Elder Scrolls: Oblivion
Spricht man derzeit über Computerspiele ist eines gar nicht mehr wegzudenken: Oblivion, der nunmehr vierte Teil der weltweit beliebten The Elder Scrolls-Saga. Altgediente Rollenspielfans, sowie Neueinsteiger sollen in gleicher Weise ihr Spiel im Nachfolger Morrowinds, das durch seine riesige, offene Spielwelt und der variablen, teilweise verborgenen Story besonders zweitere oft abschreckte, finden. Alles soll logischer, offener, spaßiger und vor allem schöner werden als alles was es vorher in der Serie gab wir sind der Einladung des Elder Scrolls-Publishers Take 2 gefolgt und spielten Oblivion schon einmal Probe welche Eindrücke wir gewannen, erfahrt ihr in folgender Vorschau.
Insgesamt gestaltet sich das Spiel, vor allem der Anfang, eingängiger als der Vorgänger in altbekannter Manier erstellen wir unseren Charakter während des Spielens. Zu Beginn legt der Spieler, um der eigenen Eitelkeit gerecht zu werden, das Aussehen des Alter Ego fest, gefolgt von den Rollenspieltypischen Werten. Die Klasse und das Sternzeichen, welche sich auf die speziellen Fähigkeiten und Charakterlichen Eigenschaften des Charakters auswirken, werden im weiteren Verlauf festgelegt. Der frisch erschaffene, namenslose Held findet sich in den Kerkern des Imperiums wieder, wo er direkt außergewöhnlichen Besuch antrifft. Wie es das Schicksal so will befindet sich ein geheimer Fluchttunnel in der geräumigen, jedoch fensterlosen Souterrainwohnung. Verfolgt von Meuchelmördern, die bereits seinen Kindern den Lebensfaden durchschnitten, flieht der Kaiser Uriel Septim zusammen mit seinen Leibwachen aus der Imperialen Festung. Als er kurz vor unserem Alter Ego stehen bleibt und ihn eindringlich beobachtet glaubt er an keinen Zufall mehr er ist der Mann aus seinen Träumen. Nach einem Plausch mit dem Blaublütigen machen wir uns trotz der Warnung der Wachen auf den Weg in den Tunnel und folgen ihnen. Mit Ratten und Zombies sammelt der Namenlose erste Kampferfahrung.
In den letzten Sekunden des Kaisers bittet er um Hilfe: Bringt sein Amulett zu dem Geistlichen, der als einziger den Aufenthaltsort des Bastardsohns des Imperators kennt er ist der letzte der Blutlinie und somit der rechtmäßige Thronfolger. Ein paar Zombies später steht der Spieler unterhalb der Mauern der imperialen Hauptstadt vor seiner ersten Entscheidung: Folge ich der Geschichte, oder erkunde ich die das Land auf eigene Faust?
Zu Wasser, zu Lande und per Klick auf die Karte
In Oblivion hat man mehrere Möglichkeiten zu reisen. Neben der Benutzung der eigenen Extremitäten stehen dem Spieler auch Pferde zur Verfügung. Doch sollte man sich beim unrechtmäßigen Aneignen der Vierbeiner in Acht nehmen - schnell landet man im Gefängnis. Zu speziellen Orten, die man bereits aufgesucht hat, gelangt man auch per Klick auf die Karte, um langwierige Wanderphasen zu vermeiden - das funktioniert ganz gut und ist zudem auch noch eine gelungene Neuerung, die dem Spiel etwas von den langen Leerläufen des Vorgängers nimmt. Alles was man am Horizont sieht, kann man auch erreichen. Sollte man wirklich einmal im Gefängnis landen und sich nicht bestrafen lassen wollen, bleibt dem Spieler nichts anderes übrig als sich die Fähigkeit des Schlösserknackens anzueignen auch sehr nützlich bei der Umverteilung fremder Besitztümer. Das Schlösser knacken ist nicht mehr nur reines Zahlenspiel, sondern auf Wunsch echte Handarbeit. Bethesda hat aus der Not eine Tugend gemacht und ein kleines Splinter Cell - mäßiges Minispiel daraus kreiert. Wer will oder nicht die nötige Geschicklichkeit und Geduld aufbringt, kann das Schloss aber auch automatisch knacken lassen. Um beim Herumschnüffeln nicht entdeckt zu werden sollte man sich möglichst unsichtbar machen.Während man schleicht, wird die eigene Sichtbarkeit des Charakters angezeigt: Um das Fadenkreuz erscheint ein pulsierendes Auge. Je heller das Auge leuchtet, desto sichtbarer ist man. Gelingt es dem Spieler, unbemerkt zum Opfer zu gelangen und einen Angriff zu landen, vervierfacht sich der gewirkte Schaden, weil es sich nicht auf die Attacke vorbereiten kann. Fähigkeiten und Attribute werden nicht, wie in anderen Spielen manuell gesetzt, sondern verbessern(oder verschlechtern) sich je nach Verhalten des Spielers. Der Spieler trainiert die Fähigkeiten, die er einsetzt automatisch. Als Gefängnisinsasse verliert der Charakter pro Oblivion-Tag Erfahrung in einer zufälligen Fertigkeit. Die Fähigkeiten Sicherheit und Schleichen steigen in Gefangenschaft.
