Dark Age of Camelot
Alleine spielen ist out. Das haben mittlerweile auch Entwickler bemerkt, und setzen darum vermehrt auf Onlinegaming. So auch Mythic Entertainment, welche mit ihrem Onlinerollenspiel Dark Age of Camelot neue Maßstäbe im Genre setzen könnten. Ob das Spiel motivierend ist, verraten wir euch in unserem Preview.
Das Hammer-MMORPG?
Die letzten verbliebenen Reste des Königreiches werden hart umkämpft. Umkämpft von drei Reichen, welche alle nur ein Ziel haben: Die Macht des gesamten Landes an sich zu reißen. Nun liegt es an euch. Drei Reiche stehen zur Auswahl. König Artus ist tot. Krieg herrscht zwischen den Ländern und gefährliche Kreaturen bevölkern das Land. Hibernia, das Land der Magier und Elfen, Midgard, Heimat der kriegerischen Zwerge und Trolle und Albion, Reich des verstorbenen Königs mit seiner Hauptstadt Camelot.
Nach Everquest und Ashrons Call, erscheint ein weiteres Onlinerollenspiel: Dark Age of Camelot, entwickelt von Mythic Entertainment, soll angeblich 'dort Anfangen wo andere Onlinerollenspiel aufhören'.
Nach der Online Registration und der Auswahl des Charakters, dem ihr sein eigenes Gesicht, Größe und Haarfarbe geben können, steht man Anfangs noch ziemlich hilflos da und wird überschwemmt von der Fülle der Möglichkeiten des Spiels. Hat man sich allerdings nach und nach mit der Steuerung und den wichtigsten Befehlen vertraut gemacht, steht dem Kampf nichts mehr im Wege.
Die ersten einfachen Gegner, wie Wolfswelpen, Blindschleichen..., dienen in erster Linie dazu seine Fertigkeiten durch die im Kampf gewonnen Erfahrungspunkte zu verbessern, und Geld durch abgezogene Felle ihrer Opfer zu verdienen.
Mit steigender Stärke des eigenen Charakters kann man sich aus dem Schutz des Heimatdorfs wagen, und die riesige Welt auf eigene Faust, oder mit Hilfe andere Spieler, erkunden.
Dabei werden Gegenstände welche ihre Gegner nach ihrem Tod liegen lassen gerecht unter allen Gruppenmitgliedern automatisch aufgeteilt, und Erfahrungspunkte je nach Level der Mitspieler vergeben.
Durch kleine Aufgaben, die man in Dörfern von sogenannten NPC's (Computercharaktere) erhält, wird das mit der Zeit doch recht eintönige Hack'n Slay Spielprinzip aufgelockert.
Über das langatmige verbessern des Charakters können sie jedoch nicht wegtäuschen. Wer bis zum Level 15 durchgehalten hat, wird dafür aber gerecht entlohnt. Erst hier beginnt das Spiel wieder richtig Spaß zu machen, den ab nun hat man die Möglichkeit in die Grenzregion der Reiche vorzudringen, welche schwächeren Charakteren bis dahin verborgen blieben.
Ab jetzt heißt es: Schwert schleifen und auf in den Kampf gegen die ersten Spielergegner der anderen Reiche. Ein Besuch beim Waffenhändler ist davor sicher nicht falsch. Riesige Schlachten sind keine Seltenheit. Den schließlich will keiner kampflos den Gegner einmarschieren lassen.
Im Gegensatz zu anderen Onlinerollenspiele wie etwa Ultima Online, muss man sich auch nicht vor dem Tod im Kampf scheuen, um ja keine wertvollen Gegenstände zu verlieren.
Die Macher von Dark Age of Camelot haben sich etwas dafür ausgedacht. So ist es zum Beispiel nicht möglich gegnerische Spieler nach dem Tod auszurauben. Wertvolle Erfahrungspunkte gehen beim Kampf gegen menschliche Mitstreiter ebenfalls nicht verloren, lediglich Konstitutionspunke der Fähigkeiten, die aber bei einem Heiler in jeder größeren Stadt gegen ein kleines Entgeld wieder hergestellt werden können.
Die Kommunikation mit anderen Spielern, ist ebenfalls gelungen. In einem Chatfenster welches in mehrere Bereiche unterteilt ist kann man sich mit jedem gezielt unterhalten. Geruckel und volle Server sollten in der Vollversion auch der Vergangenheit angehören. 2 Server mit jeweils 3000 Rollenspielfans und eine 1GB Anbindung sorgen Anfang Februar in deutschprachigen Ländern für einen reibungslosen Ablauf. Bei Bedarf soll auch noch erweitert werden.
Ersteindruck
Ehrlich gesagt hab ich mir von diesem Spiel mehr erhofft. Nachdem man hunderte von Monstern getötet hat, um endlich eine Stufe aufzusteigen, beginnt das Ganze wieder von vorn. Kämpfen, Aufsteigen, Kämpfen, Aufsteigen... . Obwohl man ab dem Zeitpunkt, an dem man die Grenzregionen betreten kann wieder eine Menge Motivation bekommt, bleibt immer das ungute Gefühl im Hinterkopf für was man Stunde um Stunde kämpft. Denn, ein endgültiges Ziel des Spiels ist mir bisher noch nicht klar, da man nicht hinter die Grenzregion in das gegnerische Land einmarschieren kann, um dort Dörfer zu überfallen oder wichtige Städte einzunehmen.Auch gut gemeinte Dinge, die richtig gemacht dazu beitragen würden mehr Rollenspiel Feeling zu geben, wie Berufe zu erlernen, enden eher in Frustration, da ich bisher meine Rohstoffe immer kaufen musste. Warum Holz kaufen wenn vor dem Dorf ein Wald steht? Natürlich darf man nicht vergessen das es sich hier um ein reines Onlinespiel handelt, das nach und nach durch Erweiterungen und Veranstaltungen auf den Servern wieder interessanter gemacht werden könnte, jedoch sollte man sich vorher überlegen ob es sich überhaupt lohnt rund 10 pro Monat dafür auszugeben. Die Betaversion jedenfalls nimmt mit der Zeit stark an Motivation ab, und ich glaube kaum, dass die Vollversion die bei uns am 1.Februar in den Läden stehen wird, radikale Veränderungen im Vergleich zu der hier getesteten, fast fertigen Betaversion mit sich bringen wird.
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