Arx Fatalis Hands On
Arx Fatalis ist das erste Spiel der französischen Spielschmiede Arkane-Studios. Es handelt sich um ein RPG der alten Schule. Soll heißen, bei Arx Fatalis kämpft Ihr Euch in der Ego-Perspektive durch Höhlen und Dungeons, ganz im Stile der klassichen 'TunnelRPGs' wie Dungeon Master, Eye of the Beholder oder Ultima Underworld.
Besonders letzteres stand wohl am ehesten Pate für das Rollenspiel-Projekt des 12-Köpfigen Teams aus Lyon.
Story:
Wie durch einen Fluch verschwand die Sonne über der schönen Stadt Arx. Ein Endloser Winter überfiel das Land und zwang die Bewohner von Arx zur Flucht.
Nur die unterirdischen Mienen von Arx boten den Lebewesen Schutz vor der grausigen Kälte.
Doch nicht nur die Menschen flohen unter die Erde, auch Goblins, Rattenmenschen und andere mystische Wesen suchten den Schutz der unterirdischen Welt.
In den Mienen, die von den Bewohnern Arx Fatalis genannt werden, herrscht ein wilder Überlebenskampf zwischen den einzelnen Rassen. Und als ob das noch nicht schlimm genug wäre, kündigt sich die Ankunft des dunklen Herrschers Akbaa an.
Das Ziel des Spiels besteht darin, den Geheimkult des Akbaa zu zerschlagen - des Gottes der Zerstörung und des Chaos - und zugleich seine Reinkarnation in der Welt von Arx zu verhindern. Sollte der Spieler versagen, wird der Dämon eine Regentschaft des Terrors in Arx errichten.
Das Spiel:Starten tun wir in einer Gefägnisszelle. Wir wurden eingesperrt und müssen uns einen Weg suchen, um wieder in die Freiheit zu gelangen. Durch die nützliche Hilfe eines Zellennachbars, der uns Hinweise gibt, finden wir schon bald einen Weg nach draußen und dank eines Knochens auf dem Boden können wir auch direkt den ersten Goblin um die Ecke bringen.
Das Spiel erinnert sehr stark an einen Ego-Shooter:
Wir schauen uns mit der Maus um, während wir mit den Pfeil-Tasten (lässt sich konfigurieren) durch die dunklen Verließe wandern. Gegenstände die mit denen interagiert werden kann, leuchten hell auf und der Mauszeiger wird zu einer greifenden Hand.
Per Doppelklick aktivieren wir Schalter und durchsuchen Goblin-Leichen nach nützlichen Gegenständen.
Im Kampfmodus hält unser tapferer Recke den Knochen in seiner rechten Hand und holt auf Knopfdruck zu einem gefürchteten Schlag aus. Je länger der Knopf gedrückt wird, desto weiter wird die Ausholbewegung und der Schlag entsprechend härter. Allerdings wird die doch noch sehr fragwürdige Steuerung in der Preview in der Vollversion noch stark verändert werden: Dies versprach uns jedenfalls Fishtank Interactive.
Bis zu diesem Zeitpunkt war es noch nicht gerade sehr spektakulär. Ähnlich wie bei Black&White müssen wir im Magie-Modus die verschiedenen Runen mit der Maus nachzeichnen.
Nur wer die Reihenfolge der Runen richtig und schnell genug nachzeichnet, kommt in den Genuss eines Zauberspruches. Übung macht hier auf jeden Fall den Meister. Nach einigen Minuten intensivem Trainings sollte aber auch diese Hürde für den Spieler sehr leicht zu nehmen sein.
Wirklich gut sind auch die, bereits in dem Testlevel der Previewversion integrierten, Interaktionsmöglichkeiten. So kann man in einem Kasino spielen oder verschiende Bereiche im Level beeinflußen, z.B. auch Personen Gegenstände geben, indem man das Objekt aus dem Inventar auf diese Person zieht. Natürlich gibt es auch die aus Rollenspielen bekannten Quests, auch wenn nur wenige davon wurden in der Preview integriert sind. Mit einigen wenigen Charakteren unterhalten kann man sich aber jetzt schon (sogar mit Sprachausgabe). Auch Zwischensequenzen, die die Hintergrundgeschichte erklären, kommen vor.
Grafik:
Die Grafik in Arx Fatalis ist für ein Rollenspiel außerordentlich gut.Mit vollen Details, 32bit Farbtiefe und aktiviertem Bumpmapping, macht 'Arx Fatalis' bereits in der frühen Preview-Version, eine sehr gute Figur. Die Texturen sind sehr ordentlich und die Lichteffekte, wie z.B. auch die Wassereffekte suchen im RPG-Sektor ihres gleichen.
Dunkle Verließe werden von lodernden Fackeln schaurig beleuchtet und die hübschen unterirdischen Einrichtungen treiben einem den Modergeruch in die Nase. Sehr gut sind auch die Gegner-Animationen gelungen. Die Riesenratten bewegen sich so realistisch, dass es fast schon eklig ist.
Leider gibt es aber noch in manchen Bereichen des Spiels Performanceverluste die aber in der Vollversion beheben worden sein dürften, dass es sich bei unserer Testversion um eine sehr frühe Preview handelt. Insgesamt macht Arx Fatalis ein kompletten stabilen Eindruck.
Ersteindruck
Eine interessante Mischung aus Trespasser, Ultima Underworld und Gothic bahnt sich seinen Weg. Grafisch und atmosphärisch ist Arx Fatalis bereits jetzt mehr als gut. Das Magie-System könnte gepaart mit versteckten Runen und Zaubersprüchen zu einem echten Motivator werden. Probleme hatte ich hingegen mit der umständlichen Steuerung und dem nicht immer übersichtlichen Interface. Hier wäre ein altbewährtes Equipment und Item System á la Diablo sicher besser gewesen. Dennoch ist es ein Rollenspiel, das das Herz eines Diablo Liebhabers höher schlagen lässt.

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