Age of Conan
Neben Der Herr der Ringe Online ist Age of Conan das am sehnlichsten erwartete MMORPG in diesem Jahr. Grund genug für uns, den Entwicklern auf der RPC einen Besuch abzustatten und einen Blick auf den Titel zu werfen. Unsere ersten Eindrücke teilen wir euch in unserer Vorschau mit.
In Age of Conan beginnt euer Abenteuer als Sklave auf einem Schiff. Hier könnt ihr zu allererst euren Charakter erstellen. Dabei wählt ihr Geschlecht und Herkunft des Helden aus. Hierbei könnt ihr aus drei verschiedenen Völkern wählen; den Aquilonien, den Cimmerien und den Stygien. Unabhängig zu welchem Volk ihr euch bekennt, entkommt ihr von dem Schiff und strandet auf den Inseln von Barachan, Tortage, wo ihr anfangs noch auf euch alleine gestellt seid, und müsst euch euren Weg durch einen Dschungel zu der nächsten Stadt bahnen. Erst hier trefft ihr auf andere Spieler. Geplant sind Quests, welche ihr zusammen mit den anderen Spielern bestreitet, als auch Solo-Abenteuer. Diese werden nachts in Angriff genommen. Wer sich also fernab von Gilden ins Abenteuer stürzen möchte, legt seinen Charakter tagsüber ganz einfach schlafen.
Die Stadt strotzt vor Leben. Überall ist irgendetwas los. Jeder NPC geht seinem eigenen leben nach. In den Tavernen der Stadt kann es zu Schlägereien kommen, denen ihr natürlich beiwohnen könnt. Sogar Prostituierte bieten euch ihre Dienste an. Allein diese Tatsachen weist schon darauf hin, dass Age of Conan eher auf erwachsene Spieler ausgelegt ist. Euer Aufenthalt in den Städten wird stets anders verlaufen. Einzig die Quest-abhängigen Charaktere werden an bestimmten Punkten zu finden sein.
Ein Entwickler von Funcom zeigte uns einen kleinen Teil der Welten von Cimmeria und Stygia. Cimmeria ist geprägt von riesigen Berglandschaften, welche völlig frei begehbar und frei zum Erkunden ist. Wirklich beeindruckt hat uns die enorme Weitsicht. Vom Gipfel eines Berges konnte man fast das gesamte Gebiet in seiner ganzen Pracht überblicken. Auf eurem Weg durch die riesigen Landschaften trefft ihr dabei, wie für das Genre üblich, auf zahlreiche umher streunende Feinde, aber auch diverse Camps mit NPCs werdet ihr finden. Je nachdem wie ihr Euch im Vorfeld ihnen gegenüber gegeben habt, werden sie euch attackieren oder in Ruhe lassen. In der Dünenlandschaft von Stygia trafen wir auch auf umher ziehende Karawanen und wurden Zeuge, wie diese von wilden Löwen angegriffen wurden. Als Spieler hat man nun die Wahl, ob man helfen oder die Leute ihrem Schicksal überlassen möchte. Es sind diese kleinen Details, die der Welt des Spiels Leben einhauchen und so besonders machen.
Auch die Kämpfe distanzieren sich vom Einheitsbrei und kommenden erfrischend dynamisch daher. Habt ihr anfangs lediglich den Zugriff auf ein kleines Schlagrepertoire, könnt ihr dieses mit genügend Erfahrung ausbauen, sodass mächtige Schlagkombinationen möglich sind. Hierfür müsst ihr im richtigen Moment die passenden Knöpfe drücken. Bemerkenswert ist es, dass Age of Conan kein Targeting-System nutzt. Der Spieler muss die Richtungen seiner Schläge selbst beeinflussen.
Als Eingabe für eure Befehle könnt ihr dabei mit Maus-, Keyboard oder Gamepad-Unterstützung rechnen. Weiterhin sind zahlreiche 'Fatalities' möglich, mit denen ihr euren Widersachern den Rest geben könnt. Sowieso verlaufen die Kämpfe recht blutig und hier und da kann schon mal ein Kopf rollen. Bleibt abzuwarten, ob diese recht makaberen Szenen auch ihren Weg in die deutsche Version finden werden. Je nachdem welchen Gegnertyp ihr gerade erledigt habt, wird dieser einen angemessenen Gegenstand hinterlassen. Ein Löwe wird demnach keinerlei Rüstungsgegenstände hinterlassen. Sowieso konzentriert man sich bei Age of Conan eher auf die Aufwertung der Fähigkeiten des Charakters, als auf das Sammeln von Unmengen an Items. Ebenfalls festzuhalten ist die Tatsache, dass eure Waffen sich nicht abnutzen werden.
