Es hätte ein ruhiger Abend und eine erholsame Nacht für unsere beiden ägyptischen Freunde Assil und Thara werden können. Aber das Sternbild des Kamels kündigt einen Kampf der Götter an. Es geht um nichts geringeres als die Vorherrschaft in Ägypten. Um die Macht an sich zu reißen ist manchen Göttern jedes Mittel recht und unsere beiden Helden stecken mitten drin. So müssen Assil und Thara verhindern, dass die gefürchtete Gottheit Seth den Wettstreit der Götter gewinnt und Ägypten seiner Schreckensherrschaft unterwirft.
Zu Beginn des dritten Teils der Ankh-Serie, mit dem Untertitel Kampf der Götter reißen uns zwei Boten aus de Schlaf und berichten uns von dem Sternbild und dem sich anbahnenden Unheil. Hier zeigt sich auch eine der ersten inhaltlichen Neuerungen: das Ankh um Assils Hals ist zum leben erwacht und beginnt zu sprechen, es behauptet es sei selbst eine Gottheit! Dass der Wettstreit der Götter kein harmloses Spiel ist, merken wir recht schnell, als ein Meteoritenhagel niedergeht und einer dieser glühenden Brocken das neue Haus von Thara und Assil in Brand steckt.
Unsere erste Aufgabe im Spiel besteht also da drin, die beiden Helden des Spiels und das mürrische Ankh sicher aus dem brennenden Haus zu bringen. Zuerst einmal müssen wir Thara eine weiche Landung verschaffen, damit sie vom Dach zu uns ins obere Stockwerk springen kann. Ist das geschafft zeigt sich aber das nächste Problem: das Treppenhaus brennt lichterloh und das Feuer hat von der Holztreppe nicht mehr viel übrig gelassen. Wie kommen wir also runter? Haben wir auch dieses Rätsel gelöst und uns eine eigene Leiter gebaut zeigt sich eine weitere große Neuerung des dritten Teils. Nicht nur, dass wir erstmals neben Assil auch Thara steuern können, wir müssen die unterschiedlichen Fähigkeiten und Vorlieben der beiden auch geschickt einsetzen und kombinieren um zum Ziel zu kommen. So weigert sich Thara beispielsweise Assils benutzte Socken mitzunehmen und Assil selber hat eine große Abneigung dem nassen Element gegenüber. Also müssen wir mit Thara durch das überschwemmte Bad schwimmen um für unseren Freund das fehlende Bauteil für ein Surfbrett zu besorgen, mit dem auch er sich dann traut das Wasser zu überqueren.
Zwischen beiden Charakteren kann nach belieben hin und her gewechselt werden und es ist auch ohne Probleme möglich zwischen beiden Inventargegenstände auszutauschen. Das funktioniert auch wenn beide nicht im selben Raum sind eine zwar unrealistische aber mehr als praktische Sache!Eine weitere sehr nette Idee sind die vielen neuen Hinweistexte, wenn wir versuchen nicht passende Gegenstände zu kombinieren. Hier gibt es immer wieder lustige Kommentare und keine einheitlichen Texte wie in den Vorgängern.
Im Kampf der Götter werden wir erstmals auch Ägypten verlassen und so exotische Schauplätze wie Bora Bora oder ein Wikingerdorf besuchen. Im hohen Norden werden wir die Bekanntschaft mit einem weiteren Gott machen: Thor. Dieser redet aber nur mit Männern und in seinen Augen ist Assil kein ganzer Mann. Welcher Mann rennt auch schon in einem Rock rum? Es gilt also Assil mit Helm, Waffe, Bart und entsprechender Kleidung zu einem ganzen Wikinger-Mann um zurüsten.
Auch technisch hat sich unter der Haube von Ankh einiges getan. So kommt eine neuen Grafikengine zum Einsatz, die wir bereits aus Deck13s vorherigem Spiel Jack Keane kennen. Das bedeutet, dass im Vergleich zu den alten Ankh-Teilen eine dynamischen Beleuchtung und ein wesentlich verbessertes Partikelsystem zum Einsatz kommt. Zu bewundern ist dieser Effekt zum Beispiel bei dem Feuer. Auch das Wasser sieht nun wesentlich schöner aus. Die Verbesserungen machen sich auch bei den Charakteren bemerkbar. Diese sind nun noch ein gutes Stück detailreicher und wirken einfach runder. Auch die neuen Animationen tragen ihren Teil zum gelungenen Gesamteindruck bei. Erwähnenswert sind auch die wieder sehr gelungenen Synchronsprecher der verschiedenen Charaktere, hier konnten bekannte Sprecher aus Film und Kino gewonnen werden, bei Thor beispielsweise ertönt die deutsche Stimme von Samuel L. Jackson.
Ersteindruck
Auch der dritte Teil der Ankh-Serie scheint wieder ein hervorragendes Adventure zu werden. Alle beliebten Charaktere aus den Vorgängern sind mit an Bord und dazu noch viele tolle neue. Die Rätsel sind (fast) immer logisch und mit viel Humor gestaltet worden. Viele Details und Dialoge zaubern einem sowieso immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Adventure-Fans können wir die Demo wärmstens ans Herz legen. Viel Spaß im alten Ägypten!
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