Chrome
Story
Der Spieler schlüpft in die Rolle des ehemaligen Söldners Logan, der in seiner damaligen Tätigkeit bereits unzählige Missionen und Aufträge bestanden hat und deswegen sogar eine Missionserfolgsrate von 100 Prozent erreicht hat. Allerdings wurde sein Leben zur Hölle, da er wegen einer Intrige, eingefädelt von einem vermeintlichen Freund, wegen verschiedener Verbrechen gesucht wird. Erst jetzt begreift Logan, was er als Söldner eigentlich Dreckiges verbrochen hat. Nun rennt er vor seiner Vergangenheit und seinem jetzigen Leben davon. Logan will ein neues Leben anfangen, aber nur in einer Gegend wo es sich auch lohnt, von vorne anzufangen. Auf seinem Weg begegnet er Carrie, die sich ebenfalls als Kopfgeldjägerin ihre Brötchen verdient. Die beiden werden schnell Freunde und beschließen gemeinsam nach Valkyria, einem perfekten Platz für angehende Söldner, zu gehen. Es ist eine Umgebung, wo jeder zum Abschuss frei gegeben ist und keiner nach Fähigkeiten fragt. Hier beginnt eine dramatische Geschichte um Heldentum, Freundschaft und Vergeltung, da Logan erneut auf seinen Verräter trifft ...
Aufrüsten bitte !
Chrome ist ein knallharter Ego-Shooter mit Rollenspielanleihen, denn Ihr könnt erledigten Gegnern Waffen, Munition, Rüstung usw. abnehmen und in einem von der Größe her begrenzten Inventar unterbringen. Die Verwaltung des Inventars geschieht hierbei per Drag & Drop (also rüberziehen und los lassen).Ein besonderes Merkmal an Chrome ist die Möglichkeit, die Spielfigur mit sogenannten Nano-Implantaten auszurüsten und somit die Fertigkeiten dramatisch zu erhöhen. Ihr dürft euren Helden beispielsweise mit einer Thermalsicht ausstatten, mit der man ähnlich wie ein Predator in Aliens vs. Predator Gegner durch ihre Körperwärme ausmachen und so wesentlich einfacher ausschalten kann. Auch gibt es ein Implantat, das eure Zielgenauuigkeit verbessert, was bei den riesigen Distanzen, die es in Chrome zu bewältigen gilt, durchaus sinnvoll ist. Natürlich wäre es zu schön, die ganzen Implantate das ganze Level hindurch zu benutzen, aber davon ist dringend abzuraten, da bei Aktivierung eines Implantats ein sogenannter Überladen-Balken ansteigt. Hat dieser die 100 Prozent-Grenze überschritten, bekommt Ihr einen Schock, der Euch einiges an Lebensenergie abzieht.
Die Vollversion wird etliche futuristische Waffen beinhalten, von der einige schon in unserer Preview-Version benutzt werden konnten. Dabei habt Ihr die Auswahl zwischen verschiedenen Pistolen, Sturmgewehren oder Scharfschützengewehren, die sich hinsichtlich Ihres Aussehens und ihrer Wirkung stark unterscheiden.
Bei den riesigen Außenarealen, die Chrome zu bieten hat, versteht es sich wohl fast von selbst, dass man Fahrzeuge benutzen darf, die einem das Weiterkommen wesentlich erleichtern. Das Spiel bietet euch hierbei sowohl zu Land, am Boden als auch in der Luft geeignete Vehikel wie beispielsweise verschiedene Jeeps, Transporter oder Shuttles.
Die Missionen spielen größtenteils auf unterschiedlichen Inseln bzw. Inselketten, die mit ihrer Größe fast alles bisher da gewesene in den Schatten stellen und z.B. mit Operation Flashpoint von Codemasters mithalten können. Für einen Durchmarsch ohne Gegner versteht sich - benötigt Ihr mehrere Minuten. Die erdrückende Flora und Fauna macht einen großen Teil der tollen Atmosphäre aus, da Ihr meistens nicht sofort seht, wo Euch Gegner auflauern. Apropos Gegner: Vorwiegend müsst ihr euch mit, auf euch angesetzten, Söldnern rumschlagen. Allerdings habt Ihr es später auch beispielsweise mit sogenannten Läufern zu tun. Dies sind meterhohe Roboter, die Euch ans Leder wollen.
Technisches Meisterwerk
Grafisch kann Chrome bereits in der frühen Fassung überzeugen: detaillierte, weitläufige und abwechslungsreiche Außenlandschaften sind das Hauptmerkmal des Spiels. Daneben können aber auch die tollen Spieler- und Waffenmodelle überzeugen, deren Animationsstufen in unserer Version aber leider noch etwas abgehackt wirkten, da sie noch nicht final waren. Die Texturen in Chrome sind ebenfalls sehr detailliert und bringen vor allem dicht bewachsene Dschungellandschaften sehr authentisch und erdrückend rüber. Chrome hat zusätzlich eine sagenhafte Weitsicht, die bei geeigneten Positionen das ganze Level in voller Pracht zeigen. Und das will bei riesigen Inseln, bei denen man mehrere Minuten zum Überqueren braucht, schon was heißen. Allerdings benötigt Ihr auch ein entsprechendes System, dass dem Hardwarehunger des Spiels Paroli bieten kann. Um beispielsweise bei einer Auflösung von 1024x768 und allen Details einigermaßen flüssig spielen zu können, braucht ihr mindestens einen 1,5 Ghz Prozessor, 512 MB RAM und eine Grafikkarte vom Kaliber GeForce III oder höher.Akustisch hat Chrome ebenfalls einiges zu bieten: neben der dynamischen Hintergrundmusik des Spiels, die sich dem Spielverlauf jederzeit anpasst, gibt es auch hier und da Dschungelbewohner, wie aufgeschreckte Affen oder zwitschernde Vögel, zu hören. Daneben begeistern auch die sehr professionell gesprochenen Charaktere, die nahezu perfekt miteinander kommunizieren.
Der Multiplayermodus
In der fertigen Version von Chrome wird es neben Standard-Modi wie Deathmatch oder Capture the Flag andere vor allem teambasierende Modi geben, in denen Teams gegeneinander antreten und Ziele erfüllen müssen. Dabei dürft Ihr euch auf den vollen Umfang was Waffen und Fahrzeuge angeht des Einzelspielermodus freuen, der euch im Multiplayer zur Verfügung stehen wird.
Ersteindruck
Wow, was da in der Mache ist, verschlägt einem die Sprache! Chrome kann in fast jeder Hinsicht, die ein tolles Spiel ausmacht, überzeugen: Gelungene Grafiken, superbe Sounds und coole Fahrzeuge, die das Spielgeschehen auflockern - um nur einen kleinen Teil zu nennen. Wenn beim noch nicht getesteten Multiplayermodus nichts schief geht, muss sich das spielerisch ähnliche Far Cry warm anziehen.
VIDEO
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