Anno 1701

Preview
Plattform
PC
Vertrieb
Sunflowers
Entwickler
Related Designs
Erscheinungsdatum
26. Oktober 2006
Genre
Strategie
Anno 1701 [PC , Justgamers]

Anno 1701

Anno 1701 - Video-Preview (High Quality) Anno 1701 - Video-Preview (Low Quality) Anno 1701 - Galerie (53 Bilder) Anno 1701 - Demo

Noch knapp zwei Wochen, dann ist es da – das dritte Sequel zum erfolgreichsten Spiel aus deutschen Landen. Mit Anno 1701 haben sich die Entwickler von Related Designs eindeutige Ziele gesetzt: die Vorgänger übertrumpfen, und zwar durch knallharte Logik. Was hat 1602 funktioniert? Was ist 1503 gefloppt? Alte Tugenden beibehalten und aus begangenen Fehlern lernen. Ob sich die Anstrengungen gelohnt haben, konnten wir nun anhand einer Preview-Version von Anno 1701 selbst überprüfen.

Unendliche Weiten

Ein elementarer und wohl gleichzeitig auch der bekannteste Bestandteil der Anno-Reihe war und ist auch im neuesten Serien-Ableger das Endlosspiel, was übersetzt etwa so viel wie „Spielen bis der Arzt kommt“ heißt. Keine festen Missionsziele, keine inhaltlichen Beschränkungen, einfach nur eine große und geräumige Seekarte mit einer handvoll Inseln, die ungeduldig darauf warten besiedelt zu werden. Bevor man sich aber in dieses Siedeln ohne Ende stürzt, wollen einige Einstellungen vorgenommen werden. Um sich eine Spielumgebung frei nach den eigenen Wünschen zu gestalten, verfügt der Endlosspiel-Modus über viele sinnvolle Optionen. Auswahlmöglichkeiten wie die Kartengröße, die Menge der Rohstoffvorkommen oder die Fruchtbarkeit der Inseln machen nur einen Bruchteil der Einstellungsparameter aus. Will man gegen KI-Mitspieler antreten? Wenn ja, welche? Insgesamt 12 CPU-gesteuerte Gegenspieler stehen dabei zur Auswahl, jeder von ihnen zeichnet sich durch individuelle Charakterzüge und daraus resultierende verschiedenste Spielstrategien aus. Wer will, der kann aus dem Endlosspiel durch wenige Klicks ein Spiel mit bestimmten Siegesbedingungen machen – so kann z.B. der aus einer Partie als Gewinner hervorgehen, der es schafft, einen Pakt mit den Freibeutern zu schließen. Diplomatie und Handel haben in Anno 1701 überhaupt einen sehr hohen Stellenwert. Auf jeder Karte (im Endlosspiel) befindet sich auch ein Außenposten des bereits aus den Prequels bekannten freien Händlers.

Dieser nette Geselle klappert mit seinem Handelsschiff die Häfen aller Spieler ab und verkauft, bzw. kauf ihnen ihre Waren ab. Neu ist, dass der Händler hin und wieder, während des laufenden Spielgeschehens, eine zeitlich begrenzte Quest in Auftrag gibt. Wer sich dieser annimmt und sie als erster erfolgreich absolviert, kann sich über eine dicke Entlohnung in Form von diversen Rohstoffen oder Gold freuen.

Auf eine zusammenhängende Kampagne haben die Entwickler von Related Designs bewusst verzichtet, laut eigenen Aussagen hat diese im Vorgänger nicht ihren Zweck erfüllt. Stattdessen setzt man in bester Anno 1602-Manier wieder auf mehrere, nicht zusammenhängende Szenarien, die aber wiederum jedes für sich eine eigene, interessante Geschichte erzählen. Wie auch schon damals, besitzt jedes Szenario einen fest zugewiesenen Schwierigkeitsgrad, Experten können sich also ohne große Umwege sofort an die harten Missions-Brocken machen. Einsteiger müssen hingegen nicht verzweifeln. Außer, dass es auch speziell auf Genre-Neulinge und Anfänger zugeschnittene Aufträge gibt, wer absolut keine Ahnung vom Anno-Gameplay hat, kann sich durch ein leicht verständliches Tutorial in Windeseile mit der Spielmechanik vertraut machen.

Darüber hinaus verfügt das Spiel, ähnlich wie Rundenstrategie-Kollege Civilization IV über eine ausführliche Spielenzyklopädie, die Annopedia, in der alle spielrelevanten Infos untergebracht sind. Die wohl wichtigste Änderung im Vergleich zum direkten Vorgänger Anno 1503: statt der umständlichen Marktstände, an denen die Insel-Bewohner ihre benötigten Waren einkauften und dadurch Geld in die Stadtkasse sprudelte, besinnte man sich beim Spieldesign zurück und reguliert die Stadteinnahmen nun wieder ausschließlich durch stufenlos einstellbare Steuernsatzungen.

