Battlefield 2: Modern Warfare
Anstatt von Achsenmächten und Alliierten bekriegen sich im neuen Werk von Digital Illusions gleich drei Parteien und zwar die USA, die vor allem auf ihre hochmodernen Waffensysteme stolz sein dürfen, China und die Koalition des Mittleren Ostens. Letztere dürfen zwar nur auf ältere aber dafür erprobte Waffen setzten. Die Entwickler bemühen sich zurzeit noch die drei Seiten auszubalancieren, damit keine große Vorteile gegenüber einer anderen hat. Auf den Karten werden sich Battlefield-typisch immer nur zwei Parteien gegenüber stehen.
Wie auch in den Vorgängern samt den zwei erschienen Add-Ons wird sich auch in Battlefield 2 alles um die bekannten Flaggenpunkte drehen. Ein Team muss versuchen so viele Flaggen wie möglich in seinen Besitz zu bringen. Im Vorgänger jedoch lief vieles bekanntlich zu chaotisch ab, es war schwer sich zu Verständigen und gleichzeitig eine Flagge zu verteidigen. Diesmal soll alles koordinierter ablaufen. Damit die Spieler taktischer vorgehen, werden die Teams am Anfang jeder Partie zu sogenannten Squads zusammengestellt. In einem Squad befinden sich abhängig von der Anzahl der Spieler auf einer Karte verschieden viele Soldaten. Abgeschafft wurden die umständlichen Menüs am oberen Bildschirmrand. Anstatt der F-Tasten gibt es jetzt ein komfortables Menü im Stile von Rainbow Six 3: Raven Shield mithilfe dessen man Kameraden zum Beispiel mitteilen kann wo sie hingehen sollen oder wohin sie eine Granate werfen sollen. Neben den Squads, in denen ein Spieler der Squad-Leader ist, wird jede Seite einen Commander haben, der über eine sehr ausführliche Übersichtskarte des Levels verfügt.
Auf dieser sind alle Teammitglieder eingezeichnet, und somit kann er ihre Bewegungen verfolgen und sie koordinieren. Beispielsweise kann er einen Soldaten mit einem Raketenwerfer zu Kollegen schicken die gerade von einem Panzer angegriffen werden und sich nicht effektiv wehren können.
In Battlefield 1942 und Battlefield Vietnam war alles was man über einen fremden Mitspieler wusste der Name, zu erfahren wie gut er sich im Spiel auskennt war nicht möglich. Nun gibt es aber ein Rang-System. Für jeden gefallenen Gegner und für jede eroberte Fahne gibt es sogenannte Rang-Punkte. Hat man genug von ihnen, steigt der Spieler eine Stufe auf und bekommt auch mal eine neue Waffe spendiert oder eine Medaille verliehen. Somit wird für alle anderen Mitspieler eindeutig klar wie gut der Kollege das Spiel beherrscht. So laufen dann auf dem Spielfeld Soldaten mit den Rängen Rekrut bis General herum. Um letzteren Status zu erreichen wird wahrscheinlich mehr nötig sein als nur viele Abschüsse auf seinem Konto zu haben.
Ähnlich wie in den Vorgängern darf man während des Spieles auch einen Blick in die Statistiken werfen.
Die sind im neuesten Teil etwas ausführlicher. In ihnen werden die Abschüsse und Tode des Spielers angezeigt sowie beispielsweise seine Lieblingswaffe.
Neben den aus Battlefield 1942 bekannten Soldatenklassen wie Scharfschütze, Ingenieur oder Sanitäter bauen die Entwickler zwei neue ein: den Special-Ops und den Support-Soldaten. Der Spezialsoldat ähnelt dem aus der bekannten Battlefield 1942 - Mod Desert Combat. Der Support Soldat wird mit einem schweren Maschinengewehr ausgerüstet sein.
Außerdem kann er auch Munition an seine Kameraden verteilen. Die Sanitäter haben seit neuestem übrigens einen Defibrillator im Gepäck, mit dem sie gefallene Soldaten wieder zum Leben erwecken können. Ob das auch klappt nachdem man von einem Panzer überrollt wurde, bleibt abzuwarten...
Was als erstes beim Betrachten von Battlefield 2 auffällt ist die neue Grafik-Engine, die eigens für dieses Spiel programmiert wurde. Schöne und vor allem detaillierte Landschaften sollen das Spielerlebnis verbessern.
Die Stadtkarten, auf denen sich viele Kämpfe abspielen werden, sind besonders detailreich und realistisch geworden. Die gewählten Bauten und Texturen passen perfekt in die Umgebung. Eine durchdachte Physik-Engine soll im Spiel für zusätzlichen Realismus sorgen so reicht es jetzt nicht mehr hinter einer Holzwand Deckung zu suchen denn diese ist bei Beschuss nun durchlässig.
Die Gebäude werden jedoch weiterhin nicht zerstörbar sein. Auch die Soldaten haben viele neue Animationen spendiert bekommen und bewegen sich jetzt viel menschlicher als ihre Kollegen aus dem Zweiten Weltkrieg. Ein weiteres neues Feature wird sichtbar, wenn man als Soldat in ein Kampfgerät einsteigt: die eigene Standard-Uniform wechselt in die eines Panzerschützen oder Düsenjetpiloten.
Die Entwickler von Digital Illusions haben etwas großes vor ähnlich wie im erst kürzlich erschienenem Joint Operations von Novalogic sollen sich auf einer Karte bis zu 100 Spieler gleichzeitig tummeln. Das beste daran ist, dass je nach Menge der Spieler die Kartengröße variieren soll. Das heißt, dass kleine Gruppen von beispielweiße zehn Spielern nicht mehr lange Märsche bis zur Front hinlegen müssen, sondern gleich dort sind wo sich die Action abspielt.
Nach Aussage der Entwickler wird aber auch die kleinste Karte groß genug sein, damit die Lufteinheiten genug Platz zum Manövrieren haben. Auch an denen wurde einiges herumgeschraubt. Bei den mehr als 30 Luft- und Landfahrzeugen in Battlefield 2 hat sich einiges geändert. Zum Beispiel reicht es jetzt nicht mehr, die Flugzeuge und Helikopter lediglich mit einem Maschinengewehr unter Feuer zu nehmen.
Nur mit einem Raketenwerfer kann man die Flieger vom Himmel holen und auch das nur mit wärmesuchenden Raketen. Piloten wehren sich gegen solche Attacken mit Flares, also Störkörpern, welche die Rakete vor dem Einschlag zum Explodieren bringt.
Ersteindruck
Battlefield 2 wird ohne Zweifel beide Vorgänger zusammen übertreffen. Das beliebte und einfache Besetzt - die - Flagge Spielprinzip ist für jeden verständlich und gekreuzt mit den neuen modernen Waffen samt allen anderen Verbesserungen entsteht ein unschlagbares Spielerlebnis. Durch die Düsenjäger kommt schon wie in Battlefield Vietnam viel Schnelligkeit ins Spiel, das Squad-System ist eine ausgezeichnete Idee die mehr Tiefgang mit sich bringt. Nur ob der Commander unter den Spielern beliebt sein wird weiß ich nicht, da er seine Einheiten koordinieren muss, und somit keine Zeit haben wird für die actiongeladenen Kämpfe. Wenn jetzt noch alle Karten gut designt, und die drei Parteien ausreichend ausbalanciert werden steht dem Action-Genre ein weiterer Hit ins Haus. Eins steht fest wer Battlefield 1942 und Battlefield Vietnam mochte wird Battlefield 2 lieben!
VIDEO
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