Lebendiges Jenseits in Zahlen
In der 40 Quadratkilometer großen Welt von Oblivion mit seinen 200 handgefertigten Dungeons tummeln sich rund 1.000 computergesteuerte NSCs, die alle mit dem Spieler interagieren können. Rund 50 Stunden Sprache sorgen für eine einzigartige Atmosphäre, da jeder Mensch seinem eigenen Tagesablauf folgt und etwas zu erzählen hat. Hier sollte man immer mal wieder hellhörig werden, da auch zufällig aufgeschnappte Plaudereien die Story vorantreiben oder nützliche Hinweise enthalten können.Relevante Themen, die der Spieler mithört werden direkt vermerkt und können später im Gespräch hinterfragt werden. Je nachdem, wie sich der Spieler im Laufe der Geschichte gibt, reagieren die NSCs auf ihn. Je nach Reputation begegnen sie ihm scheu, freundlich, hilfsbereit, aggressiv oder möchten einfach gar nichts mit ihm zu tun haben.
Gespielt wird Oblivion je nach Situation in der Ego- oder Schulterperspektive während im schnellen Schwertkampf um die Übersicht zu wahren wohl eher auf Letzteres geschaltet wird, bietet sich die Egoperspektive bei Erkundungstouren, Fernkampf und den atmosphärischen Rollenspielparts des Spieles an. In Sachen Grafik liegt der vierte Teil der Elder Scrolls-Reihe ganz weit vorn. Uns erwartet, einen mächtigen Rechner vorausgesetzt, eine vor Schönheit blendende Optik, der man gegenüber den bisher gezeigten Screenshots zwar Abstriche machen muss, doch reicht das endgültige Resultat immer noch aus um uns vom Hocker zu hauen es sieht einfach nur verdammt gut aus. Die zufällig generierten Wälder und Fluren sehen unglaublich echt und natürlich aus, es fällt schwer sich bei so einer Schönheit auf die eigentliche Aufgabe zu konzentrieren. Alles wirkt perfekt designed vom Grashalm bis zur Trutzburg und erscheint voller Leben.
Ersteindruck
Der Hammer! Nach der ersten kleinen Enttäuschung, was unsere ins Unermessliche hoch gesteckten Erwartungen an die Grafik im Vergleich zu den offiziellen Screenshots und Videos anbelangt, können wir mit Gewissheit sagen: Oblivion wird ein Quantensprung in der noch jungen Spielegeschichte werden. Die lebendige Umwelt, das atmosphärische Setting, die Wunderschöne Optik, die Story und das generalüberholte Spielsystem lassen hoffen, dass die langen Tage bis zum 24. März schnell vorüber gehen werden denn dann soll es erscheinen und wird tausende, inklusive uns, in seinen Bann ziehen. Ich denke, es wird viele Menschen geben, die die Hauptstory, wenn überhaupt erst nach unzähligen Stunden Spielzeit durchspielen werden, da die Welt, wie schon im Vorgänger, so groß, schön und komplex ist, dass man sie einfach erkunden und in ihr leben möchte.The Elder Scrolls vierter Teil wird das Rollenspielgenre gehörig umkrempeln und eine neue Messlatte vorgeben, die so schnell von einem anderen Spiel nicht zu erreichen sein wird höchstens das voraussichtlich im September 2006 erscheinende Gothic 3 wird Oblivion möglicherweise den Genrethron streitig machen können - eines ist aber schon jetzt klar, 2006 wird Rollenspielern als das Jahr der 'Großen' in Erinnerung bleiben.
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