Besiedel´s mir!

Das Siedeln und der Aufbaupart selbst haben sich im Vergleich zu den Vorgängern so gut wie nicht verändert. Wieso sollte man ein funktionierendes und einfaches Konzept auch ohne Grund verpfuschen? Am Anfang eines jeden Abenteuers steht ein Schiff, beladen mit einer kleinen Menge Holz, Nahrung und Werkzeug – mehr braucht ein waschechter Abenteurer auch nicht. Nach kurzer Zeit auf hoher See entscheidet man sich dann für eine Insel, die man besiedeln will. Freilich bleibt es nicht für immer bei dieser. Zwar gilt die erste Insel meist als Haupt-Eiland, auf dem man seine florierende Siedlung aufbaut, nach einiger Zeit muss man aber wohl oder übel zu neuen Gefilden aufbrechen – nicht etwa weil der Platz zu knapp geworden ist, nein, sondern weil die Bedürfnisse der Einwohner zufrieden gestellt werden wollen und keine Insel über alle benötigten Rohstoffe und Anbaugebiete gleichzeitig verfügt. Zwar bewohnen anfangs noch recht einfach gestrickte Pioniere die Siedlung, mit der Zeit entwickeln sich diese aber weiter – zu Siedlern, Bürgern, Kaufläuten und letztendlich Aristokraten, die nötigen Rohstoffvorräte vorausgesetzt. Geben sich Pioniere noch mit einfachen Stoffen, ausreichend Nahrung und einer Kirche in Hausnähe zufrieden, verlangen Kaufleute schon nach Luxusgütern wie Lampenöl oder Pralinen.

Und damit der Alltag nicht allzu langweilig wird, darf´s auch gleich noch ein Theater sein, aus edelstem Marmor selbstverständlich. Apropos langweilig, ein in Anno 1701 neu dazugekommenes Bedürfnis, das die Stadtbewohner auf jeder einzelnen Entwicklungsstufe benötigen ist das Gemeinschaftsgefühl. Dieses erhalten sie automatisch, sobald sie sich im Einzugsbereich eines Dorfzentrums befinden. Dieses neue Gebäude dient als kultureller Treffpunkt der Siedlung. Außerdem besuchen es in unregelmäßigen Abständen immer wieder bestimmte Ehrengäste. Befindet sich beispielsweise gerade ein Schmied in der Stadt, so eröffnet er einen Marktstand im Dorfzentrum – das ist aber nicht alles, da alle Auftritte dieser Art mit verschiedenen Boni verknüpft sind. Solange sich der Schmied in der Siedlung befindet, sorgt er für stetigen Nachschub an Werkzeug. Besucht wiederum ein Wissenschaftler das Dorfzentrum, so verringern sich sowohl die Zeit als auch die Kosten, die man zum Erforschen neuer Gebäude und Technologien benötigt.

Doch Moment, Forschung? Ja, richtig gelesen. Nicht alle Neuerungen in Anno 1503 waren für die Katz. Das sinnvolle Forschungs-Feature wurde übernommen und dient dazu, neue auf wissenschaftlichem Wege neue Fertigkeiten zu erwerben. Hierzu zählen nicht nur diverse Technologien sondern z.B. auch spezielle Gebäude. Will man seine Siedlung beispielsweise gegen Feuer schützen, so muss man zu aller erst im übersichtlichen Forschungsmenü die Feuerwache gegen Bares erforschen. Forschen kann man aber erst, wenn man der eigenen Insel-Siedlung mindestens eine Schule spendiert hat. Später, wenn man in der Lage ist eine Universität zu erbauen, eröffnen sich dem Spieler auch neue, fortschrittlichere Forschungsmöglichkeiten.

Evolutionssprung

Zwar haben jetzt schon das ein oder andere wichtige Feature sowie die spielrelevantesten Neuerungen durchgenommen, doch die eindeutig auffälligste Veränderung im Vergleich zu seinen beiden Vorgängern ist Anno 1701 im grafischen Bereich widerfahren. Waren die zwei Prequels noch in klassischer 2D-Aufbaugrafik gehalten, gelang dem neuesten Spross der Sprung in die dritte Dimension – und welch ein Sprung! Die äußerst detaillierte Fauna und Flora gepaart scharfen Texturen, liebevollen Animationen sowie Shader-Effekten der neuesten Generation liefern ein atmosphärisches und visuell extrem anregendes Gesamtbild ab.

