolgreichen Schlag aus, applaudiert das unsichtbare Publikum freundlich, landet der Ball dagegen in der Sandgrube, vernimmt man nur ein enttäuschendes Stöhnen.
Tiger Woods PGA Tour 2004 im Test.
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