Arena Wars
Web Wars war Gestern
Anfangs sollte das Spiel unter den Namen Web Wars released werden, doch hat man sich aufgrund der Tatsache, dass auch ein Singleplayer Modus im Spiel enthalten ist, dazu entschieden, diesen Titel in Arena Wars umzubenennen, der unserer Meinung nach auch zutreffender ist.
Das große Gemetzel kann beginnen...
Bis zu acht Personen können gleichzeitig an einem Spiel teilnehmen. Allerdings wird der Großteil der Käuferschicht sich vermutlich auf den 1on1 und den 2on2 Modus konzentrieren, da diese am ehesten taktische Möglichkeiten und Vergnügen bereiten. Zu Anfang des Spiels erhält jeder Spieler ein Startkapital von 1000 Euro. Mit diesem Geld könnt ihr Einheiten es stehen sechs unterschiedliche Einheiten zur Auswahl - produzieren, die nach sehr kurzer Produktionszeit einsatzbereit sind.
Welche Einheiten euch zur Verfügung stehen und warum es wichtig ist, akribisch eine Armee aus ganz bestimmten Einheiten zu formen, erfahrt ihr in unserem Review, das in etwa zeitgleich mit dem Release des Spiels erscheinen wird. Sobald eine Einheit zerstört wird, bekommt ihr die Produktionskosten dieser Einheit zurückerstattet, womit ihr neue Einheiten in Auftrag geben könnt.
Mit Taktik, der richtigen Strategie und einer akribisch zusammengesetzten Armee ist es nun euer Ziel, den Gegner in den verschiedenen Spielmodi nach deren Kriterien zu vernichten. Auf jeder Map befinden sich des Weiteren Kisten die es einzusammeln gilt.
Diese Kisten beinhalten Spezialfähigkeiten wie z.B. schnellere Bewegung einer Einheit, gegnerische Einheit beschädigt sich selbst uvm. für Abwechslung ist also ausreichend gesorgt.
Diverse Spielmodi sorgen für Abwechslung
Der Capture the Flag Modus wird sich vermutlich als Standardmodus durchsetzen. Eure Aufgabe besteht darin, die gegnerische Flagge einzunehmen und diese auf euren Flaggenplatz zu werfen. Für jede erfolgreich eingenommene Flagge erhält der Spieler einen Punkt. Der Spieler mit den meisten Punkten nach Spielende oder derjenige der eine bestimmte Anzahl an Flaggen eingenommen hat Einstellung ob Time oder Flaggenlimit ist vor jedem Spiel einzustellen ist der Sieger der Partie. Ein weiterer Anreiz ist das zerstören des gegnerischen Kraftwerks. Habt ihr das geschafft, gibt es eine wahrhaftig große Explosion rings herum und sämtliche in dessen Nähe befindlichen Einheiten werden zerstört.
Der Bombing Run Modus hat das Ziel, eine Bombe zur Dropzone des Gegners zu bringen, diese zu zünden und dann explodieren zu lassen. Die Bomben auf einer Map sind neutral, womit jeder Spieler die Möglichkeit hat, diese aufzunehme. Sobald ihr eine Bombe auf der gegnerischen Dropzone gezündet habt, vergehen einige Sekunden bis zur Explosion. Wird die Bombe allerdings noch rechtzeitig von eurem Gegner gesichert, friert der Timer der Bombe ein und zählt erst dann weitern, sobald ihr die Bombe erneut auf der gegnerische Dropzone gezündet habt. Bedingt dadurch geht es im Spiel immer hin und her und die Spannung erhöht.
Beim Double Domination Modus werden zwei Plätze vorgegeben, die ihr gleichzeitig für eine vorgegebene Zeit besetzen müsst. Wird diese vorgeschriebene Zeit erreicht während beide Plätze besetzt sind erhält der Spieler einen Punkt. Dieser Modus wird vermutlich am wenigsten gespielt, da er nicht die Spannung der beiden obigen Modis bietet.