Besonders viel Mühe haben sich die Entwickler allem Anschein nach beim Modellieren der einzelnen Gebäude gegeben, die vor Detailverliebtheit nur so strotzen. In unserer Preview-Version brach die Performance bereits ab einer Einwohneranzahl von ca. 800 Bürgern ein, seit dem wurde das Spiel aber noch kräftig optimiert. Nichtsdestotrotz wird man, um Anno 1701 in vollen Details mitsamt Luxus-Effekten wie Anti-Alliasing oder Schattenwurf genießen zu können, über einen High-End-Rechner mit mindestes 3,0 GHz sowie einer entsprechend leistungsstarken Grafikkarte verfügen müssen. Anders als in Anno 1503 wird der Multiplayermodus in Anno 1701 von Anfang an verfügbar sein und sowohl im Internet als auch im LAN spannende Partien mit bis zu 4 menschlichen Spielern ermöglichen. Wer will, kann sich sogar an Coop-Matches versuchen.

Ersteindruck

Related Designs machen genau das richtig, was richtig gemacht werden muss. Die sinnlosen Neuerungsversuche aus Anno 1503 wurden über Bord geworfen, die bewährten Gameplay-Bestandteile des Vor-Vorgängers wurden dafür wieder herausgekramt und man merkt – es passt an allen Ecken und Enden. Dass es keine Kampagne geben wird, schmerzt sicherlich keinen so richtig, umso mehr Freude werden die Anno-Spieler beim, und das betone ich, bereits implementierten und einwandfrei funktionierenden Multiplayermodus haben.

Auch die schöne 3D-Grafik bringt größtenteils nur Vorteile mit sich, bis auf die recht hohen Hardwareanforderungen. Da die uns zur Verfügung stehende Preview-Version im Großen und Ganzen, insbesondere vom Umfang her, identisch mit der Gold-Version war und ich den Entwicklern vertraue, dass die lästigen Performance-Probleme und Bugs bereits der Vergangenheit angehören, kann ich Aufbaustrategiefans ohne Bedenken schon zum jetzigen Zeitpunkt eine Kaufempfehlung aussprechen.

Anno 1701 [PC , Justgamers]

Ist der Artikel hilfreich? Dann bookmarken Sie ihn bei:

Hilfe?

 

 

Yahoo! Highlights:

Filmblog
Spiele Highlights
Video Suche
DFB Pokal
Autonews
Reiseplaner
Mehr...

 

Aktuelle Videospiele News:

PC: Edna Bricht Aus: Verbindung zu Amste...
Heavy Rain
X360: Lost Planet: Verfilmung denkbar
Panzerkrieg: Burning Horizon II
X360: 360: Unreal Tournament III ab Anfa...
RACE
Velvet Assassin
Warhammer Online: Age of Reckoning
PC: Rise of the Argonauts ähnelt Mass Ef...
Bioshock
X360: Burnout Paradise: Cagney am 10. Ju...
Call of Duty 5
PS3: Activision vs. Brothers in Arms
X360: Prince of Persia: Wählt einen Erfo...
PC: C&C 3 nicht für die PS3 geplant

Weitere Spiele Reviews:

Die Geheimnisse der Spiderwicks [DS , lo...
LEGO Indiana Jones [PSP , looki.de]
PS3: Everybody's Golf: World Tour
PSP: FlatOut: Head On, Off Road, PES 200...
DS: Final Fantasy Tactics A2: Grimoire o...
MX vs. ATV Untamed [PS2 , looki.de]
Wolf of the Battlefield: Commando 3 [X36...
Ninja Gaiden: Dragon Sword [DS , looki.d...
X360: Condemned 2: Bloodshot
Boom Blox [WII , looki.de]
PS2: Guitar Hero: Aerosmith
Sega Bass Fishing [WII , looki.de]
PS3: Lair - Revisited
DS: Ace Attorney: Apollo Justice
Ben 10 - Protector of Earth [WII , looki...

Vorschau auf neue Spiele:

Wario Ware: Smooth Moves [WII , looki.de...
Age of Conan [PC , looki.de]
PS3: Killzone 2
PC: GC: Call of Duty 4: Modern Warfare
[PC , Justgamers]
Die Simpsons - Das Spiel [PS3 , looki.de...
WII: Bully – Die Ehrenrunde
X360: Frontlines: Fuel of War
PS3: Soul Calibur 4
PS3: Cipher Complex
Lost Planet: Extreme Condition [X360 , l...
X360: Dark Sector
PS3: Platin für SEGA
Haze [PS3 , looki.de]
Die Siedler - Aufstieg eines Königr...