Auch die eigentlichen Quests sind sehr abwechslungsreich gestaltet worden und heben sich angenehm von der üblichen Kost ab. Während unserer Präsentation mussten wir einem der Einwohner der Stadt helfen, seine vermisste Frau wiederzufinden. Wie sich herausstellte, wurde diese Opfer eines mächtigen Krokodils, mit welchem wir kurzen Prozess machten.
Die Überbleibsel seiner toten Frau überbrachten wir dann dem frisch gebackenen Witwer. In einem anderen Quest wurden wir auf einen Anführer einer feindlichen Gruppe angesetzt. Um an diesen heranzukommen, mussten wir sein Zelt in Brand stecken. Überrascht rannte er aus dem Zelt direkt in unsere gewetzte Klinge.
Für das freie Erkunden der Areale könnt ihr euren Sattel auf verschiedene Tiere wie Pferde und sogar Mammuts schnallen. Mit äußerst viel Liebe zum Detail fallen dabei die Animationen auf. Unser Pferd galoppierte ungemein lebensecht durch die prächtigen Landschaften. Für die Bewegungen wurde das Motion Capturing-Verfahren verwendet. Auch in den Kämpfen mit Gegnern wird man die Tiere einsetzen können. Gerade in dieser Hinsicht sind wir sehr auf die mächtigen Mammuts gespannt.
Wer sich auf Kämpfe mit mehren Spielern einlässt, dem werden zahlreiche Varianten an PvP und PvE geboten. So werden Spieler in der Lage sein, zusammen ganze Schlösser errichten und gegnerische Festungen in Instanzkämpfen einnehmen zu können. Leider wurde uns in dieser Hinsicht nichts gezeigt, daher können wir nicht sagen wie genau diese aussehen werden.
Auf die Frage hin, welche Systemanforderungen Age of Conan mit sich bringe, wurde uns gesagt, dass diese in etwa mit denen von The Elder Scrolls IV: Oblivion vergleichbar sind. Von der grafischen Brillianz des Spiels konnten wir uns allerdings nicht völlig überzeugen, da das Spiel leider nur in der DirectX 9-Version gezeigt wurde, aber auch hier für ein Online-Rollenspiel schon wirklich phänomenal ausschaute. Eines steht jetzt auf jeden Fall schon mal fest: mit Age of Conan kommt etwas unfassbar großes auf uns zu. World of WarCraft muss sich warm anziehen.
Ersteindruck
Age of Conan bietet eine riesige Welt, für ein Online-Rollenspiel unfassbare gute und detaillierte Grafiken und durch die abwechslungsreichen Quests scheint auch spielerisch alles zu stimmen. Die Welt bietet durch ihre Authentizität einen großen Anreiz zum Erkunden. Gerade aber das unheimlich dynamische Kampfsystem bringt frischen Wind ins Genre. Alles bislang Gezeigte weist jedenfalls darauf hin, dass Funcom mit Age of Conan durchaus das Potenzial hat, einem gewissen Blizzard-Titel den Rang abzulaufen. Wir brennen jedenfalls schon darauf, endlich selbst frei durch Hyboria, dem Reich Conans, stiefeln zu können.
![Age of Conan [PC , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20080102/14/967470196.jpg)
![Age of Conan [PC , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20080102/14/254842594.jpg)
![Age of Conan [PC , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20080102/14/708766167.jpg)
![Age of Conan [PC , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20080102/14/3645299951.jpg)
![Age of Conan [PC , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20080102/14/3383714024.jpg)
![Age of Conan [PC , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20080102/14/3264455995.jpg)
![Age of Conan [PC , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20080102/14/1185663453.jpg)
![Age of Conan [PC , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20080102/14/3261872401.jpg)
![Age of Conan [PC , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20080102/14/1635743441.jpg)