Wenn man alleine in die Röhre schaut
Der Singleplayer ist keineswegs nur ein lästiges Anhängsel, sondern bietet gerade am Anfang allen Spieler die Möglichkeit, sich langsam und gemütlich an das Spiel heranzutasten. Die gegnerische KI ist absolut göttlich und bisher habe ich es immer noch nicht geschafft alle Computergegner zu besiegen und das auf normalem Schwierigkeitsgrad. Selbst echte Hardcore Strategen werden oftmals die Maus gegen die Wand werfen wollen, weil es mal wieder nicht gegen den Computer Gegner gereicht hat.
Sein Hauptaugenmerk hat der Entwickler dennoch auf den Multiplayer Modus gerichtet, da dieser jeden Spieler über einen längeren Zeitraum hinweg motiviert.
Sowohl off- als auch online könnt ihr euch gegen menschliche Gegner im Gefecht beweisen. Entscheidend für den Erfolg wird sein, wie schnell ihr mit eurer Maus eure Einheiten bedienen könnt, ob ihr in der Hitze des Gefechts noch den Überblick über die aktuellen Kampfgeschehnisse habt und ob ihr eure Armee sinnvoll erstellt und formiert habt.
Damit ihr die Schweißperlen eurer Gegner sehen könnt und eine Kommunikation zwischen den Spieler besteht, hat man sich dazu entschlossen, die Möglichkeit einer Webcam und eines Voicechats zu bieten. Um eure Schlüsse nach einer Partie zu ziehen und eventuell Fehler zu erkennen, damit man diese nicht bei der nächsten anstehenden Partie wiederholt, kann man sich jede Partie auch als Replay anschauen.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist hierbei, dass ein Replay von 15-20 Minuten inkl. Voicechat und sämtlichen Mausbewegungen weniger als 500 kb gross ist. Damit keine Langeweile aufkommt, steht auch ein umfangreicher Map Editor zur Verfügung. Damit ist es euch möglich, aus über 1000 unterschiedlichen Texturen, eine ansprechende Map zu erstellen. Interessant zu erfahren war es, dass man selber x-beliebige Texturen diesem Map Editor hinterlegen kann, in dem man einfach seine selber erstellten JPG Dateien in diverse Ordner verschiebt.
Somit sollte es selbst für uns möglich sein, z.B. den Big Brother Container zu modeln. Aber der eigentliche Clou kommt erst noch: Jede Map ist max. 20-50 kb groß. Sprich der menschliche Gegner bemerkt in den meisten Fällen beim Verbindungsaufbau zu eurem Spiel nicht einmal, dass im Hintergrund eine komplett neue Map geladen wird. So werdet ihr im Multiplayer Modus wohl sehr häufig komplett neue Maps vorfinden, was der Langeweile sicher keinen Abbruch tut.
Ersteindruck
Eigentlich bin ich niemand, der über einen längeren Zeitraum hinweg Echtzeitstrategie Spiele daddelt, aber Arena Wars hat in mir etwas geweckt, was ich bis dato nicht kannte: die schiere Lust nach Flaggendiebstahl.Die Dynamik des Spiels bedingt dadurch dass es so enorm rasant ist ist einfach gewaltig! Ständig passiert irgendwas und man muß immer vor dem Gegner auf der Hut sein. Die unterschiedlichen Eigenschaften der Einheiten, die Primär- und Sekundarfunktionen der Einheiten und das Aufsammeln von Icons für Spezialangriffe-/verteidigung sorgen dafür, dass das Spiel abwechslungsreich ist. Bei Arena Wars wird einem einfach alles abverlangt: Strategie, Taktik und das ständige Klicken der Maus. Zudem besticht das Spiel durch eine exzellente Grafik, die das Geschehen stilvoll hervorhebt. In der Multiplayer-Lobby werdet ihr mich vermutlich nach Release von Arena Wars sehr häufig unter den Nicknamen JG|Lastboyscout antreffen. Und mit diesen schier endlosen Features, dem ausgeklügelten Spielsystem, der Vielfalt an Einheiten und Waffen und dem absoluten Kampfpreis von 29,95 Euro, dürfte ich mich vor Gegnern in Zukunft kaum retten können.
Ich kann es euch allen da Draussen nur empfehlen freut euch auf den 22. Juli 2004, denn dann werdet ihr Arena Wars in den Regalen deutscher Händler vorfinden.
VIDEO
![Arena Wars [PC , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20080430/16/3367717833.jpg)