Black Mirror
Black Mirror - ein uraltes Schloss mitten in England. Die Familiengeschichte reicht 750 Jahre zurück und ist voller dunkler Geheimnisse. Das jüngste dieser Geheimnisse ist der Tod von William Gordon. War es Selbstmord? Offenbar hat sich William aus dem Fenster seines Turmzimmers gestürzt auf die Zacken des Schlosszaunes. Sein Enkel Samuel, der seit zwölf Jahren das Schloss und seine Umgebung gemieden hat wie der Teufel das Weihwasser, sieht sich veranlasst, nun doch zurückzukehren. Eigentlich wollte er den Rest seines Lebens so weit wie möglich von Black Mirror entfernt verbringen, denn einst starb seine Frau dort bei einem Brand wofür Samuel sich die Schuld gibt. Bei seiner Ankunft im Schloss hat Samuel das Gefühl, dass hinter Williams Tod mehr steckt als ein unglücklicher Zufall. Er will der Sache auf den Grund gehen. Doch damit sticht er in ein Nest aus Mord, Intrigen und dunklen Geheimnissen und findet langsam heraus, dass sich am Ende doch alles um ihn, den Erben der Gordons, dreht.
Black Mirror ist ein reinrassiges Point ´n´ Click-Adventure. Mit der Maus bewaffnet gilt es in mehreren Kapiteln etliche Rätsel zu lösen, Gespräche zu führen und am Ende natürlich den Mörder dingfest zu machen.
Zum Brüllen komische Dialoge wie in Tony Tough sucht man hier vergebens, denn Black Mirror ist bierernst und schön düster.
Die Rätsel in Black Mirror waren in unserer Preview-Version mit gesundem Menschenverstand und einer Prise Logik relativ leicht zu lösen. Die meiste Zeit verbringt man damit, nach irgendwelchen Gegenständen zu suchen und diese dann einfach an der richtigen Stelle zum Einsatz zu bringen. Solch schwere Rätsel wie das Alchemie-Rätsel in Post Mortem beispielsweise, werdet Ihr in Black Mirror aller Voraussicht nach nicht finden.
Gesteuert wird das Spiel wie bereits erwähnt zu 100% mit der Maus. Sobald euer Cursor im Bildschirm etwas Relevantes findet, färbt sich dieser rot und eine Anzeige am oberen Bildschirmrand verrät Euch, was es ist. Mit der linken Maustaste kann man dann den Gegenstand verwenden, sofern dies funktioniert. Mit der rechten Maustaste hingegen sieht sich unser Held den Gegenstand etwas näher an und beschreibt ihn, was meist von großer Bedeutung für den weiteren Spielverlauf ist.
Grafisch wurde Black Mirror mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet. Die spielbaren Locations wurden allesamt fein und detailliert gezeichnet. Animationen wie loderndes Kaminfeuer oder plätschernde Springbrunnen hauchen den Szenarien Leben ein. Die restlichen Animationen, vor allem die der Charaktere, wirkten in unserer Version allerdings noch etwas langsam und abgehackt. Hier ist eindeutig noch Besserung nötig.
Die Synchronisation der uns vorliegenden Version basierte aus Zeitgründen noch auf dem tschechischen Original. Für den deutschen Markt hat Publisher dtp namhafte Sprecher verpflichtet, wie zum Beispiel David Nathan, die deutsche Synchronstimme von Hollywoodstar Johnny Depp. Dieser wird Samuel seine Stimme leihen. Welche anderen Synchronsprecher noch vors Mikro gelockt werden, konnte allerdings noch nicht in Erfahrung gebracht werden. Man darf also gespannt sein.
Im restlichen akustischen Bereich unterstreicht Black Mirror seine düstere Atmosphäre. Mit einer herrlich schauderhaften Hintergrundmusik im Nacken wird der Spieler zur Aufgabe gebeten. Andere Soundeffekte wie Regen, Blitz- und Wettergeräusche oder das Heulen der Wölfe im Wald sind ebenfalls angsteinflössend.
Ersteindruck
Im Großen und Ganzen ist Black Mirror ein sehr vielsprechendes Adventure, was nicht zuletzt an der großartigen Atmosphäre und der famosen Grafik liegt. Aber wo Sonne ist, da ist auch Schatten, und den gibts auch in Black Mirror. Denn die Animationen der Charaktere sind hölzern und steif und die Rätsel für geübte Adventurehasen eine Spur zu leicht. Auch die Story gewinnt nicht gerade den Innovationspreis. Wenn Publisher dtp aber in der deutschen Version die Synchronisation nicht versaut, sind spannende Abende am Computer dennoch vorprogrammiert.
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